Riester Rente für Studenten

von
Florian Hermann

Hallo Zusammen,

ich bin Student und interessiere mich für den Abschluss einer Riester Rente. Jetzt habe ich in einem Artikel gelesen, dass es nur 2 Möglichkeiten für Studenten gibt eine Riester Rente abzuschliessen.
A: Ich muss einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgegangen sein

oder

B: Sofern mein Ehepartner zum unmittelbaren Personenkreis der Riester Rente gehört.

http://www.inar.de/riester-rente-fur-studenten-geht-das-uberhaupt/

Jetzt hab ich leider weder das Eine noch das Andere! Frage an Euch: gibt es noch andere Möglichkeiten?

Ihr würdet mir sehr helfen :)

Mit freundlichen Grüßen

Florian Hermann

von
MG

Hallo Florian,

du kannst auch als Student einen Riestervertrag abschließen, allerdings bist du nicht förderberechtigt (also kannst die staatlichen Zulagen nicht erhalten), sofern du nicht versicherungspflichtig in der Rentenversicherung bist oder mittelbar über einen Ehegatten riestern kannst.

Falls du einen Minijob hättest, der versicherungspflichtig ist, wärst du unmittelbar förderberechtigt für einen Riestervertrag. Für die Förderberechtigung musst du auch nicht das ganze Jahr versicherungspflichtig gewesen sein. Das heißt du könntest dir ggfs. einen Minijob suchen (Entgelt muss nicht 450 EUR betragen, kann auch weniger sein, seit 01.01.2013 sind Minijobs versicherungspflichtig) und dann einen Riestervertrag abschließen.
Vielleicht möchtest du vor Abschluss noch eine neutrale und kostenlose Beratung in Anspruch nehmen um das für dich geeignete Riesterprodukt (Fondssparplan, Banksparplan, Rentenversicherung, Wohn-Riester) zu wählen? Die Deutsche Rentenversicherung bietet sowas an, nennt sich PROSA oder Altersvorsorgeberatung.

von
Jens

In Ergänzung zum Kommentar von MG:

Minijobber, die nicht der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung unterliegen möchten, können sich jederzeit - auch während des laufenden Beschäftigungsverhältnisses -
von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung befreien lassen.

Dadurch verliert man jedoch den Anspruch auf Zulagenförderung.

Experten-Antwort

Ich stimme den Ausführungen von MG zu.
Ergänzend hierzu möchte ich noch anmerken, dass die Deutsche Rentenversicherung keine konkreten Aussagen zu bestimmten Produkten oder gar zu konkreten Angeboten von Finanzdienstleistern machen kann. Aussagen zu Produktkategorien und ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen sind jedoch möglich.

von
egal

Zitiert von:
Ergänzend hierzu möchte ich noch anmerken, dass die Deutsche Rentenversicherung keine konkreten Aussagen zu bestimmten Produkten oder gar zu konkreten Angeboten von Finanzdienstleistern machen kann. Aussagen zu Produktkategorien und ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen sind jedoch möglich.

Das wurde ja auch nicht gefragt. Ich habe Fondssparplan Premium bei der DWS, da heult man! Trotz freien Vermittler hängt sie im Minus. Meine Meinung: Die Zulage einfach auf das Rentenkonto bei der DRV zahlen und gut! Riester Rente einmotten, fertig.

von
Spargel

Zitiert von: egal

Zitiert von: egal
Ergänzend hierzu möchte ich noch anmerken, dass die Deutsche Rentenversicherung keine konkreten Aussagen zu bestimmten Produkten oder gar zu konkreten Angeboten von Finanzdienstleistern machen kann. Aussagen zu Produktkategorien und ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen sind jedoch möglich.

Das wurde ja auch nicht gefragt. Ich habe Fondssparplan Premium bei der DWS, da heult man! Trotz freien Vermittler hängt sie im Minus. Meine Meinung: Die Zulage einfach auf das Rentenkonto bei der DRV zahlen und gut! Riester Rente einmotten, fertig.

Ja um Himmels Willen, warum denn im Minus ????
Die Börse ist doch so super toll gelaufen !

von
oder so

Zitiert von: Spargel

...Die Börse ist doch so super toll gelaufen !

Wenn auf die 'richtigen' Werte gesetzt wurde schon (vgl. Lotto oder Casino) - und Risikostreuung (was ja nur bedeutet, einen möglichen Verlust klein zu halten/ zu vermeiden/ auszugleichen): bei einer Einzahlung von 60 EUR/Jahr...;-)

Merke: bei Verlust an der Börse ist das Geld nicht weg - es gehört nur einem anderen!

von
egal

Ich bin erst später zu freiem Vermittler gewechselt, dass mit den 5,5% Abschlusskosten hatte ich wohl nicht "von oder so" richtig gelesen. Schön blöd, ich weiß. Da hat mir die DWS erst mal ordentlich in die Tasche gegriffen, die ständigen Umschichtungen zum der RiesterRente Premium ungünstigsten Zeitpunkt nicht auf dem Plan.

Aktuelle Performance: -12 Prozent zum Garantiebetrag (alle Einzahlungen einschließlich Zulage), meine Geduld ist mit denen langsam erschöpft. Dabei wollte ich mit Fondssparplan nach mäßigen Erfahrungen mit Versicherungen dieses Mal alles richtig machen, naja.

Fazit: Die Riester-Rente ist meiner Meinung das größte Finanzlobby-Förderprogramm, was Deutschland je gesehen hat. Ich bleibe trotzdem bei, man soll ja "vorsorgen". Fragt sich nur für wen?

von
egal

Mit den 60 Euro hat das übrigens nichts zu tun, ich leiste mir den Höchstbetrag.

von
na sowas

Zitiert von: egal

...Fazit: Die Riester-Rente ist meiner Meinung das größte Finanzlobby-Förderprogramm, was Deutschland je gesehen hat. ...

Wer hat's erfunden...?! Danke an Gerd, Walter, Claudi, Jürgen und Cem... ;-)

von
oder so

Zitiert von: egal

Mit den 60 Euro hat das übrigens nichts zu tun, ich leiste mir den Höchstbetrag.

Mit den 60 EUR hatte ich den Studi vom Anfang auf dem Plan - Höchstbeitrag heißt 2100 EUR/Jahr - wenn Sie heute noch jung sind kann sich das rechnen; wenn Sie seeehr alt werden. Nix für ungut - wir alle haben starke und schwache Werte im Portfolio. 8-)

von
egal

Ich könnte auch weniger, da ich EM Rentner geworden bin, ist Riester aber naheliegend, damit noch bissle Geld reinkommt. Nebenher 450€ Job, die EM-Rente reicht nicht, bin noch jung.

Portfolio. Da ich eher Zocker bin, dachte ich, mit Altersvorsorge zockt man nicht, überlasse ich den "Experten". Ehrlich: Was die für ihre Kohle bringen, kann ich als Laie auch. Und man soll sich da auch nicht täuschen: 5,5% auf die ersten Jahre verteilt! Das sind mal eben 1/3 der persönlichen Einzahlungen, das wird gleich gar nicht in Fondsanteile anlegt und verbleibt als Abschlusskosten bei der DWS in der Tasche.

Ich kenn aber keine Alternative für den Studenten, von 60€ kann bei solchen Kosten kaum was über bleiben. Ob ein Bank/Bausparvertrag bei aktuell Miniverzinsung eine Alternative ist, weiß ich nicht. Eine Rentenversicherung rechnet sich oft gleich gar nicht.