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Riester-Rente seriös?

von
Michael Wilhelm

Während einerseits (u. a. auch auf ihre-vorsorge.de) immer wieder behauptet wird &#34;Riestern rechnet sich&#34;, wird an anderer Stelle vorgerechnet, &#34;dass die Riester-Rente vor allem ein Geschenk an die Versicherungswirtschaft ist&#34; (www.nachdenkseiten.de/?cat=40).
Wo liegt jetzt die Wahrheit? In der Mitte? Wer schwindelt hier?

von
Maria L.

Hallo Michael Wilhelm,

das ist mein &#34;Lieblingsthema&#34;. Nutzen Sie die Suchfunktion, um alte Beiträge von mir zu finden.

Die Behauptung &#34;Die Riester-Rente rechnet sich&#34; stammt von denjenigen, die u.a. nicht verstanden haben, daß festverzinsliche Verträge aller Art (dazu zählt die Riester-Rentenversicherung) in langfristiger Betrachtung (und Altersvorsorge ist nunmal eine langfristige Angelegenheit) UNSICHER sind, weil die Gefahr der Geldentwertung durch Inflation (oder wenn es ganz schlimm kommt durch Währungsreform) langfristig überproportional steigt.

Die Inflationsrate in der Euro-Zone hat soeben 4% erreicht:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,563089,00.html

Wie man da einen Vertrag mit 2,25% &#34;Garantieverzinsung&#34; als SICHER bezeichnen kann, ist mir rätselhaft. Dazu kommt, daß sich die Garantieverzinsung nur auf den SPARANTEIL bezieht, dessen Höhe unbekannt ist, von Jahr zu Jahr schwankt und von den Versicherungsgesellschaften geheimgehalten wird. Bezogen auf den gesamten Beitrag kommt so eine weit geringere Verzinsung heraus, z.B. nur 1% (abhängig von den Kosten, die die Versicherung berechnet). Bei Berücksichtigung der Inflation handelt es sich bei der Garantieverzinsung also um GARANTIERTE VERLUSTE!

Es liegt an erschütternden Wissenslücken und an mangelndem Nachdenken, daß diese Tatsache in Deutschland so wenig bekannt ist. Hilfe zum Nachdenken bekommen Sie hier:

http://www.finanzuni.org/phpBB/viewtopic.php?t=29

Gruß,
Maria L.

von
Maria L.

Hallo Michael Wilhelm,

nach den Fakten nun noch meine persönliche Meinung: die Nachdenkseiten haben recht mit ihrer Kritik an der staatlich geförderten Altersvorsorge. Sie haben aber unrecht mit ihrer Schlußfolgerung, wieder vollständig auf die umlagefinanzierte Rente zu setzen. Das Umlagesystem kann aufgrund der demographischen Veränderungen in Zukunft immer schlechter seine Aufgabe einer weitgehenden Lebensstandardsicherung erfüllen. Das wird unterdessen sogar hier zugegeben, siehe folgenden Artikel:

http://www.ihre-vorsorge.de/Wege-aus-der-Armutsfalle.html

Zukünftig kann die gesetzliche Rente nur noch eine &#34;Basisrente&#34; sein (so bezeichnet es Prof. Raffelhüschen). Ich vermute, daß für einen Großteil, wenn nicht die Gesamtheit der Rentner, zukünftig nur noch eine Rente in Höhe der heutigen Grundsicherung gezahlt werden kann. Das kann durch politische Entscheidungen auch nicht wesentlich verändert werden, da auch Politik nichts gegen die Regeln der Mathematik ausrichten kann. Ich verlasse mich da auf Aussagen und Prognosen von Wissenschaftlern, da bin ich selber nicht kompetent genug.

Eine zusätzliche private Altersvorsorge ist deshalb ein MUSS. Leider wurde hier vom Gesetzgeber auf die nach meiner Meinung falschen Produkte gesetzt, wobei es in deren Qualität natürlich Abstufungen gibt.

Ich halte Vermögensbildung über das regelmäßige langfristige Sparen in Aktienfonds für die SICHERSTE und beste Altersvorsorge.

Gerade die Finanzkrise, die seit Monaten die Welt erschüttert, zeigt, wie RISKANT Forderungspapiere sind. Mit dem Sparen in z.B. einen Versicherungsvertrag erwirbt man nur eine Forderung gegen das Versicherungsunternehmen. Man erwirbt nur ein Versprechen auf eine zukünftige Rentenzahlung. Ob dieses Versprechen auch erfüllt werden kann, sieht man erst später.

Langfristig sicher sind nur Beteiligungspapiere, damit erwirbt man Anteile an Unternehmen, man wird Miteigentümer (erhält also einen echten realen Wert für sein Geld) und profitiert anteilig von der Wertschöpfung durch diese Unternehmen. Auch bei einem Börsencrash bleibt der Unternehmensanteil bestehen. Kein Aktionär verliert Geld durch einen Börsencrash. Nur, wer so &#34;dumm&#34; ist, während eines Crashs seine Anteile zu verkaufen, realisiert einen finanziellen Verlust. Wer dagegen einfach regelmäßig weiterspart, freut sich über die Sonderangebotspreise. In langfristiger Betrachtung ist die durchschnittliche Wertsteigerung von Aktienfonds SICHER. Damit man nicht mit einem einzelnen Fonds Pech hat, muß man natürlich streuen. Damit man nicht zur falschen Zeit verkaufen muß, braucht man vorher ein Finanzpolster.

Wenn Sie bereit sind, Zeit zu investieren, können Sie durch eigenes Nachdenken die Fakten auf der von mir zuvor angegebenen website selber nachvollziehen. Ohne selber verstanden zu haben, was man tut, sollte auch niemand in Aktienfonds investieren.

Die letzte längere Diskussion zu diesem Thema hatten wir hier:

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=89089&#38;dekade=15

Gruß,
Maria L.

von
kralle

Altersvorsorge ist wegen der
Vielfalt der Anlagemöglichkeiten sehr komplex.
Erstaunlich ist hierbei die Aktiengläubigkeit vieler Teilnehmer.
Sie können ein wichtiger Baustein sein, aber ausschliesslich darauf zu setzen ist leichtsinnig.
Ein einfacher Blick nach Amerika zeigt dies. Hier spielen Aktien eine sehr grosse Rolle in der Altersvorsorge. Aber sehen Sie dort Millionen von Rentnern in Wohlstand. Eher nicht. Die Risterrente rechnet sich für fast jeden. Die dahinter steckende Sicherheit
kostet natürlich Rendite.Im ersten Schritt sollte eine Grundabsicherung für das Alter im Vordergrund stehen.
Darüber hinaus in Aktien zu investieren ist nichts entgegen zu sezten.

von
zwilling

Hallo Maria L,
was halten Sie von regelmäßigem Sparen z.B. per DA in Bundeswertpapieren, wobei diese Papiere direkt auf einem Schuldbuchkonto bei der Finanzagentur kostenlos geführt werden?
Viele Grüße

von
Nix

Hallo Zwilling!
Lassen Sie sich von der Kostenlosen Sparmöglichkeit des Bundes nicht in die Irre führen.
Private Altersvorsorge können Sie am Besten nur mit Aktienfonds vornehmen.
Hier gibt es in diesem Forum viele Beiträge.
Es gibt viele verschiedene Direktbankmodelle mit günstigen Aktienfondssparmöglichkeiten. Auch viele Fondsshops wie www.fondsdiscount.de und Direktbanken wie Ing-Diba und andere haben viele Aktienfondssparpläne, die Sie auch ohne Ausgabeaufschclag besparen können.
Die Möglichkeit beim Bund kostenlos Bundesschaftsbriefe etc zu ordern ist zwar schön und gut; jedoch lässt die Rendite von festverzinslichen Wertpapieren sehr zu wünschen übrig. Sie begeben sich in die Fänge des deutschen Bundesfinanzministers. Von diesem sind dann die Zinsen auf diesen Papieren abhängig.

Ich rate Ihnen - je nach Alter - mindestens einen 50-%-Anteil Ihres monatlichen Sparbetrages in einen guten Aktienfonds zu stecken.
M&#38;G Global Basics
Templeton Growth (EURO-Tranche)
EUROPA-AKTIEN-ULM
FIDELITY EUROPEAN GROWTH

Und viele andere haben ihre Arbeit bisher - auf lange Sicht von 20 und Jahren sehr gut gemacht.

Trotz vorübergehender Aktienkriesen sind Sie da immer auf der Gewinnerseite.

Man sagt: Die Direktbanken wären nur etwas für erfahrene Anleger.
Aber: Auch diese Anbieter wie auch Fondsshops wie Fondsdiscount.de sjb.de etc. haben ein Interesse, Ihre Produkte zu verkaufen und beraten Sie gerne telefonisch.
Und Sie bekommen Superkonditionen dazu.
Kostenlose Depotführung ist das Mindeste und Ausgabeaufschlag bei Aktienfonds brauchen Sie auch nich zahlen.

Eines muss den Lesern dieses Forums klar sein:

An Aktienfonds als Langfristinvestment führt kein Weg vorbei!!!

Bitte bedenken Sie das bei Ihrer Altersvorsorge-Planung!

Einen Lieben Gruss aus dem Rheinland

Nix

von
No Mainstream

Die Nachdenkseiten liegen da schon richtig! Der immer wieder hervorgekramte Demographische Faktor als DAS Argument zum Riestern ist schlichtweg Humbug.
Näheres können Sie erfahren, wenn Sie sich mal die Mühe machen, den Herren Gert Bosbach (http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Bosbach)und/oder Wilfried Schmähl (http://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_Schm%C3%A4hl)
bei ihren Vorträgen zu lauschen. Beide Herren sind bestens mit der Materie vertraut, und, das beste, sie sind nicht gekauft wie zb. das Mietmaul Raffelhüschen, Rürup etc.
Die Vorträge sind auch für Laien verständlich und regen zum (Nach)denken an.

M.f.G.

von
Nix

Besonders im Hinblick auf die ab 01.01.2009 zu erwartende Abgeltungssteuerpflicht ist rendite-reiches Geldanlegen gefragt.
Auch unter diesem Gesichtspunkt kann die privater Altersvorsorge nur aus Aktienfondssparen bestehen, weil hier die Rendite - trotz Abgeltungssteuer - immer noch am höchsten ist.

Anleger sollten alles daran tun, Kapitalanlagen auszuwählen, die trotz Abgeltungssteuer eine möglichst hohe Nachsteuerrendite erzielen.
Hier führt auch unter diesem Gesichtspunkt kein Weg an Aktienfonds vorbei.

Auch das muss an dieser Stelle - trotz der 30-Grad-Temperaturen aktuell - immerwieder gesagt werden.

Ich bespare schon seit 19 Jahren derartige Produkte und weiss, wovon ich rede.

Nix

von
Riester-Fan

&#34;Ich bespare schon seit 19 Jahren solche Produkte und weiss, wovon ich rede.&#34;

Wie schön für Sie!

(Aktienfonds sind ja auch sooooo sicher und absolut risikolos. Man kann damit nuuur gewinnen.........)

Sie wären nicht der Erste, der sich in falscher Sicherheit wiegt und eines Tages bitter auf die Nase fällt!

von
Nix

Dass man(n) nur gewinnen kann, haben SIE behauptet.
ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass wegen des erhöhten Risikos bei Aktieninvestmentfonds mit einer längerfristigen Ansparzeit herangegangen werden muss.

Lesen kann manchmal sinnvoll sein.

Nix

von
Nix

Hallo Riester-Fan!
Die Problematik, welche in Deutschland besteht, ist die, dass die Menschen mit &#34;sicheren Produkten&#34; wie Lebensversicherungen, Riestersparen etc. trotzdem im Alter &#34;gut essen&#34; wollen.

Merke:
Sicherheit wird mit niedrigen Zinsen bezahlt.
Schonmal was von Antizyklischem Investieren gehört?

Fällt der Wert Ihrer Fondsanteile, sollten Sie ruhig noch übriges Geld dazu nutzen Fondsanteile zu güstigen Kursen nachzukaufen.

Mit Sicherheit werden Sie schon ein Jahr später sehen, dass diese - neu gekaufen Fondsanteile - im Wert gestiegen sind.

ich mache nochmals deutlich:
Aktienfonds eignen sich für LANGFRISTIGES Sparen.
Hierbei täten Sie gut daran, erstmal 3 bis 5 Monatsnettogehälter zur Seite zu legen, für Notfälle, dann sparen Sie in Aktienfonds.
Brauchen Sie Ihre 3 bis 5 Monatsgehälter wegen eines Notfalls auf, dann füllen Sie erstmal - beim nächsten GeldzurSeitelegen - erstmal diese Cash-Notfall -Position auf. Anschliessend besparen Sie Ihre Aktienfonds weiter.

Hierzu gehört also auch eine Portion Disziplin!

Nix

von
Telekom-iker

Ich besitze T-Aktien und Compuserve-Aktien.................

von
Amadé

Ein hervorragender Beitrag von Maria L.

Kleiner - aber bedeutender Zusatzaspekt:

Im Hinblick auf die Geldentwertung sollte man Altersvorsorgeprodukte, die weniger als 3%, besser 4% Rendite per anno erbringen, schlicht und ergreifend vergessen. Statt auf solche &#34;Sicherheiten&#34; zu setzen wäre es besser, lieber gar nicht vorzusorgen, zu konsumieren und des Weiteren zu schauen, was die Zukunft bringt.

Mit Aktien ist man an Sachwerten beteiligt.

Sachwerte hatten auch 1921 -1923 sowie im Jahre 1948 Ihren Wert. Geld, Anleihen, Staatspapiere (Gold gab ich für Eisen - Weltkrieg I, Sparen auf einen KdF-Wagen, Weltkrieg II), Lebensversicherungen usw. waren zu diesen Zeiten extrem wenig wert.

Was hilft nach 20-30 Jahren die schönste Riester-Garantie, dass man zumindest sein angespartes Kapital zurückbekommt, wenn dieses durch die laufende Geldentwertung nur noch weit weniger als die Hälfte Wert ist.

Eine Zahl sollte man bei allen Vorsorge-Überlegungen nie vergessen:

&#34; 1,5 Billionen plus X &#34;

Das ist die Summe der gesamten Staatsverschuldung. Jedes Jahr kommen auf diesen gigantischen Berg neue Schulden hinzu - umschrieben mit dem netten Begriff &#34;Neuverschuldung&#34;. Für diese Schulden sind Jahr für Jahr enorme Zinslasten aufzubringen, die die Haushaltsspielräume immer mehr einengen. Auch sollte man in diesem Zusammenhang Onkel Bush´s Staatsverschuldung nicht aus den Augen verlieren - es handelt sich immerhin um die größte Volkswirtschaft der Welt.

Ich will den Steinbrücks und Bushs dieser Welt nicht zu nahe treten. Ein ganz klein wenig spielt Ihnen die Inflation aber schon in die Hände, diese verdienen nämlich am Meisten an dieser misslichen Angelegenheit. Ein Schelm, der Böses dabei denkt...

Wegen der großen Löschtaste schließe ich mit meinen Ausführungen.

Ein Lob der Redaktion für das Beschreiten des Weges der Besserung!

Noch vor wenigen Wochen wurde ich für meine Ausführungen, dass Altersarmut von immensem Ausmaßen drohe, arg gescholten. Es wurde auf einen Anteil, der betroffen sein wird von lediglich ein-drei % der Bevölkerung verwiesen.

Die neueseten Beiträge - auch die von Onkel Riesche von der DRV Bund - sprechen eine ganz andere Sprache.

Weiter so!

Experten-Antwort

Man kann über die Frage, ob sich die &#34;Riester-Rente&#34; wirklich lohnt und wenn ja für wen, immer unterschiedlicher Auffassung sein. Wir von der Gesetzlichen Rentenversicherung sind hier neutral und raten weder zum Abschluss der Riester-Rente, noch raten wir davon ab.

Diese Form der Altersvorsorge zeichnet sich allerdings zunächst einmal durch eine für viele Personengruppen sehr attraktive und hohe staatliche Förderquote aus, von der hauptsächlich die Be-rechtigten selbst profitieren. Die Zulagen nehmen in aller Regel an der Wertentwicklung teil, der Sonderausgabenabzug kann bei Besserverdienenden zu Steuerrückerstattungen führen. Dem steht freilich die nachgelagerte Besteuerung gegenüber.

Sodann besteht die Besonderheit, dass der Anbieter vertraglich zusagen muss, zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens die eingezahlten Beiträge zur Verfügung zu stellen. Damit ist der Riester-Sparer natürlich ein Stück weit vom Kapitalmarktrisiko entlastet. Dafür sind die Gewinn-chancen auch nicht so hoch wie bei hochspekulativen Anlageprodukten.

Es gibt viele weitere Vor- und Nachteile, die es abzuwägen und zu vergleichen sind.

Richtig ist aber auch, dass es sich bei den Anbietern der Riester-Rente um gewinnorientierte Privatunternehmen handelt, die an den Produkten verdienen wollen. Doch das spornt auch an. Nur gute Produkte haben auf dem Markt Erfolg.

Vor diesem Hintergrund muss jeder selbst wissen, ob er mit dieser Vorsorgeform vorsorgen will. Wer sich individuell beraten lassen will, erhält hierzu bei den Verbraucherzentralen z.T. kostenpflichtige, neutrale Beratungen.

von
Maria L.

Hallo zwilling,

meine Argumentation contra Forderungspapiere gilt für festverzinsliche Wertpapiere/Verträge aller Art. Dazu zählen auch Bundeswertpapiere. Diese Papiere haben heute eine sehr gute Bonität, aber ob das langfristig angesichts unserer hohen Staatsverschuldung auch noch gelten wird, bezweifele ich. Die Zinssätze sind auch meist nicht berauschend hoch, da liegen einfache Tagesgeldkonten oft besser.

Aber die alles entscheidende Frage, die Sie sich beantworten müssen: welchem ZIEL dient Ihre Geldanlage und welche ANSPARZEIT wollen Sie vorsehen, während welcher Sie auf die Verfügbarkeit des Geldes verzichten können? Wenn Sie damit für das Alter vorsorgen wollen (&#62;= 15-20 Jahre Ansparzeit), lehne ich Forderungspapiere generell ab.

Wenn Sie damit für einen Konsumzweck sparen wollen, z.B. für ein Auto, und der Zeitraum des Sparvorgangs paßt zu dem geplanten Anschaffungszeitpunkt, dann kämen Forderungspapiere, also auch Bundeswertpapiere, in Frage. Wenn es um Ihr Finanzpolster für Notlagen geht, muß das Geld sofort verfügbar sein, dann dürfen Sie es GAR NICHT anlegen, es gehört dann z.B. auf ein Tagesgeldkonto.

Wenn Sie sich unter den genannten Bedingungen für Bundeswertpapiere entscheiden (also NICHT für die Altersvorsorge), ist es sicherlich sinnvoll, zur Einsparung unnötiger Gebühren ein Konto bei der Bundesschuldenverwaltung zu eröffnen. Vermutlich können Sie aber auch ein kostenloses oder kostengünstiges Depot bei einer Direktbank einrichten, um solche Papiere zu verbuchen, wobei dann eine Risikostreuung auf unterschiedliche Wertpapiere sinnvoll wäre. Ich nutze auch für das Konsumsparen (also kurzfristiges Sparen) bisher nur Tagesgeldkonten, weil ich damit flexibler bin und die Zinssätze dank des starken Wettbewerbs recht gut sind.

Gruß,
Maria L.

von
Knut Rassmussen

Das vergesse ich persönlich nie!

von
Maria L.

Hallo No Mainstream,

ich habe schonmal einen Artikel von Gerd Bosbach gelesen und auch diverse von Albrecht Müller (Nachdenkseiten).

Offensichtlich gibt es auch unter Fachleuten, studierten Ökonomen, unterschiedliche Auffassungen. Da ich nicht vom Fach bin, kann ich das mit meinem aktuellen Kenntnisstand nicht abschließend bewerten. Ich habe aber mehr Zutrauen in die Aussagen anderer Fachleute, die eine Krise des Umlagesystems als Folge des demographischen Wandels voraussehen. Ich halte deren Argumente einfach für stichhaltiger. Wer etwas anderes glauben will, kann das ja tun.

Ich bin lieber auf der sicheren Seite. Wenn sich herausstellt, daß mir das gesetzliche Umlagesystem entgegen meiner Erwartungen doch eine sehr hohe Rente beschert, dann FREUE ICH MICH! Dann &#34;schwimme&#34; ich als Rentnerin im Geld, weil ich zusätzlich noch privat vorgesorgt habe. Es gibt Schlimmeres. ;-)

Wenn ich mich aber jetzt auf die gesetzliche Rente verlassen würde nur aufgrund der Aussagen einer Minderheit von Ökonomen, und deren Prognosen bewahrheiten sich später NICHT, dann kann ich diese für die Fehlprognosen nicht haftbar machen, sondern muß dann sehen, wie ich mit einer Mini-Rente zurechtkomme. :-(

Die Altersvorsorge muß doch SICHER sein! Je mehr ich vorsorge, desto sicherer ist es, daß mir die Rente aus staatlichen und privaten Quellen nachher in Summe reicht!

Gruß,
Maria L.

von
Nix

Zur Sache Phoenix:
Sicher haben Sie Ihr Geld nicht nur bei Phoenix investiert.
Portfoliodiversifikation ist hier die Devise.
Mein Fondsdepot besteht aus mindestens 20 Einzelaktienfonds, 3 Schiffsbeteiligungen, 2 nterschiedlichen Private-Equity-Fonds, Containerfonds usw.

Ein einzelner &#34;Phoenix&#34; hätte aus meinem Geld keine &#34;Asche&#34; machen können.

Meine Bergpredigt lautet hier immerwieder: Portfoliodiversifikation, Risikostreuung ist die Zukunft.

Dann geht es auch dem Knuts auch ausserhalb der Zoos so richtig gut. :-)

Nix

von
Nix

Wir sprachen gerade von Aktienfonds, welche bei breiter Streuung -Regionalfonds, Länderfonds(vor dem Wirtschaftsaufschwung) durchaus eine interessante Alternative zu niedrigrentierenden Lebensversicherungen zur Altersvorsorge darstellen, wenn man z.B. 20 bis 30 Jahre darin sein Geld anlegt.
Dass Sie vorgeben, Telekomaktien zu haben, interessiert hierbei reichlich wenig. Den richtigen Einstiegszeitpunkt abgepasst, hätten Sie auch mit diesen Geld verdienen können. Nicht jedoch, wenn Sie bei der Aktienemission von vornherein dabeigewesen sind.

Nix

von
Knut Rassmussen

Nein, ich habe dort kein Geld verbrannt, also ich sowieso nicht, da Anleger. Ich lege sehr konservativ an in Tankfüllungen, BVG-Monatskarten etc...

Ihre Umsicht in allen Ehren, aber was machen Sie mit 60 - 70??? Wie schichten Sie das Geld um, um eine sichere lebenslange Auszahlung/ Verzehrmöglichkeit zu erreichen. Denn irgandwann lässt die gesitige Leistungsfähigkeit derart nach, dass sie Ihren Geldprodukten nicht mehr die Aufmerksamkeit schenke könnne, wie heute. Sehen Sie sich doch die Ömmchen im Heim an, für die die Heimleitung die Steuererklärung machen muß ...