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Riester-Rente vs. Privatrente

von optical04.02.2008 | 12:35
1996 Ansichten
6 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Welche Vorteile bzw. Nachteile bieten die beiden Produkte? Riester: Vorteil: flexibl, Beitragsaussetzung möglich Nachteil: volle Versteuerung im Alter. Privatrente: Vorteil: geringe Besteuerung (18%) im Alter Welche weiteren Vor- und Nachteile haben diese Produkte?

Antworten der Moderation

Persönlich beantwortet im Expertenforum

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Moderation · 1Ihre Vorsorge

Im Folgenden nun einige weitere Vor- und Nachteile sowohl der Riester-Rente als auch der klassischen Rentenversicherung. Diese sollen allerdings nur zur Orientierung behilflich sein und keinesfalls eine Wertung des Verfassers darstellen. Die Aufzählung ist nicht abschließend.

Nachteile Riester-Rente:

- Volle nachgelagerte Versteuerung der Rentenzahlung

- Förderung muss jährlich beantragt werden (Dauerantrag aber möglich)

- Kapitalauszahlung nicht möglich (Ausnahme max. 30% des bei Beginn der Rente zur Verfügung stehenden Kapitals)

- keine Beleihung (Ausnahme: eigengenutzter Wohnraum)

- Bei Kündigung des Vertrages während der Vertragslaufzeit (Ansparzeit) volle Rückzahlung der Förderungen (Zulagen + Steuervorteil), bisher steuerfreie Erträge und Wertzuwächse müssen nachversteuert werden.

- Die Riester-Rente kann (zumindest derzeit noch) wegen der nachgelagerten Besteuerung nur in Deutschland in Empfang genommen werden. Ansonsten schädliche Verwendung, siehe dazu vorheriger Punkt.

Vorteile Riester-Rente:

- Staatliche Förderung (durch Zulagen und ggf. zusätzlichen Steuervorteil durch Sonderausgabenabzug)

- Verteilung der Kosten auf 5 Jahre

- Kapitalerhaltungsgarantie (zu Beginn der Rentenzahlung müssen mindestens die eingezahlten Beiträge plus Zulagen zur Verfügung stehen)

- Wechsel des Anbieters möglich (Wechselgebühr wird erhoben).

- mittelbare Förderberechtigung des Ehepartners, wenn dieser selbst nicht zum zulageberechtigten Personenkreis gehört

Nachteile klassische Rentenversicherung:

- Feste Laufzeit

- Die Ablaufleistung ist nur teilweise garantiert

- Durch Fehlspekulationen am Aktienmarkt sind einige Versicherungsunternehmen in ernsthafte Probleme geraten

Vorteile klassische Rentenversicherung:

- Lange Sparphase möglich

- Wahl zwischen steueroptimierter Auszahlung (die Hälfte der erwirtschafteten Zinsen bleibt steuerfrei) ab Alter 60 Jahre, steuerbegünstigter lebenslanger Rente oder einer Mischung aus beidem

- Beleihbarkeit für Finanzierungen

- Hohe Sicherheit

5 Antworten

Amadéam 04.02.2008 | 19:07
Sicherheit hat einen hohen Preis - einen viel zu hohen Preis. Mickrige Renditen von 0,5% per anno liegen weit unterhalb der Inflationsrate. Das wiegt die beste Förderung nicht auf. Bei privaten Rentenversicherungen werden vom Staat allein die Versicherungskonzerne - in denen auch Herr Walter Riester in den Aufsichtsräten sitzt - gefördert, nicht jedoch der Vorsorgende. Grottenschlechte Produkte werden selbst durch staatliche Förderung nicht zu guten Produkten oder gar zuRenditeknüllern geadelt: Lesen Sie unbedingt die folgenden Beiträge, wenn Sie kein Geld verschenken wollen: http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rv/auszahlungsmodell… http://www.alkv-loeb-zit.de/docu/NachDenkSeiten%20-%20Die%20krit… http://www.nachdenkseiten.de/?p=2467
Maria L.am 05.02.2008 | 10:26
Hallo Amadé, das sind gute Links, die Sie da angeben (nur der letzte ist mir etwas zu polemisch und einseitig). Ich verstehe nicht, warum immer noch für Rentenversicherungen geschwärmt wird. In dem Focus-Artikel steht eindeutig: "Bezogen auf die geleisteten Beiträge erhalten Anleger je nach Versicherer nur eine reale Verzinsung von etwa 0,5 Prozent. Manchmal sogar noch weniger." Das ist doch unglaublich, daß da immer noch jemand drauf hereinfällt. Man kann sich nur an den Kopf fassen! Es handelt sich hier um eine VERLUSTGARANTIE! Denn die Inflation ist immer höher! Und für diese Verlustgarantie lassen sich die Menschen die Chance auf eine gute Altersversorgung nehmen. Schon 50 Euro monatlich gestreut in 5 Aktienfonds eingezahlt, ergeben auf lange Sicht ein anständiges Vermögen (bei 30 Jahren Ansparzeit und nur 6% Rendite schon rund 49.000 Euro, bei 8% rund 71.000 Euro, bei 10% rund 104.000 Euro, bei 12% rund 154.000 Euro, und bei 13,3%, was der langjährige Durchschnitt für internationale Aktienfonds ist, rund 188.000 Euro). Da braucht man nur mal auf das unsinnige Lottospielen zu verzichten. Selbst wer nicht an die (tatsächlich vorhandene) Sicherheit bei langjährigem Aktienfondssparen glauben will, sollte es wenigstens mit geringen Beträgen machen - dann eben als Glücksspiel. Er wird sich später wundern! Gruß, Maria L.
opticalam 05.02.2008 | 11:09
Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie war mir sehr hilfreich. Danke!
Schwarzwälderam 05.02.2008 | 11:49
Ohne den Link nachvollzogen zu haben, Focus ist ja eine seeeehr vertrauensvolle Quelle. Als nächstes wird hier wohl noch auf Capital verlinkt oder was? Man kann es echt nicht mehr nachvollziehen wie hier die Leute verunsichert werden durch diese dauernde Miesmacherei. Wer bei dem großen Angebot an Riesterprodukten eins auswählt mit einer Rendite von weniger als 0,5%, der würde auch auf dem Fondsmarkt wahrscheinlich tüchtig danebenlangen.
Amadéam 05.02.2008 | 15:50
Guter Mann, lesen Sie lieber den Artikel und setzen sich mit dem Inhalt auseinander!
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