Riester - stimmt das so?

von
riesterinteressiert

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Riesterrente und versuche mir ein klein bisschen Klarheit zu schaffen warum einem da viele so zuraten. Ich habe nun mal zusammengeschrieben, wie sich das für mich darstellt. Es ist sehr holzschnittartig, lässt von der Inflation über die Verzinsung und Zinseszins alles ausser Acht. Es geht nur um das Prinzip.

Vielleicht könnten Sie sich das ja mal anschauen, irgendwie erscheint mir das alles nicht die Bindungen wert, die ich eingehen muss.

Wie viel wird maximal gefördert? Was ist die ideale Rate?

Es dürfen inklusive der Zulagen maximal 2100 € jährlich in den Vertrag fliessen. Mindestens müssen 4% Bruttogehalt Vorjahr abzüglich der Zulagen eingezahlt werden. Das ist dann die maximale Förderung. Den idealen Einzahlungsbetrag errechnet man daher, in dem man die 2100 € abzüglich der jeweiligen Förderung nimmt und dies dann durch 12 teilt.

Bsp. Mann 30, Single, 30 000 €

Mindestbeitrag : 1200 € - 154€= 1046€ : 12 = 87,16 € monatlicher Einzahlung um die volle Zulage gutgeschrieben zu bekommen

Maximal dürfen 2100€ inkl. der Förderungen in den Vertrag fliessen. Das bedeutet im Klartext, dass er 2100 € von der EK-Steuer abziehen kann.

Hat er also eine fiktionalen Steuersatz von 25%, dann wären das eine Steuerersparnis von 525€ / Jahr. damit deutlich höher als die Förderung.

Diese 525€ werden dann nach einer Günstigerprüfung des FA auf das Förderkonto bezahlt.

Um dies zu erreichen müsste er (2100-154€:12=) 162,16 monatl. in den Vertrag einzahlen?

Schädliche Verwendung:

Wenn er nun 20 Jahre spart, und dann das Geld braucht "schädliche Verwendung" müsste er 7400€ Steuerersparnis + 3080 Zulagen zurückzahlen? Angelegt hat er bis dahin aus eigenem, wenn auch unversteuertem Geld ca 40.000 €.

HartzIV

Sind die 10000 dann hartzIV sicher oder die 40

Die Rente:

Dann geht es weiter, der gute Mann wird 60 - Auszahlung beginnt.

Wenn er dann 60 ist und die Rente bekommt, die ja dann mit Riester 70% seines Gehaltes sein soll, mithin also 21000 € und er einen Steuersatz von ca 15% hat (fiktional) (alles sehr holzschnittartig, ich weiss, es geht auch nur darum einen Einblick zu bekommen) zahlt er also 10% weniger Steuern auf das ursprünglich angelegte Geld. Das sind, wiederum alle Finanzmathematik ausser Acht lassend, aufs Jahr gerechnet also 210 € oder im Monat 17.50 € die er sich gespart hat.

Hab ich das so ungefähr richtig verstanden?

Weil dann wirds ja wirklich -wenn überhaupt- erst interessant, wenn wenig Geld und viele Kinder.

Danke für die Geduld und schönen Abend

dominik

von
Schiko.

Statt sie zu kritisieren will ich nur im hinblick auf die steuerliche seite
ein paar anmerkungen machen.

Mit den erforderlichen mindestbeitrag bei 30.000 jahreseinkommen von
1200 im jahr sind sie auf der richtigen seite. Sind es weniger wird auch
richtig genannte grundzulage geringer.

Dies ist also insofern mit 1200 der richtige betrag der sich auch mit
1200 weniger zu versteuerndes einkommen-nicht steuer direkt
abzug.- auswirkt

Es steht überhaupt nichts dagegen wenn sie mehr einzahlen, bekanntlich
erzeugen höhere beiträge auch für später höhere renten , dies gilt ja
auch grundsätzlich bei einer klassischen lebensversicherung, hilft aber
nicht bei einer risikoversicherung.

Bei 52.500 brutto x 4 % sind es eben 2100, dies ist auch der höchstbetrag
der das zu versteuernde einkommen vermindert, zahlen sie 3100 fallen
1000 steuerlich nicht ins gewicht.

Bei 1200 ./. 154 1046 euro : 12 beträgt die von ihnen zu überweisende
monatsrate 87,17, die grundzulage überweist das finanzamt an die ge-
sellschaft. Mit eingang 1046 und 154 grundzulage ist der kreis wieder ge-
schlossen.
Bei 30.000 jahresbrutto errechnet sich das zu versteuernde so:
19,90 % Rentenversicherung-gesamtbeitrag hiervon
5970 hiervon 66%
3940 minus ½ von 5970
2985 sind steuerlich wirksam

0955 +
1500 kranken/pflegeversicherung +
0920 pauschbetrag ( pendlerpauschale, bei nachweis höher) +
0036 pauschale sonderausgaben ( kann auch höher sein)
-------
3411 abziehbar von 30.000 jahresbrutto = zu verst.einkommen.

26589 und 4744 jahressteuer plus soli.
1200 zu 100% absetzbarer riesterbeitrag zu verst.einkommen
25389 und 4384 verbleibende steuer plus soli.

Von der Steuerersparnis mit ( 4744 ./. 4384) 360 muß ja das finanzamt
154 grundzulage an die gesellschaft überweisen, der restbetrag von 206
wird mit anderer erstattungsbeträgen positiv zu ihren gunsten verrechnet.

Ohne es auszuweiten, bei späterer rente wird die riesterrente, ab 2040 jeweils
mit hundert prozent steuerpflichtig.
Meinetwegen 12.000 gesetzliche rente und 2400 riesterrente= 14.400
zunächst steuerpflichtig. Hiervon . absetzbar ca. 2.000 euro tatsächlich
12.400 zu versteuerndes einkommen, nach heutiger lage euro 908 steuer
plus soli im jahr, 7664 existensminimum in 12.400 berücksichtigt.

Übrigens- wird immer wieder behauptet- auch hier, die sonderausgaben
müssen nicht beantragt werden, stimmt so nicht..Durch die ausfüllung von
"Anlage AV" führt der sachbearbeiter des finanzamtes automatisch die
günstigerprüfung durch.

Errechnen sich zunächst 500 euro steuererstattung und die zulagen
sind 2 x 154 (Beide ehepartner) und 2 x 185 ( Zwei Kinder)
übersteigen mit 678 die zulagen die steuerlich errechneten 500,
entfällt natürlich steuerrückerstattung, dies wäre ja auch eine doppel-
förderung.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Pit

Erstmal ein Hallo
Na , da haben sich ja zwei gefunden. Respekt !

von
Maria L.

Hallo! :)

"Weil dann wirds ja wirklich -wenn überhaupt- erst interessant, wenn wenig Geld und viele Kinder."

Da haben Sie die Sache gut auf den Punkt gebracht!

Für Gut- und Besserverdiener lohnt das Modell nicht, auch wenn alle Welt das Gegenteil glaubt.

Bei den Nachteilen haben Sie noch vergessen, daß eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, daß Riester-Renten zukünftig - so wie heute bereits Betriebsrenten - KV-/PV-pflichtig werden könnten.

Die Förderbedinungen der Riester-Rente sind so renditeschädlich und die Vertragskosten in den meisten Fällen so hoch, daß die Förderung eher auf Seiten der Finanzbranche landet als Ihnen zugute kommt (ist jetzt auch holzschnittartig).

Ich habe mich gründlich mit sämtlichen staatlich geförderten Vorsorgeformen auseinandergesetzt und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß ich nichts von dem jemals mehr abschließen werde. Stattdessen betreibe ich jetzt regelmäßiges Ratensparen in Aktienfonds, auf lange Sicht (> 20 Jahre) ist das sehr renditeträchtig und weit weniger riskant, als allgemein angenommen wird.

Meine Lieblings-website zum Thema:

www.finanzuni.org

Gruß,
Maria L.

von
benedetto 17

SCHIKO muss beschäftigt sein..

sonst geht er seiner lieben

GATTIN noch mehr auf den

GEIST.....

Salui

B..... 17 ein Landsmann von

SCHIKO

von
Beamtenh....

so wie ein gewisser skat

von
Schiko.

Junger mann, da irren sie aber gewaltig.
Verbringe den halben tag in
meinem zimmer mit fernseher und computer.
Meine frau mit fernseher im
wohnzimmer und einen fernseher im bügelzimmer.

Dies sorgt seit jahrzehnten
dafür, eine diskussion über
fernsehprogramme tagsüber
oder auch abends gibt es bei uns nicht.

Lade sie gerne mal zu mir ein,
adressennennung erfolgt auf wunsch.
In meinem alter seiner frau, nach 51 jahren ehe ,auf den
wecker zu fallen wäre ja
wirklichkeitsfremd.
Sie wissen doch , demenz etc.
kommen noch oder sind schon
vorhanden, da braucht mann
die ehefrau.
Noch fragen bitte ?
Schade, dass meine maria dies
technisch nicht bestätigen
kann.

MfG.

Experten-Antwort

Das Finanzamt prüft für Altersvorsorgeaufwendungen im Rahmen des Sonderausgabenabzuges (ab 2008: 2.100 €) automatisch, ob im Einzelfall über die Zulage(n) hinaus eine weitere Steuererstattung zusteht. Diese Steuererstattung (die Differenz aus dem Steuervorteil und der Zulage) -im Beispiel: angenommener Steuervorteil: 525 € - 154 € (Grundzulage) = 371 € - fließt nicht direkt auf das Förderkonto, sondern wird im Rahmen der Einkommens- steuererklärung berücksichtigt/erstattet. Für die maximale Ausschöpfung der Riesterzulagen würde es ausreichen, 1046 € in den Fördervertrag einzuzahlen.

Bei sog. "schädlicher Verwendung" werden die im angesparten Vermögen enthaltenen Zulagen sowie die zusätzlichen Steuervorteile von Ihrem Anbieter einbehalten und an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zurückgezahlt. Darüber hinaus prüft das Finanzamt, ob die im ausgezahlten Kapital enthaltenen Zinsen, Erträge und Wertsteigerungen zu versteuern sind.

Das geförderte Altersvorsorgevermögen ist in der Ansparphase vor der Anrechnung auf Arbeitslosengeld II und auf Sozialhilfe geschützt.

Die Rentenleistungen aus einem Riestervertrag müssen im Alter voll versteuert werden. Ob Sie daraus tatsächlich Steuern zahlen müssen, hängt von der Höhe Ihrer gesamten Einkünfte im Alter ab (Überschreitung des steuerfreien Existenzminimuns).
Ihre Ansprechpartner: Ihr Finanzamt, Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein.

von
Schiko.

Wenn sie meinen , auch ihren schnabel wetzen zu müssen sei ihnen dies
gewährt.
Von blasen mögen sie was verstehen, von tun aber nicht viel. Sie glauben
doch nicht wirklich, dass sich nach 51 jähriger ehedauer gerade der ehe-
mann sich leisten kann seiner frau auf den wecker zu gehen. Bei mir schon deswegen ausgeschlossen, da ich mindestens fünf stunden im tag im eigenen zimmer
mit ferseher und computer und mindestens 25 akten verbringe.

Kommt hinzu, der fernseher im wohnzimmer wird fast ausschließlich von
meiner frau, naturgemäß der im bügelzimmer gleichermaßen genützt, da
gab es noch nie überflüssige diskussionen wer was anschauen darf.

Filme oder gar fußball interessieren mich generell überhaupt nicht, da bleibt
für anderes viel zeit.

In meinem alter wo bereits altersstarrsinn besteht und sicher auch noch demenz
sich eines tages einschleicht, muss man seine frau hegen und pfleglich behandeln.

Dies fällt mir um so leichter, da wir keine geldsorgen mehr haben, dies war vor
20 /30 jahren an der tagesordnung bei fünf geburten meiner frau.

Würde sie ja gern für ein paar tage zu mir einladen, damit sie vermutlich die
meinung ändern könnten, sofern es ernstgemeint war.
Zu denen die eine musterehe führen gehörte ich aber noch nie.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Schiko.

Schiko zweimal, ist mindestens einmal zuviel, manchen wird schon bei
einmal übel.
Maria L. aber zweimal ist für mich auch nur schlecht verdaulich, hoffe
aber ich täusche mich mal wieder.

Maria L. am 20.10.08 10:23 Uhr. "Riestern über Arbeitgeber doppelte
B eitragspflicht KV + PV Auszahlung-Pensionskasse generell.

Maria L. ( die zweite) am 29.10.08 zu"Riester-stimmt das so?"

Bei den Nachteilen haben Sie noch vergessen, dass eine hohe
Wahrscheinlichkeit besteht, dass Riester-Renten zukünftig-so wie heute
bereits Betriebsrenten-KV/PV-pflichtig werden könnten.
Kann eigentlich dies verstehen, bei den derzeit fallenden aktienkursen.
Im übrigen habe ich negativ nichts aufgeführt, folglich auch nichts
vergessen.

Mit freundlichen Grüßen,.