Riester-Vertrag, Zurückzahlung der Grundzulage

von
Thomas B.

Mein Anbieter der Riester-Versicherung hat mir mitgeteilt, dass er für das Beitragsjahr 2009 die Grundzulage in Höhe von 0,85 € zurückgezahlt hat, da ich den Mindesteigenbeitrag nicht erreicht hätte. Insoweit hatte ich dem Anbieter mein sozialversicherungspflichtige Einkommen für das Jahr 2008 gemeldet, welches ich der elektronischen Lohnsteuererklärung meines Arbeitgebers entnommen hatte. Der Anbieter hat aufgrund meiner Angaben meinen Mindesteigenbeitrag völlig korrekt berechnet. Nun stellt sich aber heraus, dass mein Arbeitgeber ein um ca. 300 € höheres sozialversicherungspflichtiges Einkommen entgegen der elektronischen Lohnsteuererklärung dem Rentenversicherungsträger gemeldet hat. Dementsprechend ist das Zulagenamt bei mir von einem um ca. 300 € höheren Einkommen ausgegangen und hat meine Zulage für das Jahr 2009 erzielt. Dieses höher Einkommen habe ich aber nicht erzielt und mein Arbeitgeber hat auch festgestellt, dass er dem Rentenversicherungsträger eine unrichtige Zahl gemeldet hat. Wie soll ich nun weiter vorgehen? Für eine Anwort der Experten hier wäre ich sehr dankbar.

von
Schade

Dann betreiben Sie doch mit aller Macht, dass das richtig gestellt wird - die 85 Cent Zulage sind ja ungemein wichtig.

kämpfen Sie aber bitte auch darum, dass die 300 € zuviel aus dem Rentenkonto gelöscht werden, sonst haben Sie ja später 20 Cent mehr Monatsrente, die Ihnen nicht zustehen.

Mein Tipp: nichts machen.....das ist doch der ganze bürokratische Aufwand nicht wert.

von
Thomas B.

Entschuldigung, ich hatte hier auf die Antwort eines Experten gehofft. Mir ist klar, dass es sich in meinem Fall nur um 0,85 Cent handelt. Aber es kann doch nicht sein, dass man seinen Anspruch auf eine staatliche Förderung teilweise verliert, nur weil der Arbeitgeber nicht in der Lage ist, richtige Zahlen an den Rentenversicherungsträger zu melden. Gibt es wirklich keine Möglichkeit, dies irgendwie richtigzustellen? Wieso gibt es eigentlich Lohnprüfungen? Müsste sowas nicht eigentlich dort auffallen?

von
öha

Zitiert von: Thomas B.

...hatte ich dem Anbieter mein sozialversicherungspflichtige Einkommen für das Jahr 2008 gemeldet, welches ich der elektronischen Lohnsteuererklärung meines Arbeitgebers entnommen hatte. ...

Mit der Lohnsteuerbescheinigung haben Sie Ihrem Anbieter Daten preisgegeben, welche den gar nichts angehen :-D

Warten Sie doch einfach auf das jeweilige Frühjahr und legen Sie die 'Meldung zur Sozialversicherung' vor, dann ist Ihr SV-pflichtiges Entgelt 1:1 richtig und die Rate kann 'zulagenoptimiert' berechnet werden.

Experten-Antwort

Hallo Thomas B.,

bitte führen Sie aufgrund des geschilderten Sachverhaltes eine direkte Klärung mit der Zulagenstelle unter Zusammenwirkung mit Ihrem Arbeitgeber herbei.
In diesem Forum haben wir aus Datenschutzgründen keine Möglichkeit Ihren Einzelfall genauer einzuschätzen und damit eine Überprüfung im Detail vorzunehmen.

von
Lorenz

wegen 85 Cent so ein Theater. Unglaublich welche Probleme einige Leute haben. Andere kämpfen um ihre Rente und wissen nicht mehr ein und aus , sind schwerst krank und der andere macht sich einen Kopf wegen sagenhaften 85 Cent.

von
Thomas B.

Es wäre nett, wenn hier Leute zur Sache schreiben würden.

Also ich habe gerade eine e-mail meines Arbeitgebers bekommen. Es geht nun um folgendes: Aufgrund eines Gerichtsurteiles wurde mir für das Jahr 2008 im Jahr 2010 mehr Lohn zugesprochen und auch im Jahr 2010 bezahlt. Dies hat dann der Arbeitgeber auch dem Rentenversicherungsträger gemeldet. Daher liegt der Zulagenstelle nun ein höheres sozialversicherungspflichtiges Einkommen vor. Dies konnte ich aber im Jahre 2009 noch nicht wissen, da das Gerichtsurteil erst im Jahre 2010 rechtskräftig wurde.

Es ist mir klar, dass 0,85 Cent nicht sehr viel Geld ist. Aber dass Problem bei mir ist, dass mein Arbeitgeber auch Lohn für das Jahr 2009 und 2010 nachzahlen musste. Und dann hätte ich ich den Mindesteigenbeitrag sowohl im Beitragsjahr 2010 als auch 2011 nicht erreicht und es würde um mehr als um die 0,85 Cent gehen.

Kann man denn nicht im nachhinein den Mindesteigenbeitrag nachzahlen?

von
Thomas B.

Im letzten Jahr wurde ja das EStG geändert. Wäre nicht § 52 Abs. 63b EStG eventuell eine Rechtsgrundlage für das Nachzahlen des Mindesteigenbeitrages?

http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__52.html

von
Frau Geiss-Lein

Hallo Fragender!

Erst einmal: Ich bin ein absoluter Neuling in diesem Forum, und es kommt mir so vor, dass Sie doch -da Sie soviel Gesetze zitieren können und wo man was findet- anscheinend doch sehr belesen sind...

Mein -laienhafter- Vorschlag nun an Sie:

warten Sie doch erstmal ab...vllt. kommen ja noch mehr E-mails von Ihrem Chef zusammen, dadurch ändert sich für die Experten hier ja jedesmal der Sachverhalt..was sollen die dann machen?

Sammeln Sie doch erstmal weiter E-mails und sich selber n bissken, eh Sie hier "die Pferde scheu machen".

MfG...
...Geiss-Lein :)