Riester-Zulagen im öffentlichen Dienst zum Zweiten

von
smogman

Hallo liebe Forumsteilnehmer,

ich erhielt kürzlich Unterlagen zur Beantragung der "Riester-Förderung innerhalb der Pflichtversicherung der betrieblichen Altersvorsorge für das Jahr 2008".

Mein letzter Beitrag wurde leider nicht vollständig beantwortet (Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche.
Meine Frage(n) dazu:

1.) Bekomme ich durch die Beitragszahlungen in die Zusatzversorgungskasse die Förderungen quasi "geschenkt"?

2.) Oder muss ich trotzdem noch mindestens zusätzlich den Sockelbetrag einzahlen?

3.) Wenn ich tatsächlich keine Zusatzbeiträge bezahlen muss, wieso findet man dann nirgends einen schnell abrufbaren Tipp dazu?

4.) Habe ich durch die Förderung Nachteile in der Auszahlungsphase der betrieblichen Altersvorsorge hinsichtlich KV/PV oder Steuern?

Ich bedanke mich bereits im Voraus für sachkundige Antworten!

von
Schiko.

Habe Ihre früheren Ausführungen gelesen, meine Meinung nicht kundgetan da schon "Tschacka" Stellung bezog und dies
nicht als weiterer Beitrag zum Thema, sondern als Kritik an den
Antwortenden meist ausgelegt wird.

Jetzt auch meine Stellungnahme:

Es sind zur Erlangung einer Zulage zu hundert Prozent in 2008
vier Prozent aus dem Jahresbrutto des Vorjahres aufzubringen.
Ist das Einkommen so gering, dass der Betrag von vier Prozent unter-
schritten wird sind mindestens im Jahr 60 Euro als Eigenleistung auf-
zubringen, Zusatzbeiträge sind erlaubt, bringen aber nichts.

Für die Berechnung gilt nicht die Zusatzversicherung als Maßstab, sondern das sozialversicherungspflichtige Einkommen .

Es besteht also kein Nachteil in der Auszahlungsphase der betrieblichen
Altersvorsorge dadurch.
Die Riesterrente unterliegt nicht den Beitrag Kranken/Pflegeversicherung,
die späteren monatlichen Rentenbeträge sind voll steuerpflichtig.

Was nichts anderes heißt, der steuerpflichtige Teil der Rente, in 2040 zu
100 %, der Ertragsanteil einer Zusatzrente oder Privatrente, bei der
Betriebsrente Vollversteuerung minus Versorgungsfreibetrag und die
Riesterrente sind steuerpflichtig.

Immer natürlich zu berücksichtigen, das Existenzminimum von 7834/15668, ab 2010 8004/ 16008 led./vh., wird sicher laufend erhöht.
Absetzbare Freibeträge für Kranken/Pflegeversicherung. derzeit 10,15%
aus Brutto verändern diese Summen aus den Bruttorenten nach oben ent-
sprechend.
Immer wieder mein Hinweis, b is zu 5069/ 10138 led.vh. können bei Nachweis das zu versteuernde Einkommen senken.

Mit freundlichen Grüßen.

von
smogman

Hallo schiko, vielen Dank für die ausführliche Antwort zu später Stunde! Für jemanden, der sich mit Steuern nicht sonderlich gut auskennt ist das trotzdem sehr schwer nachvollziehbar.

Für mich stellt sich nach wie vor die Frage der Quintessenz. Die 60 Euro erreich ich problemlos durch die gezahlten Beiträge in die Zusatzversorgungskasse, das Maximum muss es ja nicht unbedingt sein.

Also bekomm ich die (anteiligen) Zulagen tatsächlich geschenkt? Irgendwie scheinen das im öffentlichen Dienst nicht viele zu wissen, oder ich hab es immernoch nicht kapiert! Weil ja auch die Rede von einem Riester-Vertrag war!?

von
Schiko.

Auch Sie haben zu später Stunde promt und richtig rea-
agiert, Respekt.

Will noch ergänzen-auch dies
wissen viele nicht-unter Um-
ständen kommen neben den
Zulagen auch noch Steuer-
vorteile hinzu.
Dies ist auch der Grund warum
bei der Auszahlung die Rente
später steuerpflichtig ist.

MfG.

von
Mani

Hallo Schiko, wenn es eine Betriebsrente ist, dann besteht immer eine Beitragspflicht für die Krankenversicherung bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Und bei Betriebsrenten ist dies auch der volle Beitragssatz zuzügl. Pflegeversicherung.

von
Schiko.

Dies ist klar, habe es hier
schon oft rechnerisch in
Beispielen mit Zahlen belegt.

MfG.

von
Mani

Hallo Schiko: Sie schreiben: Es besteht also kein Nachteil in der Auszahlungsphase der betrieblichen
Altersvorsorge dadurch.
Die Riesterrente unterliegt nicht den Beitrag Kranken/Pflegeversicherung,
die späteren monatlichen Rentenbeträge sind voll steuerpflichtig. Wenn also die Riesterrent als Betriebsrente gilt, so unterliegt sie ja der Krankenversicherung.
Mit freundlichen Grüße

von
Wolfgang

> ...wenn es eine Betriebsrente ist, dann besteht immer eine Beitragspflicht für die Krankenversicherung...

Auch wenn der Rentner privat krankenversichert ist ? ;-)

Gruß
w.

Experten-Antwort

Grundsätzlich können sie Ihre Beitragshöhe frei bestimmen. Für die volle staatliche Förderung gibt es einen gesetzlich festgelegten Mindesteigenbeitrag. Dieser richtet sich nach dem Familienstand, der Anzahl der kindergeldberechtigten Kinder und der Höhe der aufgewendeten Beiträge. Die Höhe der Sparleistung ( Eigenbeitrag plus Zulage ), die Sie pro Beitragsjahr aufwenden müssen, um die volle staatliche Förderung zu erhalten, beträgt seit dem Jahr 2008 vier Prozent Ihres maßgebenden Vorjahreseinkommens. Ein zusätzlicher Sockelbetrag ist nicht notwendig. Natürlich können Sie auch geringere Beiträge einzahlen. In diesem Fall erhalten Sie die Riesterförderung anteilig.

Zu bedenken ist, dass Betriebsrenten später voll steuerpflichtig sind. Zudem sind darauf volle Beiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung fällig.

von
Mani

Hallo Wolfgang,
Ist mir ganz neu das ein privat Krankenversicherter auf seine Betriebsrente Beiträge zur GKV entrichten muß. Wo steht dass den bitte?

Mit freundlichen Grüßen

von
Schiko.

Entschuldigung, bin davon ausgegangen:

Gesetzliche Rente, Betriebs-
rente und zusätzlich als 3.
Standbein eine extra Riester-
rente.
Und da meinte ich, die Riester
rente beinflusst die Beitrags-
abführung Kranken/Pflegeversicherung
für die Betriebsrente nicht.

MfG.