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Riester Zulagenberechtigung

von
Christoph Ewers

Liebe Experten,

kurz vor Geburt unseres vierten Kindes hat meine Frau im Jahr 2003 einen Riester-Vertrag mit dem Mindestbeitrag von 60 EURO im Jahr abgeschlossen. Durch die Kindererziehungszeit war sie ab Geburt 36 Monate lang unmittelbar förderberechtigt. Leider haben wir nicht registriert, dass die Förderberechtigung danach ausläuft und meiner Frau bei fehlender Berufstätigkeit die Förderung nur dann als mittelbare zulagenberechtigte Person zusteht, wenn ich als Ehemann einen Riestervertrag abschließe. Wir hatten das "Kleingedruckte" nicht gelesen. Auch unser Versicherer hat nicht reagiert. Er hat uns erst im Jahr 2011 informiert, als die ZfA für die Jahre 2007 bis 2010 die Rückzahlung der Zulage gefordert hat - verweist aber nun eben auf dieses "Kleingedruckte". In 2011 habe ich dann einen Riestervertrag abgeschlossen, um zukünftig die Zulagen für meine Ehefrau zu sichern. Meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit, die Zulagen für die Jahre 2007 - 2010 doch noch zu retten?

Herzliche Grüße
C. E.

Experten-Antwort

Hallo Christoph Ewers,

sofern Ihre Ehefrau von 2007 - 2010 nicht selbst Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, entfällt die unmittelbare Zulagenberechtigung.
Ein rückwirkender Vertragsabschluss für Sie als Ehemann und somit eine rückwirkende mittelbare Zulagenberechtigung für Ihre Ehefrau ist leider nicht möglich.
Daher stehen Ihrer Frau die Zulagen für die von o.a. Jahre leider nicht zu und wurden zu Recht zurückgefordert.
Inwieweit das "Kleingedruckte" im Vertrag Ihres Anbieters rechtlich zulässig ist, kann von hier nicht geklärt werden.