Riester-Zulagen/Wohnförderkonto bei Widerruf eine Immobiliendarlehens

von
SmithA

Hallo,
ich hoffe, hier kann mir jemand weiterhelfen. Ich habe einen - ja zugegeben - verzwickten Fall und irgendwie kann mir keiner weiterhelfen.

Ich habe - zusammen mit dem Darlehen für unser Haus - ein Bauspardarlehen abgeschlossen.
Nun ist es so, dass ich aufgrund von Fehlern im Vertrag diesen widerrufen kann (gerichtliches Urteil). Meine Fragen, die sich hieraus ergeben:

1. Was passiert in dem Fall mit dem Bausparvertrag? Soweit ich gelesen habe, ist dieser separat abgeschlossen und bleibt erhalten.

2. Ich müsste per sofort das Bankdarlehen zurückzahlen. Hierfür ist das Geld auch vorhanden. Das Guthaben aus dem Bausparvertrag (BSV) kann ich leider hierfür nicht nutzen, da ich diesen ja jetzt noch nicht auflösen kann. Jedoch kann ich - wenn dann der BSV zuteilungsreif ist, diesen nehmen (nur das Guthaben; kein Darlehen) und damit den zweiten, weiteren Kredit bei der KfW zurückzahlen. Somit wären die Fördervoraussetzungen erfüllt.

3. Was würde passieren, wenn ich den BSV einfach kündige? Mir ist klar, dass ich dann die Zulagen nicht erhalte. Diese würden dann vom Bausparguthaben wieder abgezogen. Vorteil wäre, dass diese auch nicht auf das Wohnförderkonto gehen und mit jährlich 2% Erhöhung belastet würden.

Was aber ist mit dem Steuervorteil, den ich ja bereits durch meine Steuererklärung jährlich genutzt habe? Bleibt das auf dem Wohnförderkonto oder muss ich dies per sofort zurückzahlen? Wo kann ich diesen einsehen (also den Stand des Wohnförderkontos).

Ich weiß, dass sind schon sehr spezielle Fragen. Daher ist meine Hoffnung auch gering, dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Aber bisher konnte mir ohnehin keiner so richtig helfen.

Danke schon mal!

von

Zitiert von: SmithA
Hallo,
ich hoffe, hier kann mir jemand weiterhelfen. Ich habe einen - ja zugegeben - verzwickten Fall und irgendwie kann mir keiner weiterhelfen.

Ich habe - zusammen mit dem Darlehen für unser Haus - ein Bauspardarlehen abgeschlossen.
Nun ist es so, dass ich aufgrund von Fehlern im Vertrag diesen widerrufen kann (gerichtliches Urteil). Meine Fragen, die sich hieraus ergeben:

1. Was passiert in dem Fall mit dem Bausparvertrag? Soweit ich gelesen habe, ist dieser separat abgeschlossen und bleibt erhalten.

2. Ich müsste per sofort das Bankdarlehen zurückzahlen. Hierfür ist das Geld auch vorhanden. Das Guthaben aus dem Bausparvertrag (BSV) kann ich leider hierfür nicht nutzen, da ich diesen ja jetzt noch nicht auflösen kann. Jedoch kann ich - wenn dann der BSV zuteilungsreif ist, diesen nehmen (nur das Guthaben; kein Darlehen) und damit den zweiten, weiteren Kredit bei der KfW zurückzahlen. Somit wären die Fördervoraussetzungen erfüllt.

3. Was würde passieren, wenn ich den BSV einfach kündige? Mir ist klar, dass ich dann die Zulagen nicht erhalte. Diese würden dann vom Bausparguthaben wieder abgezogen. Vorteil wäre, dass diese auch nicht auf das Wohnförderkonto gehen und mit jährlich 2% Erhöhung belastet würden.

Was aber ist mit dem Steuervorteil, den ich ja bereits durch meine Steuererklärung jährlich genutzt habe? Bleibt das auf dem Wohnförderkonto oder muss ich dies per sofort zurückzahlen? Wo kann ich diesen einsehen (also den Stand des Wohnförderkontos).

Ich weiß, dass sind schon sehr spezielle Fragen. Daher ist meine Hoffnung auch gering, dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Aber bisher konnte mir ohnehin keiner so richtig helfen.

Danke schon mal!

Fragen zu einem Bausparvertrag und zu Steuern in einem Rentenforum?
Die Not muß groß sein aber konkrete Hilfe können Sie hier nicht erwarten.

Experten-Antwort

Sehr geehrter Herr Smith,
bei der ersten Frage kommt es auf die Vertragsgestaltung an.
Falls es sich um eine eigenständigen Bausparvertrag handelt bleibt dieser bestehen und kann weiter laufen und gefördert werden.
Zur 2 Frage ist festzustelle, dass mit dem Bausparvertrag das Baudarlehen gegebenenfalls zurückgezahlt werden kann, falls es sich um bei neuen Darlehen um ein Riesterdarlehen handelt.
Diese Darlehen wird dann in das Wohnförderkonto eingestellt und gdördert.
Dabei wird eine fiktive jährliche Verzinsung von 2% für die Ermittlung der Besteuerung berechnet. Falls es kein Riesterdarlehen ist wäre es eine schädliche Verwendung und die Zulagen und die Steuerersparnis ist zurückzuzahlen.
Zur 3 Frage: Wenn Sie den Bausparvertrag kündigen wird sowohl die Zulage als auch die Steuerersparnis von der ZfA zurückgefordert.