Riesterbeitrag bei nebenberuflicher Tätigkeit

von
Arbeitnehmer

Hallo zusammen!
Ich bin Angestellter im öffentlichen Dienst und habe einen Riestervertrag. Für diesen gebe ich jedes Jahr mein rentenversicherungspflichtiges Einkommen des Vorjahres, damit mein monatlicher Beitrag von der Riester-Versicherung bestimmt werden kann.
Im vergangenen Jahr hatte ich aber ein zusätzliches steuerfreies Nebeneinkommen (im Rahmen des Übungsleiterfreibetrags/Übungsleiterpauschale) in Höhe von 2400 €.
Muss ich diesen Betrag nun zu meinem hauptberuflichen Einkommen hinzurechnen? Oder spielt das steuerfreie Nebeneinkommen für die Ermittlung des Riester-Beitrags keine Rolle?
Da von der korrekten Angabe des rentenversicherungspflichtigen Jahreseinkommens für die Riester-Versicherung auch die staatliche Zulage abhängt, würde ich mich sehr über eine kurze Erklärung freuen!
Vielen Dank bereits im Voraus für Ihre Unterstützung!
Viele Grüße!

Experten-Antwort

Hallo Arbeitnehmer,

die Berechnungsgrundlage für die Bestimmung des Mindesteigenbetrags, um bei Riester-Verträgen die maximale staatliche Förderung zu erhalten, sind die beitragspflichtigen Einnahmen des vorangegangenen Kalenderjahres im Sinne des SGB VI (6. Sozialgesetzbuch).

Es ist daher in Ihrem Fall nur auf die Einnahmen abzustellen, die im Rahmen des sozialrechtlichen Meldeverfahrens an den zuständigen Träger der gesetzlichen Rentenversicherung gemeldet werden.

Ein steuerfreies Einkommen, welches unter die Übungsleiterpauschale fällt, wäre somit nicht zu berücksichtigen.

Mit freundlichen grüßen
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Arbeitnehmer

Vielen Dank für Ihre sehr kompetente und hilfreiche Antwort!

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