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Riesterförderung, Elterngeld, Sonderausgaben

von
Lars S.

Sehr geehrtes Expertenteam, ich möchte für die kommenden Jahre den Eigenanteil der Riesterrente meiner Frau (eigener Vertrag)und mir optimieren.
Dazu: Ich bin verheiratet, ein Kind (Nov 2008), zusammenveranlagt. 2008 hatten wir beide ein rentenversicherungspflichtiges Einkommen. 2009 bin ich ausschließlich berufstätig und während meine Frau Elterngeld erhält.
Ich möchte gerne für jeden von uns 2100 Euro Sonderausgaben als Abzug in der EkStErkl geltend machen und beabsichtige 2009 jeweils 1646 &#8364; (2100 - 154 - 300) als Eigenbeitrag zu zahlen.
Zu den Fragen:
1. Welchen Einfluß hat das Elterngeld auf die Förderbeiträge (Berechnungsgrundlage)?
2. Meine Frau zahlt beim Bezug von Elterngeld keine Lohnsteuer, jedoch werden die Zahlungen progessiv meinem Einkommen hinzugerechnet (erhöht den Steuersatz). Kann ich dadurch Ihre Beiträge über mein Einkommen steuerlich mindernd berücksichtigen?
3. Welche Eigenbeiträge sollte meine Frau und ich jeweils zahlen, um die maximale steuerliche Förderung zu erreichen, wenn meine o.a. Annahme nicht zutrifft?
Vielen Dank.

von
Falsches Forum

Das scheint eher ein Fall für Ihren Steuerberater zu sein.

von
pro-fess-or

Hallo,
also nur so am Rande eine Frage von mir:
Glauben Sie im Ernst, dass Sie die vom Staat gezahlten Zulagen von 154 und 300 Euro als Sonderausgaben von der Steuer abziehen können??

von
Lars S.

Sorry, aber dieser Kommentar ist weder hilfreich noch zielführend. Für diejenigen, die sich ernsthaft mit einem Riesterprodukt beschäftigen, kann (neben der staatlichen Zulage) der steuerliche Aspekt, das entscheidende Kaufkriterium sein. Und da wir hier unter anderem in einem Forum für Riesterrenten posten, muss die Frage der steuerlichen Handhabung gestattet sein. Vielen Dank für Ihr Verständnis

von
Lars S.

Das hatte ich zuerst auch gedacht, aber laut dem Riester-Rechner auf dieser Web-Site ist das so. Sollte ich mich irren bzw. dieser Rechner hier einen Bug haben, wäre ich für Aufklärung seitens eines Experten sehr dankbar.

von
Schiko.

Ich will es wagen, eine antwort zu geben, auch wenn
meine besonderen freunde hier
schon in den schützengraben
stehen.

Gerade die adventszeit eignet
sich zu freundlichen umgang
mit anderen menschen.

Zu1) Elterngeld ist keine grund
lage für einen riestervertrag.

Zu 2) Es ist richtig, elterngeld
ist steuerfrei, erhöht aber
den prozentsatz der steuer
für das steuerpflichte arbeits-
einkommen(progressionsvor-
behalt) das sie erzielen.

Hat die ehefrau als mittelbar
begünstigte ein eigenen ver-
trag abgeschlossen sichert sie
sich die grundzulage von 154
euro.Den abzug von 2.100
als höchstmöglichen sonder-
ausgaben abzug gibt es nur einmal.
Und zwar bei 52.500 brutto
zu 4% ergibt 2.100.-
Ist das jahreseinkommen des
vorjahres geringer, entsprech-
end weniger anerkannte sonderausgaben.
Der sich ergebende steuervor-
teil verringert sich um die
zulagen von 154 + 154+300,
insgesamt 608.
Kenne die höhe des eltern-
geldes nicht, deshalb kann es
steuerlich nicht berücksichtigt
werden.

52.500 ergeben bei 19,90 %

10.448 rv.beitrag mit 66 %
06.896 ausgangspunkt minus
0.5.224 AG.beitrag (10448)
0.1.672 absetzbarplus
0.3.000 kranken/pfl.vers.
0.0.920 we.kostenpausch.
0.0.072 so.ausgabenp.
0.5.664 ./. 52.500 sind
46.836 steuerpfl.7.618 St.
02.100 riesterbeitrag sind
44.736 steuerpf, 7.018 St.
Dieser steuerliche gewinn von
600 wird durch 608 zulagen
hinfällig.
Die ehfrau erhält 154 + 300
zulagen gutgeschrieben, der
ehemann folglich nur 154,
die eigenleistung 1946 euro.

MfG.

von
Farin

Unsinn!

Experten-Antwort

Hallo Lars,
zuerst einmal Sorry für die verspätete Expertenantwort und noch einen verspäteten Glückwunsch zur Geburt Ihres Kindes.
Wie Sie sehen ist das alles doch nicht so einfach zu erklären. Schiko hat es zwar größtenteils versucht, hier ist aber ein entscheidender Fehler unterlaufen. Solange Ihre Frau das Kind erzieht, hat sie (in der Regel) Anspruch auf Kindererziehungszeiten für die nächsten drei Jahre. Solange ist sie unmittelbar (!) riesterberechtigt.
Außerdem ist auch Ihnen in Ihrer Anfrage ein Gedankenfehler unterlaufen. Sie schreiben, dass Sie beabsichtigen jeweils 1646,- EUR als Eigenbeitrag zu zahlen. Die 300,- EUR für das Kind dürfen aber nur einmal abgezogen werden und nicht bei Ihnen und nochmals bei Ihrer Frau.
Rechnen Sie, mit diesen neuen Erkenntnissen, doch in Ruhe nochmals alles durch. Sofern Sie dann weitere Fragen haben: Sie wissen ja, wo Sie &#34;uns&#34; erreichen....

von
Wolfgang

Lieber Herr Schiko.,

nur mal so am Rande, ich verfolge Ihre Beiträge schon eine Weile. Und dabei fällt mir auf, dass Ihre Texte nach so etwa ;-) 5 7/8 Buchstaben immer einen Zeilenumbruch haben, der die Augen beim Lesen doch extrem springen lässt. Verwenden Sie ein externes Prog. zum Antworten ? (oder &#39;entern&#39; Sie gar auf dem Handy, Palm oder was auch immer, bevor der Bildschirm &#39;endet&#39; ;-)

Schauen Sie mal nach/konfigurieren Sie neu, es ist lesefreundlicher, in &#39;ganzen&#39; Zeilen Ihre zu lesen.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Gestatten Sie mir bitte auf Ihre Anfrage mit einer zweiten Expertenantwort noch etwas eingehender einzugehen.

Zu der Frage 1:

1. Das Elterngeld ist keine maßgebende Einnahme. Eine Berücksichtigung im Rahmen der Mindesteigenbeitragsberechnung erfolgt daher nicht.

Anmerkung:
Für Ehegatten, bei denen die Voraussetzungen für die Zusammenveranlagung vorliegen und die beide unmittelbar begünstigt sind, ist die Begrenzung auf den ab dem Veranlagungsjahr 2008 geltenden Höchstbetrag von 2.100,00 &#8364; jeweils gesondert vorzunehmen. Ein nicht ausgeschöpfter Höchstbetrag eines Ehegatten kann dabei nicht auf den anderen Ehegatten übertragen werden.

Sofern eine Kindererziehungszeit anerkannt wird, ist Ihre Frau für die nächsten drei Jahre unmittelbar riesterberechtigt. Für die Anerkennung als Kindererziehungszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung bedarf es einer entsprechenden Antragstellung. Unsere Auskunfts- und Beratungsstellen sind Ihnen beim Ausfüllen der Antragsunterlagen gerne behilflich.

Zu den Fragen 2 und 3:
2. Die Fragen nach den konkreten Auswirkungen zu Art und Höhe möglicher steuerlicher Entlastung im Einzelfall durch den Abzug von Sonderausgaben bei Riesterrenten ( hier: bei maximaler jährlicher Einzahlung ) bitten wir mit ihrem Finanzamt, Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein zu klären. Die Beantwortung dieses konkreten Anliegens ist uns nicht möglich.
____________
Zum Verständnis:
Die auf dem Altersvorsorgevertrag eingehende Sparleistung soll im Jahr 2009 4 % der beitragspflichtigen Einnahmen des Zulageberechtigten betragen. Sie setzt sich zusammen aus den geleisteten Eigenbeiträgen und den staatlichen Zulagen, d.h. der Zulageberechtigte braucht die erforderliche Sparleistung nicht alleine aufzubringen.

Dies bedeutet:
Ehemann (weiterhin berufstätig): Bruttojahreseinkommen 2008
davon 4% , minus Grundzulage 154,-&#8364; = Mindesteigenbeitrag in 2009
Der Eigenbeitrag kann bis maximal 1.946-&#8364; gefördert werden.
Abziehbare Sonderausgaben ( 1.946,-&#8364; + 154,-&#8364; ) dann 2.100,- &#8364;

Ehefrau ( in Kindererziehung ): Bruttojahreseinkommen 2008
davon 4 %, minus Grundzulage 154,-&#8364; und
minus Kinderzulage 300,-&#8364;
= Mindesteigenbeitrag ( mind. Sockelbeitrag 60,-&#8364; jährlich ).
(Die Kinderzulage kann durch gemeinsame Erklärung beim Anbieter auch auf den Vertrag des Ehemanns fließen.) Ab dem Jahr 2010 wäre die Zahlung des Sockelbeitrages von 60,- &#8364; jährlich ausreichend, sofern wegen der Kindererziehung weiterhin keine Berufstätigkeit ausgeübt wird.
Wenn sie einen höheren Betrag als 60,- Euro in den Riestervertrag einzahlen möchten ist dies grundsätzlich möglich. Auch hier kann ein Eigenbeitrag bis maximal 1.646,-&#8364; gefördert werden, die steuerlichen Auswirkungen allerdings können wir Ihnen nicht berechnen.