Riestern bei AL o. Leistungen

von
Dieter

Guten Tag!

Die Situation:
- seit 2004 arbeitslos ohne Leistungsbezug (bei BA gemeldet),
- Unterhalt (Existenzsicherung) wird durch Eltern gewährleistet
- keine Steuererklärungen vorhanden, Steuerkarten sind nicht ausgefüllt

Ziel:
- maximale Förderung bei Riestersparen erhalten durch Zahlung des jährlichen Sockelbeitrags von 60,00€

Fragen:
Stimmt es, dass Riestersparen möglich ist?
Welche Unterlagen brauch wer von wem, um das o.g. Ziel zu erreichen?
Was ist noch zu beachten?

Vielen Dank im Voraus!

von
Steffen

Hallo Dieter,

Sie sind den unmittelbar riesterberechtigten gleichgestellt. Sie brauchen lediglich einen zertifizierten Altersvorsorgevertrag. Das Bedingungswerk sollte die Zahlung des Sockelbeitrages zulassen (60 € im Jahr). Sofern Sie im Vorjahr kein rentenversicherungspflichtiges Einkommen oder Soziallleistungen bezogen haben, sollte der Sockelbeitrag nämlich ausreichend sein. Viele Anbieter verlangen leider einen höheren Beitrag als Mindestbeitrag. Der Zulagenantrag wird mittlerweile gleich mit dem Versicherungsantrag als Dauerzulagenantrag gestellt.

Viele Grüße

von
Schade

um überhaupt gefördert zu werden müssen Sie pflichtversichert sein oder mit einem pflichtversicherten Ehepartner verheiratet sein.

Sind Sie das?

Wenn nein, können Sie zwar beliebig viel sparen, erhalten aber keine Riesterzulagen.

von
Dieter

Zusatzinfo:
Bin ledig und freiwillig KV, RV Status unbekannt. Seitens der BA wird die Zeit der AL jährlich an die DRV gemeldet.

Fragen:
Woran erkannt man Status in der RV?
Nochmal:Welche Unterlagen brauch wer von wem, um zu riestern? Konkret: Wie wird in meinem Fall das Einkommen ermittelt und von wem?

von
Schade

somit sind Sie nicht pflichtversichert!

Für weitergehende Fragen Fragen empfehle ich ein Beratungsgespräch bei der nächsten Beratungsstelle der RV.
Dort werden Sie umfassend informiert.
Als "hauptberuflicher Sohn" sollten Sie die Zeit dafür erübrigen können, oder?

von
Dieter

Termin steht bereits!

Information im Vorfeld, kann ja nicht schaden.

Was soll dieser Ton?
Insbesondere wenn man den Hintergrund nicht kennt.
Also wohl etwas im Ton vergriffen, oder?

Experten-Antwort

"Riesterförderung erhält, wer in der Bundesrepublik Deutschland unbegrenzt steuerpflichtig ist, einen zertifizierten Altersvorsorgevertrag hat, seinen Mindesteigenbeitrag leistet und vor allem zum förderberechtigten Personenkreis gehört."
Zum förderberechtigten Personenkreis gehören insbes.
- alle in der gesetzlichen RV pflichtversicherten Personen
- Bezieher von Sozialleistungen
aber auch
- Empfänger von Arbeitslosengeld I oder II, wenn dieser Anspruch wg. fehlender Bedürftigkeit RUHT.
( besteht kein Anspruch aus anderen Gründen, besteht auch keine Förderberechtigung).

Die volle Förderung erhält, wer seinen Mindesteigenbeitrag leistet, der sich aus dem Einkommen des Vorjahres errechnet.
Nachdem "Dieter" nach seinen Angaben kein Vorjahreseinkommen hat, wäre von ihm der sog. Sockelbeitrag in Höhe von 60.-- EUR für 2008 zu tragen.
Die Zulage wird von der "Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen( ZfA)" errechnet und an den Anbieter überwiesen.
Diese Zulage muss allerdings beantragt werden, zweckmäßigerweise über mit einem sog. Dauerzulagenantrag über den Anbieter.
In dem Antrag für 2008 muss die Frage über Art und die Höhe des Vorjahreseinkommen verneint werden.