Riesterrente

von
Gerhard

Habe heute eine Riesterrente bei der Debeka abgeschlossen. Bin Erwerbsunfähigkeitsrentner mit 1034 Euro Bruttorente. Zahle monatlich ca. 28 Euro ein und bekomme in 25 Jahren etwa 90 Euro Rente. Kann es jedem auch Erwerbsminderungsrentner empfehlen eine Riesterrente abzuschließen. Ist nicht die Welt was da an Rente rauskommt. Aber ein gewisses Zubrot ist es auch. ich finde es gut, daß nun auch Erwerbsminderungsrentner Zulagenberechtigt sind
Gruß
Gerhard

von
Nix

Wenn Sie 25 Jahre bis zur Altersrente Zeit haben, hätten Sie auch einfach einen guten Aktienfonds besparen können.
Damit wären Sie besser weggekommen.

Nix

von
Gerhard

Von Aktien und Aktienfond würde ich momentan generell abraten. Habe selbst mal in Aktien und Aktienfonds investiert . Den Fond den ich gehabt habe steht noch genauso wie vor 3 Jahren. Wenn man die Gebühren abzieht, kommt man auf einen Verlust. In der Zwischenzeit habe ich schon reichlich Zinsen kassiert. Auch muß man daß momentane Umfeld von Aktien beachten. Durch die Finanzkrise ist in den nächsten Jahren nicht mit steigenden Aktienkursen zu rechnen. Im Gegenteil. Es wird durch dramatische Umbrüche in den globalisierten Weltwirtschaft gekennzeichnet sein. Zwar werden immer wieder Vergangenheitsrenditen der Aktien hergenommen, aber dies sagt noch nichts über die Zukunft aus. Ich würde nur jemanden Aktien und Aktienfonds empfehlen der durch Immobilien und sonstige Anwartschaften ein sicheres Polster fürs Alter hat. Auch würde ich Aktien nicht mehr als Langfristanlage nehmen, sondern nur zum spekulieren , da sich die Schwankungsbreite im Aktienbereich ausgedehnt hat. ( möchte nur an den Crash an den neuen Markt erinnern)
Gruß Gerhard

von
Nix

Leidern haben Sie uns nicht verraten, wie alt Sie sind. Da Sie aber schreiben, noch über 19 Jahre Zeit zu haben bis zur Altersrente, sind Ihre Bedenken gegen gute Aktienfonds, die langfristig - und 19 Jahre sind langfristig- Renditen über 10% bieten. Nehmen Sie breit streuende Aktienfonds für Europa oder weltweitstreuende Fonds.
Leider gibt es in diesem Forum immerwieder sogenannte Besserwisser, welche mit Verweis auf den Neuen Markt, den es in der ursprünglichen Zusammensetzung der Anfänge nicht mehr gibt, von sich behaupten, sich bei Aktienfonds/Aktien etc gut auszukennen.
Glauben Sie mir, mit einem breitstreutenden Aktienfonds wie Templeton Grwoth, Fidelity European Growth, Fidelity International-Fund, M&G Global Basics und es gibt noch viele andere, die ihre Arbeit gut machen, wären Sie besser gefahren als mit Riesterrentenprodukten.
Was die von Ihnen angesprochenen Gebühren angeht, kann ich Ihre Bedenken auch nicht teilen. Bei zahlreichen Discountbrokern bekommt man - zwar mit dem Hinweis: Keine Beratung! - immerhin die besten Aktienfonds - regelrecht "in den Mund gelegt".

Nix

von
Gerhard

Ich bin 40 Jahre alt und seit 1996 in Rente. Beziehe neben der gesetzlichen Rente noch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung von 662 Euro. Mittlerweile habe ich auch noch etwa 350 Euro Kapitaleinkünfte im Monat. Bin singel und habe ein abbezahlte Eigentumswohnung. Schaun sie doch heute mal bei onvista rein was die Börse heute macht. Also ich könnte nicht mehr schlafen
Gruß Gerhard

von
Nix

Sie sind 40 Jahre alt.
Nehmen Sie einfach einen Ethna Aktiv E-Fund.
Der mischt ein bisschen Geldmarktpapiere.
Und mit 40 Jahren gehören Sie noch lange nicht zum alten Eisen. Ein bisschen mehr Risiko bei der Geldanlage sollten Sie sich schon eingestehen.
Meinen Sie, die Debeka legt das Geld anders an, um Ihnen die Rente später auszuzahlen?
Die nehmen Ihr Geld und investieren auch in Wertpapieren, kassieren die Gewinne ein und zahlen Ihnen dafür einen Hungerlohn als Zinsen aus.
Na dann haben Sie ja einen super Riestervertrag abgeschlossen. :-(

Nix

von
Gerhard

Falls die Börse noch weiterhin runtergeht,werde ich vielleicht mal einen Fond oder Aktien kaufen. Nächstes Jahr kommt es ja zur Abgeltungssteuer. Dies dürfen sie ja auch nicht vergessen. Da wird es ja noch unaktrativer in Aktien und Aktienfonds zu inverstieren
Gruß Gerhard

von
Nix

Ab 01.01.2009 wird es nicht unattraktiver in Fonds zu investieren. Sie müssen nur gezielter nach den besten Fonds mit gutem Fondsrating suchen, um möglichst lange darin zu bleiben.
Nehmen Sie einen Länderfonds Indien.
In den letzten 5 Jahren hat er - wegen der guten Börsenhausse 300% in 5 Jahren gebracht. Haben Sie ein Problem damit, 25% von diesem Gewinn an das Finanzamt abzugeben?
Der Rest, der Ihnen dabei übriggeblieben wäre, reicht doch aus, oder nicht?
Man muss wegen der Abgeltungssteuer nicht alszu schwarz sehen.
Nix

von
Gerhard

Deswegen sage ich ja, nicht alles auf eine Karte setzen. Wenn man genügend sicher vorgesorgt hat, ist es durchaus ratsam mit aktien zu spekulieren. Wenn sie einen Fond haben der 300 % gemacht hat ist es ratsam auch mal Gewinne mitzunehmen
und nicht erst warten bis dieser wieder unten ist. Wenn sie einen Riesterfondsparplan nehmen ist dies mir zu unflexibel
Gruß Gerhard

von
Nix

Bei EUR 350,-- Kapitaleinkünften monatlich können Sie durchaus etwas riskieren.
Die von Ihnen abgeschlossene DEBEKA-Riesterrente bringt nicht genug Rendite und Aktienfonds als Riestersparplan sind Ihnen zu wenig flexibel, obwohl die eigentlichen Renditebringer des Konzept.
Da muss man seine Risikoneigung ein wenig überprüfen, an Ihrer Stelle, denke ich.
Ein bisschen Aktienfonds vertragen auch Sie, sonst weiss ich nicht, was Sie mit Ihrem Anfangsbeitrag in diesem Forum bezwecken wollten. Werbung für die schlechte Debeka machen? :-)
Das kann es ja nicht gewesen sein.
Mit Riesterprodukten sollte man keine Werbung machen.
Diese bringen zu wenig Rendite. Und nur auf die Zulagen zu bauen, ist auch nicht klug.
Nix

von
Riester-Fan

Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer RICHTIGEN Entscheidung, @Gerhard! Ihren Ausführungen kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Gönnen wir User @Nix (und seinem Aktienfonds-Fan-Club) ruhig das Recht auf freie Meinungsäußerung. Da diese Herrschaften aber grundsätzlich alles besser wissen (wollen), lohnt sich keine Diskussion mit denen!

Kopf hoch und weiterhin viel Spass beim "Riestern"!

von
Maria L.

Hallo Gerhard,

woraus erzielen Sie 350€ Kapitaleinkünfte? Etwa aus festverzinslichen Wertpapieren? Diese sind nur so lange "sicher", bis der Emittent in Konkurs geht. Auch Staaten können in Konkurs gehen, auch unser Staat!

Gerade wegen der aktuellen Finanzkrise, die anscheinend noch lange nicht ausgestanden ist, und nach Ansicht mancher Ökonomen und Finanzmarktexperten in einer Weltwirtschaftskrise wie 1929 ff. enden könnte, würde ich aus Forderungspapieren konsequent aussteigen und in Sachwerte bzw. Produktivkapital einsteigen.

http://www.shz.de/artikel/article//boersen-experten-es-droht-ein-jahrhundertcrash.html

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/279/132040/1/

Aktien nur als "Spekulationsobjekte" zu sehen, ist falsch. Aktien sind Investitionen in die zukünftige Wertschöpfung von Unternehmen. Lesen Sie dazu noch diesen Beitrag von mir, falls Sie ihn noch nicht kennen:

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=90465&dekade=5

Die tatsächliche Inflation liegt heute schon weit höher, als offiziell zugegeben wird, und man muß kein großer Prophet sein, um weitere Steigerungen der Inflationsrate in den nächsten Jahren vorherzusehen. Inflation ist tödlich für Geldforderungen aller Art, dazu zählen festverzinsliche Wertpapiere ebenso wie Rentenanwartschaften oder nominale Zahlungsversprechen von Riester-Vertragsanbietern.

Rettung bieten aus meiner Sicht nur Sach- und Produktivkapital. Für die Altersvorsorge ist Ratensparen die sinnvolle Lösung, weil man dabei auch in einen Crash hinein- und wieder heraussparen kann. Das geht mit keiner anderen Anlageform.

Beschäftigen Sie sich doch mal mit dem Unterschied zwischen vermeintlicher Durchschnittsrendite (das sind die veröffentlichten Zahlen für Fonds, die beziehen sich immer auf Einmalanlagen) und effektiver Durchschnittsrendite (das ist die Rendite für Ratensparen, nennt sich "vorschüssiger Rentenendwert"). Durch den Cost-Average-Effekt erzielt man bei Ratensparen in volatile Fonds meist weit höhere eff. Renditen, als der Blick auf veröffentlichte Durchschnittsrenditen vermuten läßt. Z.B. kann man mit einem Fonds so auch Gewinn machen, wenn der Ausstiegskurs niedriger liegt als der Einstiegskurs. Das geht bei Einmalanlagen nicht, da ist man immer auf das richtige Timing angewiesen.

Die Formel für den vorschüssigen Rentenendwert finden Sie z.B. hier:

http://www.finanzuni.org/phpBB/viewtopic.php?t=50

Sie können auch den Sparplanrechner hier auf ihre-vorsorge.de nutzen, der kann allerdings nicht die Rendite berechnen, sondern nur das Endergebnis bei gegebener Rendite.

Gruß,
Maria L.

von
Nix

Nur für Mütter mit Kindern, bei denen die staatlichen (Kinder-)Zulagen den Eigenbeitrag übersteigen, sind Riesterprodukte rentabel.
Für den Normalsparer eignen sich je nach Risikoneigung reine Aktienfonds bzw. Mischfonds mit mehr oder weniger hohen Aktienanteil.Und wenn man gerade 40 Jahre alt ist, dann hat man auch genügend Zeit, eventuelle Verluste abzusitzen.
Merke: Hin und her macht Tasche leer.(Spruch für Aktienfondsanleger).
Gerade auch im Hinblick auf die von Ihnen in die Diskussion gebrachte Abgeltungssteuer ist Spekulieren hier nicht angebracht, sondern reines Valueinvestment angesagt.

Nix

Nix

von
Nix

Hallo Riester-Fan!
Riesterprodukte eignen sich für Mütter mit Kindern wegen der Kinderzulagen.

FÜR DIESEN PERSONENKREIS SIND DIESE PRODUKTE GUT UND RENDITETRÄCHTIG....WEGEN DER ZULAGEN.

Für ALLE ANDEREN sind Aktienfonds die bessere Alternative.

Denken Sie bitte an die Inflation! Da bringen nur Sachwerte etwas. Sachwerte sind Aktien von Unternehmen....Unternehmensbeteiligungen....sind die Zukunft, sonst ist irgendwann mal nicht nur die alte D-Mark nur 50 Euro-Cent wert sondern auch mit den paar Euros werden Sie in Zukunft nicht viel erreichen können im Alter.

Nix

von
Nix

Lebensversicherungsgesellschaften und auch Riesterrentenanbieter wurden seit 01.07.2008 verpflichtet, die Kosten und die Provisionen Ihrer Produkte im Produktangebot offenzulegen.

Vielleicht wird einer der Riesterfans und LV-Fans hier im Forum dann endlich einmal wach, welche Kosten er bereits in den ersten 5 Jahren seiner Beitragszahlung an den Versicherungsvertreter abdrückt, bevor er mit seinem Riester-oder LV-Vertrag überhaupt erstmal Kapital zur Seite legt, mit dem gewinnbringend gearbeitet werden kann.

Nix

von
Maria L.

Hallo Gerhard,

Da Sie freundlicherweise genaue Zahlen genannt haben, habe ich ein Rechenbeispiel gemacht, denn das ist meist einleuchtender als alle theoretischen Erörterungen.

Sie sparen derzeit 28 Euro Eigenbeitrag im Monat. Sofern Sie die volle Zulage bekommen, wären das nochmal 154 Euro : 12 = 12,83 Euro extra, also in Summe fließen 40,83 Euro im Monat auf Ihren Vertrag.

Daraus erwirtschaftet Ihr festverzinslicher Riester-Vertrag bei einer Garantie-Verzinsung von 2,25% in 25 Jahren: 16.068,60 Euro (kann man mit dem Sparplanrechner ausrechnen). Die Zahl ist hypothetisch, da in Wirklichkeit nur ein kleiner Anteil Ihrer Beiträge überhaupt verzinst wird, der Rest geht für die Kosten drauf.

Wenn Sie aus diesem Betrag 90 Euro Rente garantiert bekommen, wird Ihr Kapital bei 2,25% Verzinsung nach ca. 18 Jahren verzehrt (Vermögensverzehrrechner). Vermutlich haben Sie noch eines der besseren (= kostengünstigeren) Angebote erwischt. Wenn Sie länger als 18 Jahre nach Rentenbeginn noch leben, machen Sie so nach meiner überschlägigen Rechnung "Gewinn" - allerdings nur auf Basis dieser Magerverzinsung.

Wenn Sie jetzt stattdessen nur Ihren Eigenanteil von 28 Euro investieren, dann brauchen Sie nur 5% Rendite, um ohne die Zulage auf das etwa gleiche Sparergebnis zu kommen, nämlich 16.470,62 Euro, das Sie dann frei verwenden könnten ohne gesetzliche Einschränkungen.

Bei 6% Rendite kommen Sie auf 19.033,60 Euro,
bei 8% auf 25.628,02 Euro
und bei 10% auf 34.834,53 Euro, also schon mehr als doppelt so viel.

Entsprechend höher fiele dann auch eine Rente aus, wenn Sie z.B. bei Altersrenteneintritt den angesparten Betrag für eine Sofortrente gegen Einmalzahlung verwenden würden.

10% Rendite ist für Aktienfonds sehr konservativ gerechnet.

Ihr Riester-Vertrag ist somit nur rational, wenn Sie mit weniger als 5% Rendite bei einer alternativen Aktienfondsanlage rechnen. Wenn Aktienfonds in den nächsten 25 Jahren aber nur 5% Rendite abwerfen würden, dann wäre die Weltwirtschaft aber sehr am Boden, und vielleicht gäbe es Ihren Riester-Vertragspartner dann gar nicht mehr. Denn bei so niedriger Gewinnspanne (er investiert Ihr Riester-Geld schließlich auch in Aktien, um überhaupt Ihnen etwas davon abgeben zu können), wird Ihr Anbieter Schwierigkeiten haben, den Garantiezins von 2,25% + eigene Kosten + eigenen Gewinn zu erwirtschaften.

Die Inflation habe ich bei beiden Berechnungen nicht berücksichtigt, das gleicht sich im Vergleich dann aus. Vernachlässigt habe ich allerdings die steuerliche Situation, die aber sowieso niemand heute vorhersagen kann. Riester muß zu 100% versteuert werden, ob die persönliche Steuerquote dann höher liegen wird als eine zukünftige Abgeltungssteuer für das freie Fondssparen, sieht man erst dann.

Ich will niemandem seinen Riester-Vertrag madig machen und auch niemandem etwas aufschwatzen, um das nochmal klar zu sagen, ich will nur aufklären. Leider werden wir systematisch verdummt, denn ich zumindest habe in der Schule nicht die mathematischen Grundlagen vermittelt bekommen, um selber Renditen zu berechnen (und kann es auch heute noch nicht richtig exakt, sondern nur überschlägig). Und das ist der Schlüssel, um selber Vergleiche ziehen zu können.

Gruß,
Maria L.

von
Schiko.,

Auch ich bin der meinung, sie haben klug gehandelt.

Das einzige was mich an der riesterrente stört ist der
name riester.
Da müsste ja auch die gesetzliche rente"Bismarkrente"
heißen

Rechnerisch sehe ich es so wie sie, bei 12408 E. jahres-
rente beträgt die eigenleistung im jahr 346 und monatlich
etwas über 28 euro,
Weise auch der guten ordnung halb darauf hin, festver-
zinsliche wertpapiere sind sicher.

Die banken die solche papiere ausgeben refinanzieren
sich ja durch die ausleihung von darlehen , abgesichert
an 1. rangstelle auf den besitz des darlehensnehmers.
Nach den beleihungskriterien nur bis zu 60 % des
objektwertes.
Mir scheint, hier verwechseln manche sogenannte fach-
leute die ausgabe von " Inhaberschuldverschreibungen"
mit den festverzinslichen papieren.
Zahlt der rentner steuer- auch deswegen- weil die zinsen 801/ 1602
led./vh. zinsfreistellung übersteigen, kann sogar sein,
dass durch die steuerliche absetzbarkeit von ca. 500
bruttobeitrag zu 100 % sich günstiger auswirkt als die 154
euro staatliche zulage.
Der oft zu unrecht geschimpfte staat prüft sogar
ob zulage oder sonderausgabenabzug für den steuer-
zahler günstiger sind.

Mit freundlichen Grüßen.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Riester-Fan

Vielen Dank für Ihre Belehrungen, @Nix!

Aber die für meinen Vertrag anfallenden Kosten und Provisionen sind mir durchaus bekannt! Und "wach geworden" bin ich schon lange!

von
Nix

Dann bin ich ja beruhigt. :-)

von
Maria L.

Hallo Schiko,

wenn Sie doch von der offenbar gegen mich gerichteten Polemik mal Abstand nehmen würden (sonst polemisiere ich demnächst zurück...). Ich bin weder im Bereich Finanzen noch im Bereich Ökonomie fachkundig im Sinne einer absolvierten Ausbildung, ich bin Laiin und habe mir meine Kenntnisse selber angeeignet - das habe ich nun wirklich schon oft genug betont.

Die Sache mit der Beleihungsgrenze interessiert mich. Ist das grundsätzlich und bei jeder Art von Kreditgeschäft so, daß nur bis zu 60% der Wertgrenze beliehen werden darf? Was ist z.B. beim Überziehungskredit - wo ist da die Sicherheit? Und gilt das nur in Deutschland oder europaweit? In den USA gilt es offenbar nicht, sonst gäbe es da wohl nicht so viele Schwierigkeiten mit riskanten Hypothekenkrediten.

Was mir früher völlig unbekannt war, ist die Geldschöpfung durch die Banken. Jedem Euro Guthaben in meinem Portemonnaie oder auf meinem Konto steht ein Euro Schulden eines anderen gegenüber. Die gesamte Geldmenge in Euro entspricht genauso vielen Schulden. Erklären Sie als Fachmann doch mal, wie das genau funktioniert, das würde mich interessieren!

Was passiert, wenn sehr viele Schuldner gleichzeitig in Zahlungsverzug kommen, und ihre Zinsen nicht mehr bedienen können? Und was passiert, wenn sehr viele Schuldner gleichzeitig ihre Schulden auf einen Schlag zurückzahlen?

Gruß,
Maria L.