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Riesterrente

von
Andrea

hallo,
ich mache seit 2 Jahren eine Ausbildung, bekomme jedoch erst seit Oktober diesen Jahres ein monatliches Gehalt. Ich möchte nun gerne eine Riesterrente abschließen und die Bonuszulage bekommen. Wie viel muss ich einzahlen? Es gilt ja das Vorjahreseinkommen. Aber im letzten Jahr habe ich nichts verdient!
Danke, Andrea

von
Andrea

Ach, und noch eine Frage:
Wie weise ich nach, dass ich im letzten Jahr kein Einkommen hatte?
Danke,
Andrea

von
Riester

Die Deutsche Rentenversicherung informiert auch zu diesem Thema in deren Internetauftritt. Zu lesen ist dort das nachfolgende Beispiel:

Auszubildender Jugendlicher - Zulage für das Jahr 2008

Der Jugendliche beginnt eine Berufsausbildung am 1.9.2007. Ab diesem Zeitpunkt erhält er eine monatliche Ausbildungsvergütung in Höhe von 250 Euro.
Der Auszubildende hatte bis zum Ausbildungsbeginn kein Arbeitsverhältnis.
Der Auszubildende ist ledig und hat keine Kinder.
Der Auszubildende hat einen förderfähigen Altersvorsorgevertrag abgeschlossen.
Der Auszubildende muss den Sockelbetrag von 60 Euro zahlen, da 4 Prozent vom rentenversicherungspflichtigem Einkommen 2007 unter dem Sockelbetrag liegen, um die volle Zulage zu erhalten.

von
Vertragsinstitution

Diese Frage sollten Sie mit der Institution besprechen, mit der Sie den Vertrag abzuschließen beabsichtigen (evtl. Ausbildungsvertrag, Steuerkarte, Nachweis durch Ihre Krankenkasse, etc).

Experten-Antwort

Hallo Andrea,

als unmittelbar Zulageberechtigter müssen Sie Beiträge in Ihren privaten Altersvorsorgevertrag oder in eine geförderte betriebliche Altersversorgung einzahlen. Denn nur für die Jahre, in denen Sie Beiträge einzahlen, können Sie eine Zulage erhalten. Damit die Zulage in maximaler Höhe gezahlt wird, müssen Sie für jedes Jahr einen Beitrag in gesetzlich festgelegter Mindesthöhe einzahlen (Mindesteigenbeitrag).

Der Mindesteigenbeitrag errechnet sich aus einem festgelegten Prozentsatz der maßgeblichen Vorjahreseinnahmen abzüglich der Zulage. Der Mindesteigenbeitrag ist nach oben begrenzt.

Sie müssen mindestens einen bestimmten Sockelbetrag als Mindesteigenbeitrag zahlen,
· falls der errechnete Mindesteigenbeitrag geringer ist als der Sockelbetrag oder
· falls Sie im Vorjahr kein positives Einkommen erzielt haben.

Ab 01.01.2005 beträgt der Sockelbetrag einheitlich EUR 60.

Natürlich können Sie auch mehr als den Mindesteigenbeitrag einzahlen, um Ihren persönlichen Vorsorgebedarf zu sichern. Dadurch erhalten Sie zwar keine höheren Zulagen, aber Sie erhöhen Ihr Altersvorsorgekapital und somit Ihre künftige Rentenleistung.

Die Zulage wird entsprechend gekürzt, wenn Sie einen geringeren Beitrag als den Mindesteigenbeitrag beziehungsweise den Sockelbetrag einzahlen.

Im Übrigen ist kein besonderer Nachweis dahingehend beizubringen, dass Sie im Vorjahr kein Einkommen erzielt haben.