Riesterrente - Einkunftsarten

von
lucy

Hallo,

ich habe seit mehreren Jahren einen Riestervertrag, seit ca. 3 Jahren bin ich chronisch krank.
Dies führte dazu das ich im Kalenderjahr verschiedene Einkommen erhalte: Gehalt (sozialversicherungspfl.), Krankengeld, volle bzw. teilweise Erwerbsminderungsrente.

Welche dieser Einkommensarten werden für die Berechnung der Zulage herangezogen?

Diese Summe ist doch dann auch bei der Steuererklärung anzugeben, oder?

Vielen Dank für Eure Hilfe.

lg

lucy

von
Schießl Konrad abgekürzt Schiko..

In der Tat, bei der Steuererklärung ist das Jahresbrutto, der steuerpflichtige Teil der
Rente und für das Krankengeld der Progressionsvorbehalt für die Steuer bestimmend

Bei der Riesterrente die 4% des Arbeitseinkommen vom Vorjahr.

Wer es besser weiß, soll reden keinen Sch.....,
sondern liefern den Beweis.

MfG.

von
vereni

Hallo Lucy

zur Berechnung des Mindestjaheresbeitrages zählt immer das Vorjahres-Sozialversicherungspflichtige Einkommen. In Ihrem Fall wäre heran zu ziehen das Gehalt und das Krankengeld und auch die EU-Rente. Siehe §10a Estg und §86 Estg. Wenn Sie im Jahre 2014 die volle EU-Rente erhalten haben und keine weiteren Einkünfte haben ist allein die EU-Rente heran zu ziehen.

von
Schießl Konrad abgekürzt Schiko..

Tut mir leid, bin fest davon überzeugt, für die
Zulagen wird weder Krankengeld, noch Rente
hinzu gerechnet.

Habe schon öfter Falsches berichtet, aber um dies
geht es mir nicht, Hauptsache der Fragende be-kommt richtige Auskunft.
Krankengeld ist Sozial Versicherungsfrei, erhöht nur fiktiv den Steuersatz für Arbeits-
einkommen. Auch Rente ist Sozialversicher-
ungsfrei, n ur Kranken/PflV. wird erhoben.

MfG.

von
Herz1952

Hallo Schiko,

bei Krankengeld wird auch RV, AV, PV abgeführt!

Herz1952

von
Schießl Konrad abgekürzt Schiko..

Soll keine Entschuldigung für meinen Falschbericht sein, angerechnet wird Krankengeld
für die 4% Voraussetzung der Zulagen nicht
Richtig aber ist, RV.-AV- und PV vermindern das Brutto Krankengeld entsprechend, unterliegt aber
der Steuerprogression und erhöht den Steuersatz
für Arbeitseinkommen.

MfG.

von
zelda

@Schiko:

Das ist eindeutig falsch, das Krankengeld wird bei der Berechnung Bemessungsentgeltes und damit des notwendigen Eigenbeitrags in Höhe von 4 % desselben herangezogen:

Sofern

- (rentenversicherungspflichtiges) Arbeitsentgelt
- Krankengeld (auch rentenversicherungspflichtig)
und
- eine Rente wegen -voller ! Erwerbsminderung

im Vorjahr bezogen wurden, so sind alle drei bei der Berechnung des Mindesteigenbeitrages zu berücksichtigen:

Quelle:

- § 86 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 bzw. 4 EStG

- https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=326&tx_typo3forum_pi1[controller]=Topic&tx_typo3forum_pi1[topic]=8567

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/de/Inhalt/2_Rente_Reha/01_rente/01_altersvorsorge/riester_rente/01_sie_moechten_vorsorgen/10_voraussetzungen_riesterrente/hinweis_fuer_mindesteigenbetrag.html

MfG

zelda

p.s. Das zu versteuernde Einkommen hat damit nichts zu tun.

Experten-Antwort

Hallo lucy,
§ 86 EStG
Mindesteigenbeitrag.(1).... Dieser beträgt jährlich 4 Prozent der Summe der in dem dem Kalenderjahr vorangegangenen Kalenderjahr

1. erzielten beitragspflichtigen Einnahmen im Sinne des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch,
.......
4. bezogenen Rente wegen voller Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit oder bezogenen Versorgungsbezüge wegen Dienstunfähigkeit in den Fällen des § 10a Absatz 1 Satz 4,
Das bedeutet , dass das sozialversicherungspflichtige Arbeitsentgelt, das sozialversicherungspflichtige Krankengeld und die ( Brutto-) Rente herangezogen werden.