Riesterrente/Ehepartnervertrag bei Todesfall

von
Bibi

Kann in einer Ehe nur ein Partner eine Riesterrente für sich und 2 Kinder abschließen? Und dürfte im Todesfall der Partner, der keinen Riestervertrag hat, den Vertrag des Verstorbenen übernehmen, damit die staatlichen Zulagen erhalten bleiben?
Oder muss schon von Beginn an der Partner auch einen Riestervertrag besitzen, damit im Todesfall die staatl. Zulagen erhalten bleiben?

von
Unbekannt

Hallo,

die Grundzulage (Zulage für sich selbst) erhalten sowohl Sie selbst auch Ihr Ehegatte.

Die Kinderzulage dagegen kann man nur bei einem Vertrag geltend machen. Natürlich können Sie das eine Kinde bei Ihnen, dass andere Kind bei Ihrem Ehegatten anrechnen lassen. Man müsste im Einzelfall nachrechnen, bei wem es von der Beitragshöhe her günstiger wäre.

Der Riestervertrag können Sie nach dem Tod ihres Ehegatte übernehmen und auch selber weiterbesparen. Die Förderung gehen nicht verloren.

von
dirk

oh doch!

von
dirk

Ja ja blöde Bemerkungen unter fremden Namen einstellen: genau so wie Sie es bei "Geiler" gemacht haben !!

können Sie nicht sachlich streiten? Wenn es etwas zum streiten gibt!

Experten-Antwort

Hallo Bibi,

ja, es besteht die Möglichkeit, dass bei zusammenveranlagten Ehepartnern nur einer eine Riesterrente abgeschlossen hat und neben seiner eigenen Zulage die Zulagen für die Kinder auf seinen Vertrag erhält. Voraussetzung ist natürlich, dass dieser Ehepartner in seiner Person berechtigt ist, die Riesterförderung zu erhalten. Das ist immer dann der Fall , wenn Rentenversicherungspflicht vorliegt (eigene versicherungspflichtige Beschäftigung, Kindererziehungszeiten bis zum dritten Lebensjahr des Kindes u. a.).

Ist allerdings der Ehepartner, der die Riesterzulagen erhalten will nicht selber unmittelbar sondern nur mittelbar über den Ehepartner riesterberechtigt (sogenanntes Huckepackverfahren), muss der riesterberechtigte Ehepartner einen eigenen Vertrag auf seinen Namen laufen lassen und die Beiträge in entsprechender Höhe zahlen (z.Z. 3 %, ab nächstes Jahr 4% seiner rentenversicherungspflichtigen Einkünfte.

Sollte noch in der Einzahlungsphase der Tod des Versicherungsnehmers eintreten, haben die Angehörigen Anspruch auf das bisher gebildete Kapital. Dabei handelt es sich grundsätzlich um eine schädliche Verwendung. Die Rückzahlung der bisherigen Zulagen und ggf. auch der zusätzlichen Steuerersparnis kann vermieden werden, indem der überlebende Ehegatte den Vertrag auf seinen Namen umstellen lässt, mit dem vorhandenen Kapital einen neuen Riestervertrag für sich abschließt oder das vorhandene Kapital in einen bereits auf seinen Namen lautendenden Riestervertrag überträgt. Das kann sogar erfolgen, wenn der hinterbliebene Ehepartner selber bereits das Rentenalter erreicht hat.

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