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Rückerstattung Sozialversicherungsbeiträge

von
EM-Opfer

Hallo,

nach knapp 5 Jahren Arbeit in der freien Wirtschaft als Angestellte bin ich nun verbeamtet. Welche Sozialversicherungsbeiträge werden mir auf Antrag rückerstattet? Bekomme ich überhaupt eine Rente aus dieser Zeit oder bewirkt die Pension, dass ich keine Rentenansprüche mehr habe?
Vielen Dank für eure Antwort.

EM-Opfer

von
Wolfgang

Ist die EM ein so ein Opfer ? ...noch sind wir doch drin ;-)

&#62; nach knapp 5 Jahren

Wenn es keine 60 Monate an Pflichtbeiträgen sind, besteht die Möglichkeit, sich die selbst getragenen Beiträge erstatten zu lassen (da das Recht zur freiwilligen Versicherung fehlt). Allerdings gehen damit sämtliche Versicherungszeiten unter (auch Schule, Studium ggf.)

Wenn sicher ist, dass der Staatsdienst auf Lebenszeit sein wird, Antrag auf Beitragserstattung stellen ! 9 - knapp 10 % vom Bruttoentgelt warten ...da wird frau doch gern zum &#39;Opfer&#39; :-)

Wo: Beratungsstellen der DRV oder örtliche Gemeinde-, Stadtverwaltung.

Gruß
w.

von
-_-

Eine Beitragserstattung an Beamte ist nur möglich, wenn die kleine Wartezeit von 5 Jahren (60 Monate) nicht erfüllt ist.

Erstattet werden 50% der Beiträge, soweit diese von Ihnen selbst mit getragen worden sind (Arbeitnehmeranteil).

Nicht erstattet werden z. B. die Beiträge aus Wehrdienst, Lohnersatzleistungen oder für Berufsausbildungszeiten, für die der Arbeitgeber die Beiträge wegen der sehr geringen Höhe des Entgelts allein zahlen mußte. Sie bekommen also nur das, was Sie tatsächlich eingezahlt haben auch zurück (unverzinst).

Wenn Sie Beamter bleiben wollen, sollten Sie frühestmöglich den Erstattungsantrag stellen, denn in 30 Jahren sind die Beiträge kaum noch etwas wert.

Den erforderlichen Antragsvordruck finden Sie unter http://www.deutsche-rentenversicherung.de wenn Sie in der Suchfunktion (oben rechts) &#34;V900&#34; eingeben.

Experten-Antwort

Hallo,

sofern Sie noch keine 60 Beitragsmonate in der gesetzlichen Rentenversicherung erreicht haben sollten, ist eine Beitragserstattung möglich und kann unter Verwendung des Vordruckes V 900 beim Rentenversicherungsträger beantragt werden. Die Möglichkeit der Beitragserstattung ist aus dem Grunde gegeben, da Sie als Beamtin nicht das Recht zur freiwilligen Versicherung in der Rentenversicherung haben.
Allerdings sind nur selbst getragene Beiträge (Arbeitnehmeranteil) erstattungsfähig. Dem Antrag sind auch Dokumente über die Tätigkeit als Beamtin beizufügen. Ein Antrag auf Beitragserstattung sollte allerdings nur dann gestellt werden, wenn eine Einstellung als Beamtin auf Lebenszeit besteht.

von
EM-Opfer

Danke, Wolfgang!
Es ist kaum zu glauben, ich habe 4 Jahre und 11 Monate eingezahlt. Diesmal kein Opfer :-)!
Was heißt das, dass &#34;Sämtliche Versicherungszeiten untergehen&#34;?

EM-Opfer (mag nur Fußball nicht so)

von
Wolfgang

&#62;Es ist kaum zu glauben, ich habe 4 Jahre und 11 Monate eingezahlt.

Punktlandung ;-) Es sei denn, da schwirren vielleicht noch Min-Job oder/und ggf. anrechenbare Kindererziehungszeiten rum - schon sind 5 Jahre erreicht.

&#62; Was heißt das, dass &#34;Sämtliche Versicherungszeiten untergehen&#34;?

Die Rentenversicherung berücksichtigt nicht nur (versicherungspflichtige) Beschäftigungszeiten, sondern auch eine ganze Reihe anderer Zeiten; als Zählzeiten für div. Mindestversicherungszeiten, als wertsteigernde Zeiten. Erstattet werden zwar nur die selbst getragenen Pflichtbeiträge, aber die anderen Zeiten - die bis zur Beitragserstattung vorhanden sein können - gehen auch verloren. Z. B. die Schulausbildung ab 17. Lbj., Studienzeiten. Diese Ausbildungszeiten können allein schon bis zu 8 Jahren als Versicherungszeit angerechnet werden.

Insofern ist zu überlegen, wie &#39;sicher&#39; es ist, dass Sie auf Dauer im Beamtenverhältnis bleiben. Denn bei einem Rückfall in die freie Wirtschaft, sind alle Zeiten bis zur Beitragserstattung weg.

Ich empfehle daher, vorher das Rentenkonto klären zu lassen, um dann mit allen Zeiten die Vorteile/Nachteile der Beitragserstattung abzuwägen.

Gruß
w.