Rückforderung Krankenkasse

von
samanta

Meine Rente wurde rückwirkend bewilligt, sodass es zu einer Überzahlung an Krankengeld kam. Vor Rentenauszahlung wurden Rückforderungsansprüche der Krankenkasse mit der Rente verrechnet. Nun kam es aber zu 2 weiteren Rückforderungen der BARMER Krankenkasse direkt an mich,erst nach 2 Monaten und nun nach einem halben Jahr nochmals. Es ist beim besten Willen für mich nicht nachvollziehbar. Ist dieses Vorgehen rechtmäßig?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

von
Schorsch

Zitiert von: samanta
Nun kam es aber zu 2 weiteren Rückforderungen der BARMER Krankenkasse direkt an mich,erst nach 2 Monaten und nun nach einem halben Jahr nochmals. Es ist beim besten Willen für mich nicht nachvollziehbar. Ist dieses Vorgehen rechtmäßig?

Der Erstattungsanspruch der Krankenkasse ist auf die Höhe der während des Krankengeldbezuges zustehenden Rentenbeträge begrenzt.

Die Rechtmäßigkeit der Rückforderungen sollte eigentlich anhand des bzw. der Rückforderungsbescheide überprüft werden können.

Eventuelle Unstimmigkeiten müssen Sie schon direkt mit Ihrer Krankenkasse klären.

MfG

von
samanta

Hallo Schorsch,
die Rückforderungsansprüche enthielten beide keinerlei Aufrechnung, sondern lediglich jeweils einen Gesamtbetrag.

von
Linchen

Zitiert von: samanta
Meine Rente wurde rückwirkend bewilligt, sodass es zu einer Überzahlung an Krankengeld kam. Vor Rentenauszahlung wurden Rückforderungsansprüche der Krankenkasse mit der Rente verrechnet. Nun kam es aber zu 2 weiteren Rückforderungen der BARMER Krankenkasse direkt an mich,erst nach 2 Monaten und nun nach einem halben Jahr nochmals. Es ist beim besten Willen für mich nicht nachvollziehbar. Ist dieses Vorgehen rechtmäßig?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Normalerweise ist es so, dass das überzahlte Krankengeld dass die KK gezahlt hat nicht zurückgefordert werden kann, sollte die Rente weniger sein... Da würde ich mal nach einer Gesetzesgrundlage bei der KK nachfragen!

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.2018, 14:31 Uhr]

Experten-Antwort

Hallo samanta,

entfällt für die Vergangenheit wegen einer nachträglichen Rentenbewilligung der Anspruch auf Krankengeld, kann sich für die Krankenkasse ein Erstattungsanspruch auf die Rentennachzahlung ergeben.

Der Rentenversicherungsträger behält deshalb in solchen Fällen die Rentennachzahlung zunächst ein. Der andere Sozialleistungsträger muss dann beim Leistungsberechtigten keine Rückforderung mehr geltend machen.

Der Erstattungsanspruch für das Krankengeld wird in den Rechtlichen Arbeitsanweisungen und Anlagen zum § 103 SGB X geregelt.

Ein Telefonat mit der zuständigen Krankenkasse könnte hilfreich sein. Dort erfahren Sie Einzelheiten zu den Angaben, welche als Berechnungsgrundlage für die Abrechnung des Erstattungsanspruchs gedient haben.

Interessante Themen

Altersvorsorge 

Altersvorsorge mit dem MSCI World

Immer mehr Sparer stecken mit ETFs monatlich Geld in den Börsenindex MSCI World, auch für die Altersvorsorge. Doch der „Weltindex“ ist keine...

Soziales 

Mindestlohn: Warum Minijobber jetzt aufpassen müssen

Seit dem 1. Juli gilt ein höherer Mindestlohn, und im Oktober steigt er nochmal. Mancher Minijobber muss jetzt genau hinsehen.

Rente 

Steuererklärung: Was Rentner wissen sollten

Auch Rentner müssen eine Steuererklärung abgeben – unter bestimmten Bedingungen. Was für wen gilt.

Soziales 

Pfändungs-Freigrenzen erhöht: Schuldner dürfen mehr behalten

Wer Schulden hat, dem bleibt neuerdings mehr Geld zum Leben. Für wen welche Beträge gelten und was Rentner wissen sollten.

Magazin  Altersvorsorge 

Lebensversicherung verkauft: Was tun?

Immer wieder übertragen Versicherer Policen für die Altersvorsorge an internationale Aufkäufer. Was das für die Kunden bedeutet.