Rücknahme der Schweigepflichtentbindung

von
Emmi

Hallöchen,

ich habe Anfang März einen Antrag auf EMR gestellt und eine Ärtzin angegeben, die ich im Antrag auch von der Schweigepflicht entbunden habe.

Da sie mich zweifelsfrei belogen hat, hat sie nicht mehr mein Vertrauen.

Ich will verhindern, dass sie meinen Stapel Unterlagen (Befunde) an die DRV weiterreicht und ihre unrichtige Beurteilung dazu.

Zumal sie mich selbst nie behandelt hat, ich eine definitiv unsinnige Behandlung bei ihr abgelehnt habe.

AUSKÜNFTE, die Ärzte nach § 100 SGB X zu erteilen haben, sind keine UNTERLAGEN.

Auch die Mitteilung an die DRV, dass ich, der Patient seine Entbindungserklärung widerrufen hat und auf Einhaltung des § 100 SGB X besteht, ist nach § 203 StGB (und der BO für Ärzte?) nicht zulässig. - Ist das so?

​Wie gehe ich am besten vor? (hoffentlich noch nicht zu spät)

​Danke!

Emmi

von
EM

Ihre Probleme sind schon mal gute Voraussetzungen für ein besonders langes Verfahren bis zu einer Entscheidung über Ihren Antrag. Da wünsche ich Ihnen viel Geduld und noch mehr Nerven.

von
Ottmar

Zitiert von: Emmi
Hallöchen,

ich habe Anfang März einen Antrag auf EMR gestellt und eine Ärtzin angegeben, die ich im Antrag auch von der Schweigepflicht entbunden habe.

Da sie mich zweifelsfrei belogen hat, hat sie nicht mehr mein Vertrauen.

Ich will verhindern, dass sie meinen Stapel Unterlagen (Befunde) an die DRV weiterreicht und ihre unrichtige Beurteilung dazu.

Zumal sie mich selbst nie behandelt hat, ich eine definitiv unsinnige Behandlung bei ihr abgelehnt habe.

AUSKÜNFTE, die Ärzte nach § 100 SGB X zu erteilen haben, sind keine UNTERLAGEN.

Auch die Mitteilung an die DRV, dass ich, der Patient seine Entbindungserklärung widerrufen hat und auf Einhaltung des § 100 SGB X besteht, ist nach § 203 StGB (und der BO für Ärzte?) nicht zulässig. - Ist das so?

​Wie gehe ich am besten vor? (hoffentlich noch nicht zu spät)

​Danke!

Emmi

Sie benennen eine Ärztin, die Sie nie behandelt hat? Inwiefern belogen? Klingt nach vermeintlichem Fürspruch Ihres Rentenbegehrens, welcher dann aber nicht erfolgte. Nun sind Sie angefressen und auf einmal ist besagte Ärztin nichts mehr wert!

Experten-Antwort

Hallo Emmi,
die Rücknahme einer Schweigepflichtentbindung ist möglich und dann auch vom Rententräger zu beachten.
Die Rücknahme sollten Sie Ihrem Rententräger schriftlich mitteilen, sofern nicht schon geschehen.

von
Emmi

Danke.
Aber das wird mir nachteilig ausgelegt werden von der DRV. Wie soll ich das begründen?

Experten-Antwort

Hallo Emmi,
das gestörte bzw zerrüttete Vertrauensverhältnis zu ihrer Ärztin sollten Sie mit angeben, obwohl grds keine Begründung erforderlich ist.
Das wird ihnen auch nicht unmittelbar nachteilig ausgelegt. Es kann allerdings zur erschwerten Sachverhaltsaufklärung führen. Allerdings hat die Rentenversicherung dafür auch einen eigenen med. Dienst, der ggf. zur me. Sachaufklärung von der Sachbearbeitung in Anspruch genommen werden kann.

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