Rücknahme des "Verzichts auf Rentenversicherungsfreiheit"

von
Ko-Bek

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Mitarbeiterin von uns stockt ihre Rente durch eine Beschäftigung bei uns auf. Sie hat im November ihre Stunden reduziert und dadurch rentiert sich der Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit bei ihr nicht mehr. Leider hat sie es übersehen, dies im November - bei der Unterzeichnung des neuen Vertrages - mitzuteilen. Uns liegt diese Verzichtserklärung noch aus der Vergangenheit vor.
Könnten wir jetzt rückwirkend zum November 2018 einfach diese Verzichtserklärung "ignorieren"?

Vielen Dank für ihre Hilfe!!
Ko-Be

Experten-Antwort

Sofern Ihre Mitarbeiterin die Rentenbeträge aufstockt, dürfte zuvor ein Verzicht auf die Versicherungsfreiheit erklärt worden sein.

Diese Erklärung bleibt gültig, solange die Beschäftigung bei Ihnen ausgeübt wird.

Sie bleibt also solange rentenversicherungspflichtig, wie die Beschäftigung im Rahmen der bis zum 31.12.2012 gültigen Grenzen bei Ihnen ausgeübt wird (siehe § 230 Abs. 8 SGB VI).

Sollte sie allerdings das Entgelt auf einen Betrag von 400,01 Euro bis 450 Euro ansteigen, liegt auch ohne den genannten Verzicht Versicherungspflicht vor. Für diese Versicherungspflicht kann die Befreiung von der Versicherungspflicht beantragt werden (§ 6 Abs. 1b SGB VI).

Es sollte dabei aber bedacht werden, dass ohne Pflichtbeiträge der Versicherungsschutz gefährdet ist.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 04.02.2019, 15:14 Uhr]

von
chi

Zitiert von: Ko-Bek
eine Mitarbeiterin von uns stockt ihre Rente durch eine Beschäftigung bei uns auf. Sie hat im November ihre Stunden reduziert und dadurch rentiert sich der Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit bei ihr nicht mehr.

Warum nicht?