Rückübertragung Rentenansprüche - Versorgungsausgleich

von
Samel

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bei meiner Scheidung wurden meinem gesch. Mann Rentenanteile übertragen, da er aufgrund von Selbständigkeit nicht mehr eingezahltt hatte. Da er sehr vermögend ist und ich nicht, möchten wir den Anteil rückübertragen lassen. Ist das möglich und wenn ja wie? Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir hier Auskunft geben könnten.

Mit freundlichen Grüßen
Heike Samel

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Heike Samel,

eine Rückübertragung von Rentenanwartschaften im Sinne der Rücknahme des gesamten Versorgungsausgleiches ist aus unserer Sicht anhand der wenigen Angaben zum konkreten Sachverhalt nach geltender Rechtslage nicht möglich, da der Beschluss sicherlich bereits rechtskräftig geworden ist und ein Abänderungsgrund nach § 51 VersAusglG nicht vorliegt.

Jedoch besteht für Sie die Möglichkeit Ihre geminderten Rentenanwartschaften durch eine Beitragszahlung gemäß § 187 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI teilweise oder vollständig wieder aufzufüllen. Im Rahmen des Versorgungsausgleichsverfahrens müssten Sie von Ihrem Rentenversicherungsträger eine Mitteilung über die Auswirkungen des durchgeführten Versorgungsausgleiches erhalten haben, aus der die Höhe der Minderung Ihrer Rentenanwartschaften in Entgeltpunkten (EP) hervorgeht. In dieser Mitteilung ist auch die Höhe der Beiträge benannt, deren Zahlung nötig ist, um die geminderte Rentenanwartschaft wieder vollständig aufzufüllen. Sie können die Beiträge selbst zahlen oder ihr geschiedener Ehegatte zahlt für Sie diese Beiträge. Wichtig ist, dass bei der Zahlung der Beiträge Ihre Versicherungsnummer benannt wir, damit Ihnen auch die Beiträge am Ende zu Gute kommen.

von
Heike Samel

Ich danke für Ihre Antwort und werde mich beim Rententräger erkundigen.

von
Karl-Heinz

Zitiert von:

Hallo Heike Samel,

eine Rückübertragung von Rentenanwartschaften im Sinne der Rücknahme des gesamten Versorgungsausgleiches ist aus unserer Sicht anhand der wenigen Angaben zum konkreten Sachverhalt nach geltender Rechtslage nicht möglich, da der Beschluss sicherlich bereits rechtskräftig geworden ist und ein Abänderungsgrund nach § 51 VersAusglG nicht vorliegt.

Jedoch besteht für Sie die Möglichkeit Ihre geminderten Rentenanwartschaften durch eine Beitragszahlung gemäß § 187 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI teilweise oder vollständig wieder aufzufüllen. Im Rahmen des Versorgungsausgleichsverfahrens müssten Sie von Ihrem Rentenversicherungsträger eine Mitteilung über die Auswirkungen des durchgeführten Versorgungsausgleiches erhalten haben, aus der die Höhe der Minderung Ihrer Rentenanwartschaften in Entgeltpunkten (EP) hervorgeht. In dieser Mitteilung ist auch die Höhe der Beiträge benannt, deren Zahlung nötig ist, um die geminderte Rentenanwartschaft wieder vollständig aufzufüllen. Sie können die Beiträge selbst zahlen oder ihr geschiedener Ehegatte zahlt für Sie diese Beiträge. Wichtig ist, dass bei der Zahlung der Beiträge Ihre Versicherungsnummer benannt wir, damit Ihnen auch die Beiträge am Ende zu Gute kommen.

Der genannte Ausgleichsbetrag galt aber nur bei Zahlng zum Zeitpunkt der Mitteilung bzw 3(?) Monate danach, erfolgt die Zahlung später ändert sich auch die Höhe der einzuzahlenden Beiträge. Also unbedingt erkundigen!