Rückübertragung Versorgungsausgleich

von
Ralph

Bei meiner Scheidung wurde zu meinem Nachteil ein Versorgungsausgleich durchgeführt.
Nun ist meine geschiedene Frau verstorben, sie hat nur ein knappes Jahr eine Rente bezogen.
Allerdings hatte sie wieder geheiratet, es gibt also einen Witwer.
Ist in diesem Fall trotzdem eine Rückübertragung der Werte aus dem Versorgungsausgleich möglich?
Danke für Ihre hilfreichen Antworten!

von
sandra

Ist die ausgleichsberechtigte Person gestorben, so wird ein Anrecht der ausgleichspflichtigen Person auf Antrag nicht länger auf Grund des Versorgungsausgleichs gekürzt (§ 37 Abs. 1 S. 1 VersAusglG).
Die Anpassung findet nur statt, wenn die ausgleichsberechtigte Person eine Rente aus dem im Versorgungsausgleich erworbenen Anrecht nicht länger als 36 Monate bezogen hat (§ 37 Abs. 2 VersAusglG).
Dabei ist es zwingende Voraussetzung, dass die ausgleichsberechtigte Person verstorben ist. Ob der Tod vor oder nach Beginn der Rente der ausgleichspflichtigen Person eingetreten ist, ist ohne Bedeutung.
Der Bezug einer Hinterbliebenenrente aus der Versicherung der ausgleichsberechtigten Person führt nicht zum Ausschluss der Anpassung.
--> Eine Rückübertragung ist in Ihrem Fall möglich.

Experten-Antwort

Die Rente wird nicht aufgrund des Versorgungsausgleichs gekürzt, wenn Ihr früherer Ehepartner gestorben ist und selbst höchstens 36 Monate Rente aus den im Versorgungsausgleich erworbenen Anrechten erhalten hat. Hierbei kommt es grundsätzlich allein auf den Rentenbezug Ihres früheren Ehepartners an.

Eine Anpassung ist daher regelmäßig selbst dann möglich, wenn Hinterbliebenenrenten aus der Versicherung Ihres früheren Ehepartners laufend gezahlt werden.