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rückwirkende aberkennung der prozente????

von
heide17854

Hallo zusammen,

habe eine 50 % Schwerbehinderung im Juni 2006 anerkannt bekommen, auf seelische Störungen und einem Basalzellkerbskarzinom, für 3 Jahre. Im August bin ich 60 Jahre alt geworden und beziehe seit Septemder 08 eine Rente wegen Schwerbehinderung. Nun bekomme ich eine erneute Überprüfung meiner Prozente für die Zukunft.

Bei meinem Psychiater bin ich seit nunmehr 2,5 Jahren nicht mehr in Behandlung, weil ich die Medikamente nicht vertragen habe, denn ich hatte schwere Nebenwirkungen.

Nun zu meiner Frage: Kann es passieren, das mir die Prozente RÜCKWIRKEND aberkannt werden, weil ich nicht mehr in der Behandlung des Psychiaters bin? In hausärztlicher und hautarztärztlicher Behandlung bin ich weiterhin. Wenn die Prozent rückwirkend aberkannt würden, wäre ja auch meine Schwerbehintertenrente hinfällig.

Wer kann mir darauf antworten?

Im Voraus vielen Dank für euere Antworten und liebe Grüße von

Heide

von
Wahrsager

Wichtig ist, dass die Prozente zum Zeitpunkt der Gewährung feststanden.
Was nach der Rentengewährung damit passiert, ist nicht mehr für die zugesagte Rente relevant.

von
Corletto

Nein, RÜCKWIRKEND kann Ihnen niemand ihren GdB oder ihre Rente aberkennen .

Ihr GDB ist ja von Anfang für 3 Jahre befristet ( bis Juni 2009 ) .
Wegen einer Krebserkrankung(Basallzellkarzinom ) wird ein GdB grundsätzlich immer nur befristet -für die sog. Zeit der Heilungsbewährung meist 2-3 Jahre - gewährt und entfällt danach komplett, wenn in dieser Zeit kein Rezidiv ( Rückfall ) in Bezug auf den Krebs aufgetreten ist.

Wenn jetzt natürlich die anstehnende Überprüfung Ihres Grades der Behinderung einen anderen (niedrigeren)Prozentsatz ergeben würde ( weil die Krebserkrankung ja nicht mehr berücksichtigt wird ) , erhalten Sie eben diesen niedrigeren GdB zuerkannt.

Für die Rente hat dies jedoch keine Auswirkungen , da Sie zum Zeitpunkt ihrer Altersrente ( September 2008 ) ja 50% schwerbehindert waren und damit alle Voraussetzungen für die Altersrente für Schwerbehinderte erfüllt hatten.

Das Sie natürlich seit mehr als 2 Jahren nicht mehr bei ihrem Psychiater in Behandlung sind, dürfte natürlich ihren Anspruch auf eine hogen GdB und damit eine weitere Schwerbehinderung nicht unbedingt positiv unterstützen.

Dies zusammen mit dem höchst wahrscheinlichem Wegfall des GdB&#39;s für ihre Krebserkrankung , würde ich mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgehen , das ihnen die Schwerbehinderung wohl aberkannt wird.

An Ihrer Stelle würde ich mich dringend weiter bzw. neu psychiatrisch behandeln lassen, damit Sie dann im kommenden Jahr bei der Nachprüfung ihrer Schwerbehinderung in dieser Hinsicht eine Behandlung bzw. überhaupt eine psachiatzrische Erkrankung nachweisen können !

von
heide17854

Hallo zusammen,
gibt es überhaupt eine rückwirkende Aberkennung der Prozente und wenn ja, aus welchen Gründen??
Danke für die Antworten
Heide

von
?-?

Was ist denn eine &#34;psachiatzrische&#34; Erkrankung?

Äußert die sich etwa darin, dass man nicht weiß, wo die Satzzeichen hingehören?

von
heide17854

hallo Corletto,
erstmal vielen dank für die ausführliche Ántwort. Ihr letzter Absatz, dass ich mich erneut in psychiatrische Behandlung begeben soll, verstehe ich nicht ganz. Welchen Zweck hätte eine erneute psychiatrische Behandlung?
liebe Grüße
Heide

von
Susi

Hallo,wenn Sie erst vor 2 Jahren die Anerkennung für 50 % erhalten haben so können sie doch erst mit 63 Jahren in Rente gehen ohne Abzüge und dür die ersten 3 Jahre mit 10,8 % Abzug,ist das so richtig?

von
Corletto

@heide17854

Hoffe doch nicht , das Sie mich da falsch verstanden haben. Habe mich vielleicht nicht richtig ausgedrückt.

In meinte es so, das es für Sie von Vorteil wäre wenn Sie während der Nachprüfung ihrer Schwerbehinderung in fachärztlicher Behandlung sind.

Ihre Krebserkrankung fällt - leider - sowieso weg , wegen ihrer psychiatrischen Erkrankung sind Sie nicht mehr in Behandlung.

Worauf sollten Sie dann noch überhaupt weiter einen GdB erhalten ???

Wenn ihre psychiatrische Erkrankung natürlich ausgeheilt ist, können und brauchen Sie keinen Psychiater mehr aufsuchen.

Alles Gute für Sie !

von
Rosanna

Nein.

Bei Jahrgang 1948 = Rentenbeginn mit dem 60. Lebensjahr UND 10,8 % Abschlag.

Vertrauensschutz, d.h. NULL Abschlag mit 60, würde nur dann vorliegen, wenn die Schwerbehinderung von mind. 50 % bereits am 16.11.2000 vorgelegen hätte.

Bei späteren Jahrgängen wird die Altersgrenze angehoben.

Experten-Antwort

Aus rentenrechtlicher Sicht kann lediglich gesagt werden, dass bei einer Altersrente wegen Schwerbehinderung zum Zeitpunkt des jeweiligen Rentenbeginns eine Schwerbehinderung (50% Minderung der Erwerbsfähigkeit) vorliegen muss. Über das Vorliegen der Schwerbehinderung entscheidet Ihr Versorgungsamt in freier Beweiswürdigung, d.h. eigenständig und unabhängig von anderen Behörden (auch unabhängig von den Rentenversicher- ungsträgern).