rückwirkende Erwerbsminderungsrente und die Krankenkasse

von
Anette

Hallo,
ich war als Angestellte zuletzt freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenversicherung. Durch meine lange Krankheit bekam ich dann Krankengeld und Arbeitslosengeld. Nun erhalten ich rückwirkend eine volle Erwerbsminderungsrente auf Dauer. Die Krankenkasse will nun - obwohl ich die Voraussetzungen zur KVdR als Pflichtmitglied erfülle - freiwillige Beiträge für die Zeit des überlappenden Krankengeldbezuges/Erwerbsminderungsrente von mir. Gleichzeitig soll ich bei der Rentenversicherung einen Zuschuss beantragen. Verrechnet die Rentenversicherung so etwas nicht mit der Krankenkasse? Das ist doch linke Tasche rechte Tasche ???
Anette

von
W°lfgang

Hallo Anette,

vereinfacht: sofern Sie rückwirkend mit der Rente den max. freiwilligen Beitrag durch KV-Zuschuss in der Rente (aufgrund der KVdR) unterschreiten würden, steht der KV der Zuschuss zu - daher die Aufforderung an Sie, den KV-Zuschuss (nachträglich) zu beantragen.

Die DRV kann nicht unmittelbar mit der KV verrechnen, hier ist ein - für Außenstehende - etwas kompliziertes Verfahren/Datenabgleich zwischen DRV und zuerst anstoßender KV erforderlich.

Stellen Sie den Zuschussantrag (Vordruck R0820) und alles wird gut - im Grunde hätte man das schon vorausschauend bei Rentenantrag mit einen *Klick erledigen können ...

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Anette,

die Mitgliedschaft in der KVdR beginnt mit dem Tag der Rentenantragstellung. Vermutlich liegt der Beginn der rückwirkend bewilligten Rente vor diesem Tag. Dann sollten Sie W°lfgangs Rat befolgen und den Zuschuss beantragen.