Rückwirkende Umstellung auf volle Erwerbsminderungsrente

von
Michael S.

Hallo zusammen.

Ich habe bis Mitte März Krankengeld bezogen, welches dann auslief. Dementsprechend habe ich mich zwecks "Nahtlosigkeit" bei der Agentur für Arbeit gemeldet und Leistungen bezogen.
In der Zwischenzeit wurde mir dann eine teilweise Erwerbsminderungsrente anerkannt, die nun aber rückwirkend, auch wegen dem verschlossenen Arbeitsmarkt zu einer vollen Erwerbsminderungsrente umgewandelt wurde. Nun steht in dem Schreiben, dass ich eine Nachzahlung erhalten werde, die mit der "Überzahlung" der teilw. EWM-Rente verrechnet werden soll.

Nun schrieb mir aber auch die Agentur für Arbeit, dass ich vom 01.07. bis 5.11 ( Ende Leistungssanspruch ) dementsprechend zu Unrecht Leistungen erhalten habe. Die BA prüft nun, ob der RV-Träger erstattungspflichtig ist, oder ob ich den Betrag erstatten muss.

Hat da jemand schon Erfahrungen mit ? Ich sehe mich schon, falls ich diese Beträge erstatten muss, in der Privatinsolvenz.

von
Nahla

Die Agentur für Arbeit stellt ihre Forderung an die DRV. Diese zahlt den Rentenanspruch in der Zeit vom 01.07. - 05.11. dann an die AfA zurück. Liegt die EM-Rente unter dem gezahlten Betrag der AfA, so muss der überzählige Betrag von Ihnen nicht mehr erstattet werden.

Ist der Beginn der rückwirkend gewährten Rente im Zeitraum der Krankengeldzahlung, so wird auch die KK ihren Anspruch gegenüber der DRV geltend machen. Ist die Rente niedriger als da Krankengeld, dann wird auch hier keine weitere Forderung erfolgen.

Ab dem 06.11. steht Ihnen die Rente dann komplett zu. In Ihrem Bescheid steht auch der Beginn der regelmäßigen Zahlung, z.B. ab 01.01.2016. Beachten Sie, dass die Rente für einen Monat aber erst zum Ende des Monats gezahlt wird (im Beispiel zum 30.01.2016).

Experten-Antwort

Der Antwort von "Nahla" kann grundsätzlich zugestimmt werden.

von
fragender

Ist im falle von Krankengeld bezug genauso, also das die KV ihre Foderung an die DRV stellt?

Experten-Antwort

Wird eine Rente rückwirkend bewilligt und hat ein nachrangig leistungspflichtiger Träger (Krankenkasse, Arbeitsamt, Jobcenter, ...) für diese Zeit bereits Leistungen gezahlt, hat er einen Erstattungsanspruch auf die Rentennachzahlung.