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Rürup oder Riester

von cloudy31.01.2008 | 22:46
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3 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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mich würde interessieren, ob es sinn macht, monatlich 200 Euro in Riester oder Rürup zu stecken. Bin 37 und verheiratet und möchte mit 60 in Rente. Verdienst derzeit bei 3.700 brutto. Was ist der Unterschied bei Rürup oder Riester?? gibt es auch Steuervorteile oder doch besser über betrieb. Danke euch für antworten.

Antworten der Moderation

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Moderation · 1Ihre Vorsorge

Hallo Cloudy,

zur Riesterrente können nur maximal 2100,-EUR minus die Zulagen an Beitrag als Sonderausgaben bei der Einkommenssteuer berücksichtigt werden. Fals Sie darüber hinaus Beiträge zahlen, so werden diese bei der Einkommenssteuer nicht als Sonderausgaben berücksichtigt.

Bei der daraus bezogenen Rente unterliegt der steuerlich geförderte Anteil der nachgelagerten Besteuerung, während der nicht geförderte Teil nur mit dem sogenannten Ertragsanteil zu versteuern ist.

Zur betriebliche Altersvorsorge können bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze der ges. Rentenversicherung umgewandelt werden und für das umgewandlte Entgelt müssen keine Sozialversicherungsbeiträge und auch keine Einkommenssteuer bezahlt werden.

Die Leistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge unterliegen im Leistungsfall der nachgelagerten Besteuerung und sind beitragspflichtig zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (nur wenn Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung sind).

Zur Rüruprente können bis zu 20 000,-EUR minus die Beiträge zur Rentenversicherung bezahlt werden. Davon werden im Jahr 2008 66%, also 13200,-maximal bei der Einkommenssteuer als Sonderausgaben berücksichtigt. Dieser Betrag steigt bis zum Jahr 2020 jährlich num 2% und danach jährlich um 1% bis im Jahr 2040 100% erreicht sind.

Die Leistungen daraus sind mit dem für das Jahr des Rentenbeginns gültigen %Anteil der gesetzliche Rentenversicherung einkommenssteuerpflichtig.

Der Unterschied zwischen Riester und Rürup ist, dass Sie bei Riester zum geförderten Personenkreis gehören müssen (z.B. rentenversicherungspflichtig beschäftigt) während bei Rürup jede natürliche Person, die in der Bundesrepublik Deutschland steuerpflichtig ist gefördert werden kann, unabhängig von der Beschäftigung.

Bevor Sie sich für eine private oder betriebliche Altersvorsorge entscheiden empfehle ich eine ausführliche Beratung bei eine Verbraucherzentrale und bei einem Steuerberater.

2 Antworten

Schiko.am 01.02.2008 | 09:00
Will zunächst versuchen den unterschied steuerlich zu bewerten. Bei rürup können sie bei 2400 sparsumme im jahr in 2008 66% = 1584 steuermindernd geltend machen. Dadurch reduziert sich die steuerlast um ca. 600 euro. Bei riester ergeben sich bei 4% aus 44.400 euro 1776 notwendiger beitrag zur erlangung der vollen grundzulage von 154 im jahr. Der Beitragsaufwand ist also um 624 euro geringer, der steuerlich absetzbare betrag mit 1776 höher, da bei riester 100 % bis zur höchstgrenze von 2100 sonderausgaben zusätzlich gelten. Aber vorsicht, der sich ergebende steuerbetrag wird um die zulage von 154 gekürzt, anderseits ermässigt sich die beitragszahlung von 1776 um 154, somit euro 1622 eigenleistung. Steuerberechnung: a) aus 44.400 jahresbrutto werden ohne rürup/riester 40.530 zu verst. einkommen und 9935 steuerlast. b) aus 44400 brutto und 2400 rürup beitrag 38.946 zu verst. einkommen und 9327 steuerlast. c) aus 44400 brutto und 1776 riesterbeitrag euro 38754 zu verst. einkommen und 9254 steuerlast Dies erhöht sich aber um die 154 grundzulage, somit euro 9408 steuerlast. Immer also angenommen als einzelperson. Als verheira- teter kommen nochmals 154 dazu für die ehefrau ohne eigenen beitrag , aber eigenen vertrag als mittelbar be- rechtigte(r) Für geburten ab 1.1.2008 die kinderzulage 300 statt 185. Ich würde an ihrer stelle riester machen, die z.zt. viel ge- scholtene grundsicherung wird ja später bei ihnen nicht notwendig sein. MfG.
Maria L.am 01.02.2008 | 11:31
Hallo cloudy, der Vollständigkeit halber: neben den staatlich geförderten Altersvorsorge-Produkten gibt es für Sie auch die Möglichkeit, frei Kapital zu bilden über das langjährige regelmäßige Ratensparen in Aktienfonds. Damit können Sie auch ohne Steuerbegünstigung wesentlich höhere Renditen erzielen und entscheiden später selber, was Sie wann mit dem Vermögen anfangen. Bei Interesse können Sie hier im Forum den Suchbegriff "Aktienfonds" eingeben, dazu gab es hier schon Beiträge. Gruß, Maria L.
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