Rürup-Rente

von
Albert

Wie funktioniert die Übertragung des eingezahlten Kapitals bzw. die Auszahlung einer Hinterbliebenenrente an ein behindertes Kind des Rürup-Versicherten nach dessen Tod, wenn das Kind dann bereits über 27 Jahre alt ist?

Experten-Antwort

Die Rürup-Rente ist grundsätzlich nicht vererblich.
Es darf nach den Vertragsbedingungen nicht zu einer Auszahlung an die Erben kommen, im Todesfall kommt das vorhandene Vermögen der Versichertengemeinschaft zugute.
Der Grundsatz der Nichtvererblichkeit wird allerdings nicht ausgeschlossen durch eine gesetzlich zugelassene Hinterbliebenenleistung im Rahmen der ergänzenden Hinterbliebenenabsicherung.
Diese müssen allerdings individuell mit dem Anbieter vereinbart werden.
Beim Anbieter müssten Sie auch konkret nachfragen, ob eine Auszahlung an eine behinderte Waise, die bereits älter als 27 Jahre alt ist, möglich ist.
Sinnvoll wäre ein Vertrag zu vereinbaren mit Beitragsrückgewähr im Todesfall während der Ansparphase. So sind die Beiträge nicht verloren, die Familie profitiert davon und die Abstriche bei der Rente sind nicht hoch.