Scheidung

von
Walter

Hallo,

ich will mich eventuell scheiden lassen, frage mich jedoch, wie viel Rente ich dann an meine Frau vom Richter übertragen lassen muss.

Kann mir jemand sagen, ob die Rentenversicherung mir das vorab sagen kann ? Und wie bekomme ich raus, wieviel meine Frau in der Ehe zusammen hat ?

Ja nachdem, vielleicht überlege ich es mir noch und halte durch bis zum bitteren Ende !

von
...

Nein, die Rentenversicherung kann Ihnen die Auswirkungen der Scheidung auf die rentenansprüche NICHT im Voraus mitteilen - UND DAS IST AUCH GUT SO!

Die Entscheidung ob Scheidung oder nicht davon abhängig zu machen oder nicht spricht nicht gerade für Sie! Sehr berechnend - hoffentlich nicht auch in anderen Bereichen des Lebens.

Experten-Antwort

Im Rahmen des Versorgungsausgleiches werden die gesamten Versorgungsanrechte (aus der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersversorgung etc.) der Ehepartner während der Ehezeit berücksichtigt. Die Ehezeit beginnt mit dem Monat der Eheschließung und endet mit dem Vormonat des Scheidungsantrages. Die jeweiligen Anrechte werden gegenübergestellt und ggf. innerhalb dieses Versorgungssystems ausgeglichen.

Die Deutsche Rentenversicherung kann lediglich eine Berechnung Ihrer eigenen Anrechte innerhalb der Ehezeit durchführen, wobei ggf. das Ehezeitende abweichen kann, da es vom Zeitpunkt Ihres Scheidungsantrages abhängt. Eine entsprechende Auskunft zu den Anwartschaften Ihrer Ehefrau kann aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erteilt werden.

von
geschiedener

wieviel gönnst du deiner frau denn ? das kann teuer werden, guter Rat von mir:

Halte durch

und beuge dich deinem elend.

von
-_-

Zitiert von: Walter

Kann mir jemand sagen, ob die Rentenversicherung mir das vorab sagen kann? Und wie bekomme ich raus, wieviel meine Frau in der Ehe zusammen hat?

§ 109 Abs. 5 SGB 6:
"Auf Antrag erhalten Versicherte Auskunft über die Höhe ihrer auf die Ehezeit entfallenden Rentenanwartschaft. Diese Auskunft erhält auf Antrag auch der Ehegatte oder geschiedene Ehegatte eines Versicherten, wenn der Träger der Rentenversicherung diese Auskunft nach § 74 Nr. 2 Buchstabe b des Zehnten Buches erteilen darf, weil der Versicherte seine Auskunftspflicht gegenüber dem Ehegatten nicht oder nicht vollständig erfüllt hat. Die nach Satz 2 erteilte Auskunft wird auch dem Versicherten mitgeteilt."

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__109.html

Nach § 109 Abs. 5 SGB 6 hat der Versicherte im Vorfeld eines beabsichtigten Scheidungs- bzw. Abänderungsverfahrens Anspruch auf eine Auskunft über die Höhe der in der Ehezeit erworbenen Anwartschaften. Auch dem Ehegatten oder dem geschiedenen Ehegatten des Versicherten ist auf Antrag eine solche Auskunft über die Anrechte des Versicherten zu erteilen, wenn eine Übermittlung von Sozialdaten nach § 74 Nr. 2 Buchst. b SGB 10 zulässig ist. Die dem Ehegatten oder geschiedenen Ehegatten erteilte Auskunft ist nach § 109 Abs. 5 S. 3 SGB 6 auch dem Versicherten zu übersenden.

Auch bei einer Auskunft nach § 109 Abs. 5 SGB 6 ist eine Kontenklärung durchzuführen. Der Versicherte muss dazu den Beginn der Ehezeit mitzuteilen. Das Ende der Ehezeit ist der Monat vor Erstellung der Auskunft (z. B. die Auskunft wird im Monat Dezember 2009 erstellt; bei einem versicherungspflichtig Beschäftigten sind dann Arbeitsentgelte bei seinem Arbeitgeber bis November 2009 zu erfragen).

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_109R7.2

von
Ahnung

Zitiert von: -_-

Diese Auskunft erhält auf Antrag auch der Ehegatte oder geschiedene Ehegatte eines Versicherten, wenn der Träger der Rentenversicherung diese Auskunft nach § 74 Nr. 2 Buchstabe b des Zehnten Buches erteilen darf, weil der Versicherte seine Auskunftspflicht gegenüber dem Ehegatten nicht oder nicht vollständig erfüllt hat.


Auskunftspflicht besteht aber vermutlich nur dann, wenn die Scheidung eingereicht ist. Nicht, um zu gucken, "ob es sich lohnt".

Arme Ehefrau - aber vielleicht kommt ja sie auf die Idee ;-)