Scheinselbstängig oder fr.Handelsvertreter??

von
Gott

!998 wurde ich für ein Werbebüro als Anzeigenverkäufer per Telefon tätig mit Gewerbeschein. Ich bekam in diesem Büro einen Schreibtisch + Telefon zur Verfügung. Es erfolgte über wochen eine intensive Einarbeitung in die äußerst fragwürdige Gesprächsführung- die Einarbeitung erfolgte durch eine dort ebenfalls arbeitende Mitarbeiterin. Die ganze organisatorische Ablauf war "streng" vorgegeben und es wurde auf die Einhaltung geachtet...! ca. 6Wochen war der Büroplatz kostenfrei dann wurde eine monatl Miete fällig. 1999 wurde dann einer Mitarbeiterin "gekündigt", die daraufhin ein Überprüfungsverfahren bzgl. Sch-selbständigkeit einleitete. Sofort wechselte der betreiber das Firmenschild,auf dem nur sein Name stand aus und alle Namen der dort beschäftigten tauchten dann auf. Visitenkarten wurden für jeden angefertigt und es wurde ein Kooperationvertrag geschlossen mit jedem Mitglied der dort arbeitenden.Der wurde so datiert als wäre er zu Beginn der Tätigkeit abgeschlossen worden, was nicht stimmte. Daraus ging hervor, daß jeder der dort arbeitenden gewollt alle Bedingungen akzeptierte. Wenn der Umsatz stimmte war alles ok und man hatte viel Freiheiten. Wenn nicht wurde Druck ausgeübt.
Die Vergütung erfolgte auf Provisionsbasis. Der Verkäufer, der die ganze Arbeit machte erhielt ca.30%. Der Betreiber der Agentur 50%
für die er nahezu nichts machen mußte. Das unternehmerische Risiko trug voll auf der Verkäufer. ie Schriftl. Überprüfung der BFA ergab Handelsvertreter, obwohl wir selber meinten: das stimmt nicht! Heute bin ich voll erwerbsgemindert ohne Rente. Kann ich da was machen?

von
julia

was soll denn noch geschehen? du hast doch bestimmt den Vertrag unterschrieben oder? also warst du laut Papier Selbsständig und hättest selber in die Rentenkasse sahlen müßen. Am besten gehe mal zum Anwalt und laß dich mal beraten.Es gibt auch für Minderbemittelte einen Sozialdienst beim Rathaus

von
Heiliger Geist

Nach 15 Jahren wird keiner mehr den damaligen Status hinterfragen.

Da haben Sie Pech gehabt, bzw.waren selbst für Ihre Berufswahl verantwortlich.

Andererseits hätten Sie auch als Selbständiger Beiträge zahlen können, denen Sie heute nachtrauern. Hätten Sie weiterbezahlt, wären bei Eintritt der Erwerbsminderung wahrscheinlich die notwendigen Beiträge vorhanden und Sie würden die Rente bekommen.

Das Mitleid hält sich insofern in Grenzen.