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Schichtarbeit während einer Teilhabe am Arbeitsleben

von
rolf Sierlinski

Hallo,
eine Bekannte von mir nimmt an einer beruflichen Rehabilitation für psychisch belastete Menschen teil. Im Rahmen einer Teilhabe am Arbeitsleben.
Nun ist sie schon im vierten Monat im Praktikum eingesetzt und arbeitet im Altersheim im Schichtdienst, auch in der Nacht.
Bis jetzt hat sie trotz Nachfrage keine Signale für eine Übernahme bekommen.
Ist es korrekt, jemanden in so einem Praktikum auch im Schichtdienst einzusetzen? Sind 4 Monate Praktikumsdauer nicht einfach zuviel? Zumal in den Richtlinien für die Praktika der Bildungsstätte steht :"Praktika sollten den Umfang von 6 Wochen bis zu 2 Monaten haben".
Ziel ist ja nun mal, nicht von einem Praktikum ins andere zustolpern, sonder einen Arbeitsplatz zu finden.
Velen Dank
Gruß
deichhase

von
???

Im Praktikum sollen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer kennenlernen. Wenn am Arbeitsplatz regulär Schicht zu arbeiten ist, gehört das auch dazu. Schließlich bringt es Ihrer Bekannten nichts, wenn sie jetzt nur tagsüber im Praktikum ist und bei einer evtl. Anstellung merken würde, dass sie dem Schichtdienst nicht gewachsen ist.

Was mich allerdings verwundert ist, dass jemand, der psychisch belastet ist, überhaupt in ein Altersheim, und dort ja wohl in den Pflegedienst, vermittelt wird. Auch Nachtschicht ist bei diesen Erkrankung häufig ausgeschlossen oder zumindest nicht empfehlenswert. Ihre Bekannte sollte sich daher mal mit der Lehrgangsleitung unterhalten, wie denn die Arbeit mit ihrem Leistungsbild übereinstimmt.
Bei dieser Gelegenheit kann sie ja auch gleich mal das Thema Übernahmeaussichten ansprechen. Im übrigen wird sie wohl kaum jemand aufhalten, wenn sie von sich aus nach weiteren Praktikumsplätzen sucht.

Wegen der Praktikumsdauer gehe ich davon aus, dass die angesprochenen 6 Wochen bis 2 Monate wohl eher als Mindestdauer gemeint sind.

Experten-Antwort

Hallo rolf Sierlinski,

wie schon von "???" ausgeführt, dient ein Praktikum dazu, daß sich beide Seiten kennenlernen und der Umschüler damit auch die reale Arbeitssituation in seinem neuen Beruf in der Praxis testen kann.
Sofern Ihre Bekannte sich den Anforderungen des Praktikums nicht gewachsen fühlt, sollte sie den Kontakt zu Ihrem Reha-Berater des Rentenversicherungsträgers aufnehmen, damit geklärt werden kann, ob ggf. ein Wechsel der Praktikumsstelle erforderlich ist oder ggf. sogar geprüft werden müßte, inwieweit der angestrebte Umschulungsberuf mit dem gesundheitlichen Leistungsvermögen im Einklang steht.