Schmerzen in der Reha, kann man abbrechen?

von
Markus

Meine Frau hat Erwebsminderungsrente beantragt, da sie kaputte Kniegelenke hat. Sie wurde vorher operiert und der Chirug sagte, er könne ihr nicht mehr helfen, sie müsse mit den Schmerzen leben, sie hat zu kleine Kniescheiben, einen angeborenen Fehler. Sie kann nicht lange sitzen, stehen oder laufen, Treppensteigen fällt ihr sehr schwer und Fahrradfahren ist auch nicht mehr möglich. Die DRV schicke sie zu einem Gutachter, der auch meinte, die Knie wären ein Trauerspiel, man könne da nichts mehr machen wegen den Schmerzen, schrieb aber am Ende des Gutachtens, das sie noch etwas arbeiten könnte. Dann hat unser Anwalt Widerspruch eingelegt, weil die Rente abgelehnt wurde. Nun hat sie die DRV zu einer Ambulanten Reha geschickt. Aber alles was sie dort macht ist mit heftigen Schmerzen verbunden, sie ist abends immer fix und fertig. Und der Arzt meinte bei der Visite, im Abschlußbericht würde stehen, dass sie etwas auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kann, da sie ja auch drei Wochen zur Reha kommen konnte und dort auch sich lt. den Therapien bewegen und dort auch Treppen steigen konnte. Der Zustand ist nach einer Woche eher schlechter als besser geworden, und die Schmerzen in den Knien viel schlimmer, jetzt knacken und knirschen die Knie sogar auch im Ruhezustand.Schmerzmedikamente schlagen kaum an. Und sie soll lt. der Hausärztin auch nicht mehr soviel Schmerzmedikamente einnehmen weil bei einer Untersuchung festgestellt wurde das die Leberfettwerte erhöht sind, wegen der vielen Einnahme von Schmerzmedikamenten. Und wir fragen uns, WIE zum Geier soll sie damit arbeiten gehen können?? Kann sie die Reha abbrechen, weil sie anscheinend eh nichts bringt?? Zumal der Arzt bei der Eingangsuntersuchung sagte, man könne keine Wunder von der Reha erwarten. Und sie quält sich ja nun lediglich dahin, weil die DRV es angeordnet hat, und würde auch tapfer die drei Wochen mit machen, auch wenn es ihr sehr starke schmerzen bereitet, aber was nützt es denn dann wenn sie im Anschluß gesagt bekommt, sie konnte ja die Raha machen, also könne sie auch arbeiten. Da kommt man sich hinters Licht geführt vor. Oder könnte man sie aufgrund der starken Schmerzen Rehaunfähig schreiben und würde sie dann die Rente bekommen?? Die Ärzte scheinen die starken Schmerzen nicht richtig nachvollziehen zu können..Schmerzen kann man ja nicht sehen und/ oder anfassen..Aber wir sind da echt Ratlos denen das glaubhaft zu machen..Meine Frau ist sonst sehr tapfer was Schmerzen angeht, z.B. wenn sie Ihre starken Schmerzen währen der Regel hat, und dann danach jeden Monat die Migräne für 72 Stunden lang, den nda liegt sie nicht nur sozusagen in der Ecke und jammert vor sich hin, sondern muckelt halt hier und da bissl was sie halt so kann um sich etwas ab zu lenken..aber mit ihren knien ist das ganz anders, da kann sie wirklich sich nur hin legen und die Beine gerade ausstrecken, was dann etwas lindert..Wir sind völlig Ratlos was sie nun wegen dem Antrag auf Erwerbsminderungsrente machen kann..

von
Leser

Investieren Sie das Geld in eine Rechtsberatung eines Fachanwaltes. Sonst laufen Sie in ein paar Jahren immer noch an der gleichen Stelle.
Die DRV wird sich auf den Rehabericht berufen und das machen, was sie am besten kann: Ablehnen
(bei meiner Frau wurden sämtliche Befunde vom Neurologen, Internisten, Orthopäden und HNO Arzt ignoriert, nachweislich weg begutachtet und vor Gericht behauptet - sie wäre garnicht krank / sie ist seit Anfang 2009 krank, seit Mitte 2010 krankgeschrieben hat mehrere OP´s hinter sich u.s.w.)

von
Schade

Was soll man hierzu sagen?

Die kaputten Kniegelenke allein sind sicher kein Berentungsgrund - es gibt schließlich Menschen im Rollstuhl, die arbeiten können; mit Knieproblemen ist vom Grundsatz beispielsweise nahezu jeder Bürojob machbar.

Somit bleibt die Schmerzproblematik: hier müssten Ärzte zum Ergebnis kommen, dass man deswegen erwerbsgemindert ist - das kann jedoch keiner im Forum beurteilen.

Was haben Sie gegen die Rentenablehnung unternommen? Wenn die Rente abgelehnt ist, bleiben Widerspruch und Klage, letztendlich wird ein Richter am Sozialgericht beurteilen müssen, ob Ihre Frau mit Ihren Schmerzen mit oder ohne Rente leben muss.
("vor Gericht und auf hoher See ruht man in Gottes Hand")

Ob eine Reha was ändern kann? Da müssen Sie ärztlichen Rat einholen - als Laie glaube ich zu wissen, dass kaputte Knochen nicht nachwachsen, ob ne Reha oder eine andere Art der Behandlung was an den Schmerzen beheben / lindern kann? Arzt fragen!

Experten-Antwort

Nach § 65 Abs. 2 Nr. 2 SGB I kann Ihre Ehefrau Behandlungen ablehnen, wenn sie mit erheblichen Schmerzen verbunden sind. Dies sollte sie auch gegenüber den Ärzten bzw. Therapeuten anzeigen. Wenn Ihre Ehefrau alles tapfer mitmacht, ist es für die Ärzte schwierig, zu einer korrekten Einschätzung des Gesundheitszustands zu kommen. Um Nachteile zu vermeiden, sollte sie darauf achten, dass der Grund der verweigerten Mitwirkung korrekt dokumentiert wird.

Inwieweit Ihre Ehefrau aufgrund ihres Leidens mit einer Rente rechnen darf, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.