Schonvermögen bei Hilfe zum Lebensunterhalt

von
Jens246

Hallo,

ich bekomme Erwerbsminderungsrente auf Zeit.
Da die Rente nur 300 Euro beträgt erhalte ich zusätzlich Hilfe zum Lebensunterhalt und habe Donnerstag den Termin beim Amt.
Ich habe noch 800 Euro auf dem Konto von meinem alten Krankengelt. Wenn die Sachbearbeiterin das sieht wird das dann mit meinem Leistungsanspruch verrechnet oder darf ich die 800 Euro als Schonvermögen behalten ?

Und ab wann zählt der Anspruch ? Ab erstem Kontakt mit dem Amt oder erst wenn alle Unterlagen abgegeben sind ?

Vielen Dank für eure Antworten !
Gruß Jens

von
Suse

Keine Sorge,Sie dürfen die 800 € behalten,das liegt innerhalb der Freigrenze.

Und der Antrag läuft ab dem Tag,an dem der 1.Kontakt zum Amt stattfand.

von
Hero

Ihre 800€ dürfen Sie als Schonvermögen behalten.

" Die Vermögensanrechnung der Hilfeempfänger richtet sich nach § 90 SGB XII und der dazu ergangenen Durchführungsverordnung [1]. Im Grundsatz muss das gesamte verwertbare Vermögen eingesetzt werden, wobei zahlreiche Ausnahmen vom Gesetz definiert werden, die die Vermögensanrechnung in der Praxis sehr schwierig machen können.
Kleinere Barbeträge oder sonstige Geldwerte werden bis zu einem Betrag von 1.600 € nicht angerechnet, bei Personen ab 60 Jahren sowie bei voll erwerbsgeminderten Personen 2.600 Euro, für den Ehe- oder Lebenspartner bleiben zusätzlich 614 € anrechnungsfrei."

http://de.wikipedia.org/wiki/Hilfe_zum_Lebensunterhalt

Leistungen beginnen natürlich erst mit dem Monat der Antragstellung und nicht " ab erstem Kontakt " .

Experten-Antwort

Zum Schonvermögen sprechen Sie bitte Ihren Sachbearbeiter/Ihre Sachbearbeiterin vor Ort an. Grundsätzlich dürften 800 Euro innerhalb dessen liegen, was Sie haben dürfen. Genaue Auskünft kann aber nur die zuständige Stelle geben, da diese Ihre kompletten Einkommens-/Vermögens- und Finanzverhältnisse kennt.
Angeben müssen Sie die Summe aber auf jeden Fall.
Auch zur Frage ab wann Sie Leistungsansprüche haben sollten Sie mit Ihrem Sachbearbeiter/Ihrer Sachbearbeiterin vor Ort sprechen. Nicht jede Kontaktaufnahme mit dem Amt kann/muss gleich als Antrag auf Hilfeleistungen gesehen werden. Wenn aber bei der ersten Vorsprache klar zum Ausdruck gebracht wurde, dass Leistungen beantragt werden sollen (ggf. sogar Antragspapiere ausgehändigt und mitgenommen wurden), dann dürfte es sich hierbei um ein (formlose) Antragstellung handeln. Dann wären Leistungsansprüche ab diesem Zeitpunkt zu prüfen.

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