schul- und fachschulausbildung

von
wakreppen

hallo, ich bitte um mithilfe.
mein versicherungsverlauf weisst 52 monate schulausbildung und 21 monate fachschulausbildung aus. die 21 monate werden im rentenbescheid voll berücksichtigt als beitragsfreie zeiten, die schulausbildung jedoch nur mit 14 monaten. ist das korrekt?
danke vorab. wakreppen

von
User

Bei einem Rentenbeginn vor 2009 ist das korrekt.
Nach §263 Abs. 3 SGB VI werden nur 36 KM Schul- oder Hochschulausbildung anerkannt.
Auf diese 36 KM wird auch die Zeit des Fachschulbesuchs angerechnet und das vorrangig. Die 36 KM werden also zuerst mit der Fachschule angefüllt, und der Rest dann mit der Schul-/Hochschulausbildung.

von
wakreppen

hallo user, dann fehlt aber bei mir ein monat, 21 + 14 wären ja nur 35 monate. lohnt sich ein einspruch?
danke. wk

von
Unbekannt

Hallo,

Sie haben sicherlich noch einen Monat, wo dies bewertet wird. Haben Sie mal eine Lehre abgebrochen oder einen Kurs vom Arbeitsamt besucht? Evtl. wurde dies (richtigerweise) als Berufsausbildung gemeldet und ist somit vorranging zu bewerten. Das taucht dann nicht unter "beitragsfreien Zeiten" sondern unter "beitragsgeminderten Zeiten" auf (Keine Angst es ist nichts gemindert, heißt nur so).

Am Einfachsten schnappen Sie sich Ihren Bescheid und Personalausweis und gehen Sie zur Beratungsstelle. Schon wird sich Ihr Problem auflösen.

von
wakreppen

danke an alle. wk

von Experte/in Experten-Antwort

Bei der Berücksichtigung von Schulzeiten (Ausbildungszeiten) muss man zwei Dinge unterscheiden:

1. Der tatsächliche Umfang eines Schulbesuchs wird ab dem 17. Lebensjahr vollständig im Versicherungsverlauf (Anlage 2 zu Bescheiden der Rentenversicherung) eingetragen. Bis zu 96 Monate davon können als rentenrechtliche Zeiten wegen Schulbesuch berücksichtigt werden. Diese Monate helfen zum Beispiel wichtige Wartezeiten zu erfüllen.

2. Künftig werden von allen Ausbildungszeiten "Fachschulbesuch und berufliche Ausbildung" maximal 36 Monate rentensteigernd bewertet, wobei zusätzliche Rentenanwartschaften vorrangig einem Fachschulbesuch zugeordnet werden. Normale Schul- und Hochschulzeiten werden künftig nicht mehr bewertet. In einer Übergangszeit kann es hier noch zu eingeschränkten Rentenanwartschaften kommen.
Die Berechnung zusätzlicher Rentenanwartschaften wird in der Anlage 4 ("Entgeltpunkte für beitragsfreie und beitragsgeminderte Zeiten") dargestellt, wobei in der Summe tatsächlich bis zu 36 Monate Ausbildung sowohl unter der Rubrik "Bewertung beitragsfreier Zeiten" wie auch im Abschnitt "Bewertung beitragsgeminderter Zeiten" an der Prüfung zusätzlicher Rentenanwartschaften teilnehmen. Eine zusätzliche Bewertung muss aber nicht erfolgen, da eventuell eine zeitgleiche (=im gleichen Monat) Beitragsleistung oder auch Anrechnungszeit höher bewertet ist.

Somit kann im Ergebnis Ihre Darstellung durchaus korrekt sein. Sicher können Sie Widerspruch einlegen. Wenn aber alle Zeiträume im Versicherungsverlauf aufgeführt sind, stimmt in aller Regel auch die Berechnung der Rente.

Zur individuellen Abklärung Ihrer Situation sollten Sie vorsorglich einen Termin bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle vereinbaren. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Service/Beratungsstellen" ermitteln.