Schwache Einzahlungsjahre im nachhinein wieder ausgleichen

von
Michael Rossbach

Halllo Zusammen,

ich bin seit 3 Jahren ohne Arbeit und hatte in den letzten 3 Jahren keine Möglichkeit in meine Rente einzuzahlen (die Mini-Renteneinzahlung für H4 kann man getrost vernachlässigen).
Das reisst natürlich in meine persönliche Rentenerwartung, die ich noch vor 3 Jahren hatte, ein ganz schönes Loch. Wie lange ich noch arbeitslos bin ist in meinem Alter von 52 auch nicht abzusehen. Trotzdem klammere ich mich an den Gedanken irgendwann wieder in Arbeit zu kommen und Vollgas zu geben. Notfalls versuche ich mich selbstständig zu machen wobei ich nicht gerade der Typ dafür bin, aber wenns nicht anders geht versuch ich das auch.

Jetzt meine Frage. Angenommen ich komme in nächster Zeit wieder in irgendeiner Form in Beschäftigung kann ich dann die verlorenen Jahre wieder aufholen oder schiebt mir da die Beitragsbemessungsgrenze einen Riegel vor?

Anders ausgedrückt könnte ich z.B. in nur einem Jahr durch total viel Arbeit den finanziellen Verlust wieder einholen oder kann ich sowieso nur einen bestimmten maximalen jährlichen Rentenbeitrag einzahlen egal ob ich 40.000 oder 400.000 in einem Jahr verdient habe?

Jetzt schieb ich gleich noch ne zweite Frage hinterher :) Kann ich als Selbstständiger auch in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen und wenn ja lohnt sich das überhaupt oder ist das Preis-Leistungsverhältnis der gesetzlichen nicht so toll? Irgendwie habe ich immer noch das Gefühl das die gesetzliche Rentenversicherung am sichersten bezüglich Krisen und Insolvenz ist. Den privaten traue ich irgendwie nicht.

Ich sag schon mal im voraus danke für die Antworten. Gruss, Michael

von Experte/in Experten-Antwort

Wie Sie schon richtig erahnt haben, schiebt sich da die Beitragsbemessungsgrenze davor.
Als versicherungspflichtiger Beschäftigter können Sie in 2010 bis zu 66.000,- EUR als sozialversicherungspflichtiges Entgelt für die Rente berechnet bekommen.
Als evtl. freiwillig Einzahlender (Selbstständiger) geht dies bis monatlich 1.094,50 EUR. Ob sich das trägt/lohnt (renditemäßig) sollten Sie sich in einem Beratungsgespräch persönlich erläutern lassen.

von
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Hallo Herr Rossbach,

fragen Sie bei der Beratungsstelle auch nach der Antragspflichtversicherung. Sie können sich als Selbständiger innerhalb von 5 Jahren nach Aufnahme der Selbständigen Tätigkeit auf Antrag pflichtversichern. Ob diese sinnvoll ist, muss allerdings mit dem Berater besprochen werdne. Sinnvoll ist es meistens, wenn man sich wegen des Erwerbsminderungsschutzes absichern muss, weil man
a) mit Freiwilligen Beiträgen diesen nicht aufrechterhalten kann (nach § 241 SGB VI) und
b) keine private BU-Absicherung hat bzw. erhalten kann.