Schweigepflicht einer Rehaklinik - dringend

von
Sonnenuntergang44

Guten Morgen! Ich bin momentan etwas im Zwiespalt und bin mir noch nicht sicher, ob ich handeln soll. Es geht um einen Bekannten (53 J.). Er ist aufgrund von Depressionen seit über 6 Monaten krank geschrieben. Seine Schwester ist bereits seit einigen Jahren in Rente wegen psychischer Probleme. Dies rührt allerdings daher, dass sie als Altenpflegerin ständig tote Leute gesehen hat und nachher auch von Kollegen gemobbt wurde. Der o.g. Bekannte hat m. E. von Anfang an geplant, alle Register zu ziehen, um irgendwann auf Rente zu kommen. Eine Therapie will er nicht und er macht auch keine ANstalten, sich irgendwo beim Therapeuten auf eine Warteliste setzen zu lassen. Sein behandelnder Arzt hat in den letzten Monaten mehrere Male die Medikation bei ihm gewechselt, da angeblich bisher nix bei ihm geholfen hat. Mit dem jetztigen aktuellen Medikament geht es ihm richtig gut. Das sehe nicht nur ich so, sondern auch noch einige andere und auch seine Frau hat gesagt, dass ihm das Medikament gut tut. Er macht und tut und ist stundenlang im Garten am wurschteln. Er ist wie ausgewechselt. Allerdings wird er das seinem behandelnden Arzt nicht auf die Nase binden, denn ich weiß, dass er unbedingt auf Rente will (obwohl es jetzt mit ihm schon viel besser ist). Jetzt hat die Krankenkasse ihn aufgefordert, eine medizinische Reha zu beantragen, denn die wollen ja auch nicht ewig Krankengeld zahlen. Hat er auch gemacht und jetzt sagte mir seine Frau, dass er wohl schon öfters mit seiner Schwester telefoniert hat um sich Tipps geben zu lassen, wie er sich in der Kur verhalten soll. Der wird den Kurarzt bestimmt total voll jammern, dass es ihm so schlecht geht und dass er in dem Zustand nicht arbeiten kann. Er wird auch bestimmt am Ende der Kur sagen, dass ihm die Kur nicht geholfen hat. In der Hoffnung, dass der Kurarzt ihn arbeitsunfähig entlässt und er dann einen Rentenantrag stellen kann. Das regt mich echt auf, denn er hat das alles strategisch durchdacht. Jetzt bin ich mit mir am handern, ob ich der Rehaklinik oder der Rentenversicherung einen Tipp geben soll. Die Frage ist nur folgende: Hat die Rehaklinik bzw. die Rentenversicherung Schweigepflicht wenn ich denen einen Tipp gebe? Oder wird die Rehaklinik ihn in der Kur darauf ansprechen? Ich möchte natürlich nicht, dass er sich nachher an fünf Finger abzählen kann, wer ihn verpfiffen hat. Ich finde es nämlich echt ungerecht, dass so jemand nachher ohne Probleme die Rente durch bekommt und andere, die viel kränker sind, bekommen keine Rente. Sowas geht doch nicht.

von
Bumblebee

Behalten sie doch bitte Ihre theorien und unbestätigten vermutungen erstmal für sich.

Eine KK zahlt nicht ohne Prüfung dauerhaft Krankengeld.
Auch die Reha Ärzte wissen schon was sie tuen und können ihre Simulanten sehr gut aussotieren.

Bei einen EM Renten Antrag wir intensiv geprüft und auf Therapiehen hingewiessen.

Sie brauchen mit sicherheit niemanden einen Tipp geben.

von
Jockel

Sparen Sie sich ihre Energie für die wirklich wichtigen Dinge im Leben und vergeuden Sie diese nicht damit, sich über andere Leute Gedanken zu machen.
Niemand bekommt "einfach so" oder weil er gut "schauspielern" kann eine Rente. Ein Hinweis von Ihnen würde gar nix bringen.

von
User

Ich denke auch dass sie da erstmal nichts unternehmen sollten.

die werden schon wissen wie man solche simulanten von echten patienten absondern kann, haben ja tagaus tagein mit echten patienten und sicherlich auch oft mit simulanten zu tun.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Sonnenuntergang44,

auch wenn ich Ihre Verärgerung gut verstehen kann - ich denke, Sie sollten es den zuständigen Medizinern überlassen, die Erwerbsfähigkeit Ihres Bekannten einzuschätzen.
Die Schweigepflicht der Kliniken bzw. der Sozialdatenschutz in der RV bezieht sich eigentlich auf deren Patienten und Versicherte - inwieweit Ihnen das eine Garantie gibt, dass nicht herauskommt, dass Sie ihn "verpfiffen" haben, kann ich nicht beurteilen (Sie sollten auch aufpassen, dass Sie sich nicht der "Verleumdung" oder "übler Nachrede" schuldig machen...)

von
blockwart

...hoffentlich wirst du mal erwischt, wenn du bei rot über die ampel gehst!

es lebe das Denunziantentum!!

von
???

Hm, ich finde dieses Tipp-Geben auch nicht gut. Und wenn man jedem psychisch Kranken seinen tatsächlichen Zustand von außen ansehen könnte, gäbe es auch keine Selbstmorde mehr. Mann würde es ja vorher merken.
Aber grundsätzlich würde es sich bei dem vermuteten Verhalten um Sozialbetrug und damit eine Straftat handeln. Das sollte man nicht vergessen.

von
Kavalier

Vermutlich ist blockwart der Meinung, dass Versicherungsbetrug beim Staat ein Kavaliersdelikt ist...

von
blockwart

lieber S 44-sprich doch einfach mit deinem Bekannten!