Schwerbehindert und selbst einzahlen

von
Michael

Guten Tag in die Runde,

ich bin 100% schwerbehindert und habe daher eine oft gebrochene berufliche Biografie und viel Ausbildungszeiten.
Somit fällt meine zu erwartende Rente bescheiden aus.
Im Augenblick verdiene ich nicht schlecht und überlege, ob ich dieses und nächstes Jahr zusätzlich in die gesetzliche Rente einzahle.
Dabei interessiert mich jetzt insbesondere, ob der Beitrag, den ich selbst einzahle, auch vollwertig behandelt wird.
Entstehen mir für das Geld auch Ansprüche, falls ich irgendwann gar nicht mehr arbeiten kann und eine Erwerbsgemindertenrente beantragen muß ?
Wenn ich sterbe, hat meine Frau dann auch einen Anspruch auf Witenrente aus meinen zusätzlichen Einzahlungen ?

Vielen Dank !
Michael

Experten-Antwort

Hallo Michael,

grundsätzlich ist die Zahlung freiwilliger Beiträge neben Pflichtbeiträgen in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht möglich.
Es bestünde ggfs. nur die Möglichkeit weitere Einzahlungen als Ausgleich für Rentenabschläge nach § 187a SGB VI zu leisten.
Bezüglich dieser Möglichkeit und der sich daraus ergebenden Auswirkungen auf Ihre spätere Rente oder auf eine mögliche Witwenrente sollten Sie sich persönlich in einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.

Die Beratungsstellensuche finden sie unter folgendem Link:
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/02_beratung/01_beratung_vor_ort/01_servicezentren_beratungsstellen_node.html

von
Michael

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Als hätte ich es geahnt, habe ich gerade nochmals einen neuen Thread eröffnet.
Da ich taub bin, kann ich nicht "normal" kommunizieren und das ist dann schwer mit einem Beratungstermin.

Michael

von
senf-dazu

Hallo Michael!

Es gibt mehrere Möglichkeiten, zusätzlich einzuzahlen, z.B. zum Ausgleich des Abschlages bei vorzeitigem Rentenbezug.
Eine Beratung bei der DRV scheint auch für gehörlose Menschen möglich zu sein, schauen Sie einmal hier nach:
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/01_kontakt/telefonischer_kontakt_fuer_hoergeschaedigte_node.html

PS: Was einmal eingezahlt und auf Ihrem "Rentenkonto" verbucht ist, kommt natürlich auch bei Hinterbliebenenrenten erhalten.

von
Fastrentner

Zitiert von: Michael
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Als hätte ich es geahnt, habe ich gerade nochmals einen neuen Thread eröffnet.
Da ich taub bin, kann ich nicht "normal" kommunizieren und das ist dann schwer mit einem Beratungstermin.

Michael

Sie können durchaus in einer Beratungsstelle beraten werden, in dem Sie sich einen Gebärdendolmetscher besorgen, der Sie dorthin begleitet. Die Kosten werden von Ihrem zuständigen RV-Träger übernommen.

von
senf-dazu

Leider nicht zielführend, im anderen Posting erklärt Michael, er beherrsche die Gebärdensprache nicht ...

von
W*lfgang

Zitiert von: senf-dazu
Leider nicht zielführend, im anderen Posting erklärt Michael, er beherrsche die Gebärdensprache nicht ...

Ergänzend:

das lässt sich auch mit einfachen Mitteln 'skizzieren'/in Worten/Zahlen unkompliziert niederschreiben, um es sehenden Auges nachvollziehen zu können.

Immerhin kommen Berater nicht aus dem einfachen Dienst und dürften diese vermeintliche Hürde spielend gemeinsam mit Michael überspringen können - ist natürlich etwas zeitaufwändiger/ist in diesem Fall schlicht einzukalkulieren!

Haben Sie ein Zeichentablett mit Beamer, braucht Michael die Skizzen nur schräg hinter Ihrem Kopf an der Rückwand abzulesen ...jetzt wird es aber sehr speziell #Neuland, da diese schlichte digitale Evolutionsstufe nur den Geschäftsberichten-Präsis im Vorstand vorbehalten ist ;-)

Gruß
w.

von
Genervter

Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: senf-dazu
Leider nicht zielführend, im anderen Posting erklärt Michael, er beherrsche die Gebärdensprache nicht ...

Ergänzend:

das lässt sich auch mit einfachen Mitteln 'skizzieren'/in Worten/Zahlen unkompliziert niederschreiben, um es sehenden Auges nachvollziehen zu können.

Immerhin kommen Berater nicht aus dem einfachen Dienst und dürften diese vermeintliche Hürde spielend gemeinsam mit Michael überspringen können - ist natürlich etwas zeitaufwändiger/ist in diesem Fall schlicht einzukalkulieren!

Haben Sie ein Zeichentablett mit Beamer, braucht Michael die Skizzen nur schräg hinter Ihrem Kopf an der Rückwand abzulesen ...jetzt wird es aber sehr speziell #Neuland, da diese schlichte digitale Evolutionsstufe nur den Geschäftsberichten-Präsis im Vorstand vorbehalten ist ;-)

Gruß
w.

Und wieder das alte Thema!
Sie berücksichtigen nicht das Arbeitsaufkommen in einer Auskunfts- und Berstungsstelle und Ihrem Ruhesitz im Versicherungsamt, wo Sie sicherlich sogar Zeit haben, alles zeichnerisch darzustellen!
Leben Sie ruhig weiter auf Ihrer Insel!
Ich glaube nicht, dass Sie schon mal einen Gehörlosen ohne Gebärdendolmetscher beraten haben, denn dann würden Sie nicht so einen Unsinn schreiben!

von
=//=

Die Fragen von @Michael bzgl. einer Beitragszahlung wurden doch schon mehrfach beantwortet. Er wollte auch an die DRV Bund einen Brief schreiben.

Bei allem Verständnis: es ist schlimm, mit solch einem Schicksal (spätertaubt) konfrontiert zu werden. Aber es haben ihm jetzt schon zig User Tipps gegeben. "Selbstbestimmtes Leben als Behinderter" (s. anderen Thread) kann doch aber nicht so weit gehen, dass man bestimmte Dinge nicht über die Ehefrau telefonisch klären lässt oder diese zu einer Beratung einfach mitnimmt.

von
Michael

Ich verstehe das nicht, etwas schriftlich zu erklären, ist doch kein größerer Aufwand, als etwas in einem Gespräch zu erklären ?
Weil wenn die Person viele Daten einfach an den Kopf geschmissen bekommt, muß er die auch erst aufschreiben beim Gespräch und das dauert dann wohl länger, wenn es der Beamte aus seinem Kopf gleich selbst aufschreibt.

Wenn der Beratene das nicht aufschreibt, steht er danach unten im Flur und hat vielleicht schon wieder die Hälfte vergessen oder die Zusammenhänge.
Dann kann er gerade nochmals ein Beratungsgespräch vereinbaren.

Als ich noch hörte, habe ich mir auch als vieles aufgeschrieben.
Schriftlich was in die Hand gedrückt zu bekommen, da ist auch der Vorteil, dass man später jederzeit nachlesen kann, wenn es im Hirn bereits verschwommen ist.

Oder wo ist das Problem von der DRV was schriftlich zu bekommen ?
Will man nicht, dass man später nachweisen kann, aber da und dann haben sie das anders geschrieben ?
So kommt mirs jetzt aber ehrlich vor..........

von
Michael

Ja, geschrieben habe ich der DRV noch nicht, da komme ich wohl erst nächste Woche dazu.
Will erst noch andere Anlagemöglichkeiten abklopfen, die vielleicht den gleichen Effekt haben und für die man dann keine Beiträge in der GKV als Rentner zahlen muß.
Falls sich die Gesetze dazu nicht eh bald ändern.......

von
=//=

"Oder wo ist das Problem von der DRV was schriftlich zu bekommen ?
Will man nicht, dass man später nachweisen kann, aber da und dann haben sie das anders geschrieben ?
So kommt mirs jetzt aber ehrlich vor.........."

Ich glaube, wir haben jetzt genügend über alles diskutiert. Aber Ihre Aussage ist schon etwas befremdlich... Die DRV hat nichts zu verbergen.
Wenn Ihre Anfrage so lebenswichtig ist, können Sie ja jederzeit eine schriftliche Antwort haben. Wo ist das Problem?

Wenn es um irgendwelche Fristen geht, ist es sicherlich sinnvoller, diese schriftlich bestätigt zu bekommen. Aber bei manchen Beratungsterminen ist es einfach nicht erforderlich, jeden Piep schriftlich festzuhalten.

von
Unverständnis

Zitiert von: Michael
Ich verstehe das nicht, etwas schriftlich zu erklären, ist doch kein größerer Aufwand, als etwas in einem Gespräch zu erklären ?
Weil wenn die Person viele Daten einfach an den Kopf geschmissen bekommt, muß er die auch erst aufschreiben beim Gespräch und das dauert dann wohl länger, wenn es der Beamte aus seinem Kopf gleich selbst aufschreibt.

Wenn der Beratene das nicht aufschreibt, steht er danach unten im Flur und hat vielleicht schon wieder die Hälfte vergessen oder die Zusammenhänge.
Dann kann er gerade nochmals ein Beratungsgespräch vereinbaren.

Als ich noch hörte, habe ich mir auch als vieles aufgeschrieben.
Schriftlich was in die Hand gedrückt zu bekommen, da ist auch der Vorteil, dass man später jederzeit nachlesen kann, wenn es im Hirn bereits verschwommen ist.

Oder wo ist das Problem von der DRV was schriftlich zu bekommen ?
Will man nicht, dass man später nachweisen kann, aber da und dann haben sie das anders geschrieben ?
So kommt mirs jetzt aber ehrlich vor..........

Auch körperlich Behinderte sollten sich mit ungerechtfertigter Kritik zurückhalten.
Ein Beratungsgespräch schriftlich zu fixieren, ist etwas anderes als wichtige Stichpunkte und Zahlen zu dokumentieren.
Wenn Sie unbedingt etwas schriftliches benötigen, können Sie das jederzeit bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger beantragen.
Zu verheimlichen hat dieser nichts, aber evtl. Sie, wenn Sie so wenig auf die Hilfe Ihrer Frau geben?

von
Michael

Das mache ich nächste Woche schriftlich.
Zu "das ist jetzt befremdlich".
Liegt nun mal in der Natur der Behinderung, spät hochgradig Hörgeschädigte oder Ertaubte sind meist extrem misstrauische Menschen, weil sie halt in der hörenden Welt nichts mitbekommen.
Das prägt die ganze Lebenseinstellung.

Grüße, Dank, schönes Wochenende und sonnigen Tag !
Michael

von
W*lfgang

Zitiert von: Genervter
Sie berücksichtigen nicht das Arbeitsaufkommen in einer Auskunfts- und Berstungsstelle

Seien Sie doch froh, dass Sie dort einen Arbeitsplatz gefunden haben, obwohl das SGB für diesen Teilbereich der SV nicht mal AuB-Stellen vorsieht ;-)

Guß
w.
*Autsch

von
Genervter

Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: Genervter
Sie berücksichtigen nicht das Arbeitsaufkommen in einer Auskunfts- und Berstungsstelle

Seien Sie doch froh, dass Sie dort einen Arbeitsplatz gefunden haben, obwohl das SGB für diesen Teilbereich der SV nicht mal AuB-Stellen vorsieht ;-)

Guß
w.
*Autsch

Man merkt an Ihren Antworten, wenn man Sie ertappt hat.
Letztendlich bleibt es Unsinn, den Sie von sich gegeben haben.

von
W*lfgang

Zitiert von: Genervter
merkt an Ihren Antworten, wenn man Sie ertappt hat.
Letztendlich bleibt es Unsinn, den Sie von sich gegeben haben.[/quote]

Man merkt an Ihren Antworten, dass Sie keinen wirklichen Bezug zu diesem/rein gesetzlichen Themenkomplex haben und dementsprechenden Hinweisen unaufgeschlossen sind - die DRV-Insel schwelgt in Allmachtsgefühlen ;-)

Gruß
w.