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Schwerbehindertenrente bei Brustkrebs

von
Kathleen

Guten Abend.
Bei meiner Mutter wurde im Dezember 2011 Brustkrebs festgestellt. OP ist durch und jetzt stehen die Bestrahlungen an, die wohl bis ungefähr Ende März gehen werden.
Sie ist im August 1950 geboren, wird also dieses Jahr 62 Jahre alt. Sie war durchgängig seit ihrem 16. Lebensjahr arbeiten. Ich habe nun rausgefunden, dass sie bei ihrer Krebsart wohl einen Grad der Behinderung von 50 % bekommen wird und somit auch Anspruch auf Schwerbedindertenrente hat. Sie ist von Beruf Reinigungskraft und will nach dem Ende der Behandlung nicht mehr arbeiten, weil es körperlich zu anstrengend für sie ist.

Wie funktioniert das in ihrem Fall mit dieser Art der Rentenzahlung? Ich habe nun schon rausgefunden, dass sie 63. Jahre alt sein müsste, um ohne Abzüge in die Rente zu gehen. Was passiert, wenn sie es schon mit 62. tut? Ich gehe einfach mal davon aus, dass sie noch bis zu ihrem Geburtstag im August krankgeschrieben sein wird.

von
Claire Grube

Zitiert von: Kathleen

Guten Abend.
Mutter ist im August 1950 geboren, wird also dieses Jahr 62 Jahre alt. Sie war durchgängig seit ihrem 16. Lebensjahr arbeiten. Ich habe nun rausgefunden, dass sie bei ihrer Krebsart wohl einen Grad der Behinderung von 50 % bekommen wird und somit auch Anspruch auf Schwerbedindertenrente hat. Sie ist von Beruf Reinigungskraft und will nach dem Ende der Behandlung nicht mehr arbeiten, weil es körperlich zu anstrengend für sie ist.

Wie funktioniert das in ihrem Fall mit dieser Art der Rentenzahlung? Ich habe nun schon rausgefunden, dass sie 63. Jahre alt sein müsste, um ohne Abzüge in die Rente zu gehen. Was passiert, wenn sie es schon mit 62. tut? Ich gehe einfach mal davon aus, dass sie noch bis zu ihrem Geburtstag im August krankgeschrieben sein wird.


Sinnvoll wäre die Beantragung einer Rente wegen Erwerbsminderung. Wird die nicht gewährt, was bei diesem Lebensalter und der Erkrankung eher unwahrscheinlich ist, kann der Antrag als Antrag auf Altersrente gelten. Lassen Sie sich bei der Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung individuell beraten und ggf. gleich den Rentenantrag entgegennehmen. Wenn Sie das für Ihre Mutter erledigen möchten, benötigen Sie eine formlose Vollmacht.

von
Kathleen

Vielen Dank für die sehr schnelle Antwort.

Ich habe trotzdem noch eine Frage. Ich hoffe sie erscheint nicht sehr dumm aber wir haben uns bis jetzt noch nicht mit dem Thema Rente auseinander setzten müssen.

Sie schreiben, Sie soll einen Antrag auf wegen Erwerbsminderung beantragen. Was heißt denn das? Ist das dass gleiche wie die Schwerbehindertenrente?

Zu einer Beratung wird sie natürlich auch noch gehen, wir wollten uns nur schon mal vorinformieren.

von
Krämers

EM-Rente kann derjenige bekommen der keiner Erwerbstätigkeit mehr aus gesundheitlichen Gründen nachgehen kann. Feststellungen dazu trifft die RV nach umfangreichen med. Ermittlungen, welche von einer med. Reha bis hin zu einer Begutachtung im Hause der RV oder einem externen Gutachter umfassen kann.

http://de.wikipedia.org/wiki/Verminderte_Erwerbsf%C3%A4higkeit

von
Kathleen

Also ist es das gleiche wie die Schwerbehindertenrente, nur eine andere Bezeichnung?

von
Krämers

Zitiert von: Kathleen

Also ist es das gleiche wie die Schwerbehindertenrente, nur eine andere Bezeichnung?

Nein.

von
Kathleen

Danke für die hilfreiche Antwort. ;-)

Mir ist trotzdem nicht klar, wo der Unterschied liegt. "EM-Rente kann derjenige bekommen der keiner Erwerbstätigkeit mehr aus gesundheitlichen Gründen nachgehen kann. Feststellungen dazu trifft die RV nach umfangreichen med. Ermittlungen, welche von einer med. Reha bis hin zu einer Begutachtung im Hause der RV oder einem externen Gutachter umfassen kann." - Genau das gleiche gilt doch auchbei der Schwerbehindertenrente, oder?

Scheinbar wird hier vorausgesetzt, dass jeder ein Profi ist.

von
...2

Das gleiche gilt bei der Altersrente für Schwerbehinderte eben nicht. Da untersucht die Rentenversicherung nichts. Da braucht man einen Grad der Behinderung von mindestens 50, aber den stellt nicht die Rentenversicherung fest. Sie gehen mit Ihrer Mutter am besten in eine Auskunfts- und Beratungsstelle und lassen sich das vor Ort persönlich genau erklären.

von
Krämers

Im Net gibt es tausendfach Erklärungen zu dem Thema EM-Rente und Altersrente wegen Schwerbehinderung. Auch auf der Webseite der deutschen Rentenversicherung wird dies alles ausführlichst erklärt...

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/58234/publicationFile/23979/die_richtige_altersrente_fuer_sie.pdf

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/30430/publicationFile/20365/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Eine EM-Rente kann man in jedem Alter bekommen ( also auch ein 25, 30 oder 40 jähriger ), wenn er die versicherungstechnischen u n d die medizinsichen Vorraussetzungen dazu erfüllt. Beide Voraussetzungen werden von der Rentenversicherung IMMER geprüft und danach dann entscheiden ob eine EM-Rente zuerkannt werden kann oder nicht.

Bei der EM-Rente ist wenn sie vor dem 60. Lebenjahr in Anspruch genommen wird immer ein Abschlag von 10,8% - lebenslang - hinzunehmen. Beim Beanspruchung vom 60. bis zum 63. Lebenjahr sind anteilige Abschläge hinzunehmen.

http://www.ihr-rentenplan.de/html/abschlaege_erwerbsminderungsrente.html

Eine Altersrente wegen Schwerbehinderung hingegen kann man nur dann bekommen wenn man ein gewisses Alter ( 63 ) erreicht hat. Ebenfalls muessen mind. 35 Versicherungsjahre vorliegen und 50% GdB zum Zeitpunkt des Rentenantrages vorliege. Eine Überprüfung der med. Voraussetzungen erfolgt hier also - im Gegensatz zur EM-Rente - von der Rentenversicherung NICHT. Die med. Prüfung/Zuerkennung des GdB erfolgt ja durch das Versorgungsamt und nicht durch die RV. Die Altersrente für Schwerbehinderte hingegen kann - unter o.g. Voraussetzungen - dann abschlagsfrei bezogen werden.

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Altersrente-fuer-Schwerbehinderte-10.html

Ihre Mutter kann also nur mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen. Vorher bliebe nur die EM-Rente und die gibt es nur mit Abschlägen siehe Link. Ihre Mutter sollte also versuchen möglichst lange Krankengeld zu beziehen und anschliessend dann noch ALG I um dann nahtlos mit dem 63. Lebenjahr in die Altersrente wegen Schwerbehinderung zu gehen. Ob dies gelingt hängt aber nicht nur von ihrer Mutrter ab , sondern im besonderen vom Verhalten ihrer Krankenkasse und anschließend dann noch von der Agentur für Arbeit. Eine Aufforderung zur Rehaantragstellung bei der RV ( und damit letztlich auch die Anstossung einer Prüfung ihrer Erwerbsfähigkeit .. ) kann von der Kasse und dann anschließend auch von der AfA JEDERZEIT erfolgen.

von
Kathleen

Vielen Dank für die Antwort. Wir werden wohl sowieso erstmal abwarten müssen, wie lange die Krankschreibung geht.

Nach den ganzen Erklärungen scheint die Schwerbehindertenrente aber trotzdem sinnvoller. Hier gibt es pro Monat einen Abzug von 0,03 Prozent, den man vor dem 63. Lebensjahr in Rente geht. Würde sie als mit 62. in Rente gehen, dann hätte sie knapp 3 % weniger Rente und das ist lächerlich. Ein Schwerbehinderung wird vorliegen, die liegt bei Brustkrebs bei 50 % und somit ist die Voraussetzung zur Schwerbehindertenrente auch erfüllt. Der Antrag lauf diesen Pass läuft allerdings noch und das wird wohl auch noch ein paar Wochen dauern.

ALG I würde bei meiner Mutter sowieso nicht in Frage kommen, da sie ja Arbeitnehmerin ist.

von
Krämers

Bei einem bösartigen Brusttumor wird IMMER eiin GDB von mindestens 50% zuerkannt und zwar rückwirkend ab Antragstellung. Da braucht sich ihre Mutter keine Sorgen zu machen. Der Schwerbehindertenantrag und dessen Gehmigung ist in dem Fall nur reine Formsache. Das Verfahren dauert aber eben seine Zeit...

Allerdings wird der Schwerbehindertenausweis bei einer Krebserkrankung und wenn keine anderen Erkrankungen noch zusätzlich vorliegen die einen GdB berechtigen, nur befristet gewährt. Bei Brustkrebs muss immer eine sog. Heilungsbewährung ( in der Regel 5 Jahre ) abgewartet werden und dann wird - kurz vor Ablauf dieser Heilunsgbewährung - von Amtswegen automatisch ermittelt ob die weiteren Voraussetzungen für den Schwerbehindertenausweis und den % GdB noch vorliegen. Ist dann kein Rezidiv der Krebserkrankung aufgetreten ( was ja nun jeder hofft ) wird regelmässig der Grad der Behinderung der für den Krebs seinerzeit zuerkannt wuirde komplett wieder aberkannt. Dadurch fallen viele dann komplett wieder aus der Schwerbehinderung heraus , es denn natürlich es haben sich neue schwere Erkrankungen ergeben die ihrerseits einen entsprechend GdB rechrtfertigen. Das hätte dann aber für die dann ja bereits lange bewilligte Altersrente für SB ihrer Mutter keine Auswirkungen mehr.

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Brustkrebs---Schwerbehinderung-532.html

"ALG I würde bei meiner Mutter sowieso nicht in Frage kommen, da sie ja Arbeitnehmerin ist"

Und natürlich hat ihre Mutter auch Anspruch auf ALG I, wenn Sie vor ihrer Erkrankung wie geschildert langjährig gearbeitet hat. In dem Alter sogar auf 24 Monate ( 2 Jahre ) ... Wie kommen Sie darauf das das nicht der Fall wäre?

http://www.sozialleistungen.info/arbeitslosengeld/bezugsdauer-beim-arbeitslosengeld.html

von
Elli

Hallo Kathleen,

ich würde das eine Jahr bis zum 63. Lebensjahr noch überbrücken und nicht auf die 0,3% Altersrente verzichten.
Wenn Ihre Mutter mindestens einen Grad der Behinderung (GdB) von 50 bekommt, dann kann sie in gut einem Jahr ohne Abzug in die Altersrente.
Nach der Bestrahlung ist man nicht automatisch gesund, sondern sie könnte noch eine medizinische stationäre Rehabilitation beantragen.
Dies hat zwei Vorteile:
Entweder wird die Reha genehmigt und das Ganze dauert mit der Wartezeit bis zur Aufnahme zusammen bis zum Sommer.
Oder die Reha wird abgelehnt und der gleiche Antrag wird als Erwerbsmiderungsrentenantrag gewertet und sie erhält die EM-Rente bis zum nächsten Jahr. Danach kann sie nahtlos in die Altesrente für Schwerbehinderte.
Sie kann sich auch weiter krank schreiben lassen (es kommen ja auch noch Nachuntersuchungen auf sie zu - und die Wartezeit darauf kann psychisch äußerst belastend sein - ), so dass das Jahr schnell vorbei ist.
Wegen des einen Jahres würde ich nicht mit Abschlag in die Altersrente für Schwerbehinderte gehen.

von
Kathleen

Vielen Dank für die beiden Antworten.

Natürlich hat meine Mutter Anspruch auf ALG 1. Aber sie ist ja festangestellt. Deshalb mein Hinweis, dass das bei ihr nicht zutrifft.

Bis zum 63. Lebensjahr ists eben noch ganz schön lang. Ich glaube nicht, dass sie 1,5 Jahre krankgeschrieben wird. Sie wird erst im August 2013 63. Jahre alt.

von
KSC

.....aber bei gleichem Rentenbeginn hat die EM rente die gleichen Abschläge wie die AR für Schwerbehinderte. Und auch wenn die EM Rente dann später umgewandelt wird, bleiben die Abschläge......

Da Kathleen und ihre Mutter offenkundig bislang wenig Ahnung von der Materie haben, sollten sie sich unbedingt demnächst persönlich beraten lassen. Im Gespräch lässt sich alles viel besser erläutern als hier online.

Vor allem kennt man dann die Zahlen um die es geht wie Rentenhöhe und Höhe des Krankengeld....

Passieren kann in dem Alter nicht mehr viel, es geht eigentlich nur noch um die finanziell optimale Strategie.
Und auch kann die Krankenkasse die "Freiheiten einschränken".

von
Claire Grube

Zitiert von: Kathleen

Nach den ganzen Erklärungen scheint die Schwerbehindertenrente aber trotzdem sinnvoller. Hier gibt es pro Monat einen Abzug von 0,03 Prozent, den man vor dem 63. Lebensjahr in Rente geht. Würde sie als mit 62. in Rente gehen, dann hätte sie knapp 3 % weniger Rente und das ist lächerlich. Ein Schwerbehinderung wird vorliegen, die liegt bei Brustkrebs bei 50 % und somit ist die Voraussetzung zur Schwerbehindertenrente auch erfüllt. Der Antrag lauf diesen Pass läuft allerdings noch und das wird wohl auch noch ein paar Wochen dauern.

Für die Rente wegen Erwerbsminderung gilt:
Beginnt Ihre Rente vor dem 63. Lebensjahr, müssen Sie ebenfalls Rentenabschläge in Kauf nehmen. Durch den Abschlag soll der frühe Rentenbezug ausgeglichen werden.

Für jeden Monat der Inanspruchnahme vor dem vollendeteten 63. Lebensjahr beträgt der Abschlag ebenfalls 0,3 Prozent, insgesamt jedoch höchstens 10,8 Prozent.

Da die Schwerbehinderteneigenschaft nicht anerkannt ist, erreichen Sie das gewünschte Ziel auf diesem Wege unmittelbarer und können die Altersrente wegen Schwerbehinderung für den Fall einer Ablehnung des Rentenantrags wegen Erwerbsminderung immer noch beantragen.

Nochmals der Hinweis, dass man sich besser beraten lassen sollte. Die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung stehen dafür für Sie kostenfrei zur Verfügung.

von
Anna

Zitiert von: Kathleen
Feststellungen dazu trifft die RV nach umfangreichen med. Ermittlungen, welche von einer med. Reha bis hin zu einer Begutachtung im Hause der RV oder einem externen Gutachter umfassen kann." - Genau das gleiche gilt doch auchbei der Schwerbehindertenrente, oder?

Der Unterschied ist, dass die DRV bei einer EM-Rente erst umfangreiche Feststellungen trifft, ob Prüfung aller Unterlagen + Anfragen bei Ärzten oder (meist) ein oder mehrere Gutachter. Bei einer Rente für SB genügt der SB-Ausweis. Abzug gegenüber Regelaltersrente hat man in jedem Fall. Außerdem gibt es SB-Rente ab Antragstellung, bei EM-Rente stellt die DRV fest, ab wann sie vermutlich erwerbsgemindert war. Gibt zwar rückwirkend Rente, aber der Abschlag wird höher und eventuelle Sozialleistungen in dieser Zeit wie Krankengeld usw. werden von der Nachzahlung zurückgezahlt.

Ein Jahr zu überbrücken, wie jemand hier vorschlug, rechnet sich in aller Regel nicht. Rechnenb Sie mal aus, wie lange sie noch leben müsste, damit der (Nicht-)Abschlag die entgangene Rente für ein Jahr übersteigt!

von
batrix

Zitiert von: Anna

Ein Jahr zu überbrücken, wie jemand hier vorschlug, rechnet sich in aller Regel nicht. Rechnenb Sie mal aus, wie lange sie noch leben müsste, damit der (Nicht-)Abschlag die entgangene Rente für ein Jahr übersteigt!

Und, wo haben Sie diese pauschale Wiesheit her???

Wenn jemand anderweitige Leistung bezieht (bei Kathleen´s Mutter wird´s wohl das Krankengeld sein) und diese Leistung vielleicht sogar noch höher ist als eine ggf. zustehende Rente (was in den meisten Fällen der Fall ist...), kann es durchaus Sinn machen, einige Zeit zu überbrücken und ggf. erst nach Auslaufen des Anspruchs der anderen Leistung die Rente zu beantragen.

Kein Sinn zu Überbrücken macht es, wenn keine Rentenbeiträge mehr eingezahlt werden UND keine anderweitigen Einkünfte erzielt werden!

Also: immer auf den Einzelfall schauen UND (wie jetzt schon mehrfach empfohlen) eine persönliche Beratung bei der Rentenversicherung in Anspruch nehmen!!!

von
batrix

Zitiert von: batrix

Und, wo haben Sie diese pauschale Wiesheit her???

Ich meinte "Weisheit". Hier fehlt die Edit-Funktion!

von
DarkKnight RV

Hallo Kathleen,

folgende Punkte sollte Sie bedenken:

1. Rentenauskunft für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen einholen und mit der Krankengeldhöhe vergleichen.

2. Sollte die Rente höher sein, kann man die Rente (mit Abschlägen) umgehend beantragen.

2a. Dabei bedenken, dass sich die Rente aufgrund des Krankengeldbezuges (Beitragszeiten) und des geringeren Abschlags (jeden Monat später bis 63 gibt 0,3 % Abschlag weniger) noch erhöhen kann.

3. Sollte die Rente nicht höher sein, alle anderen Ansprüche soweit ausschöpfen wie es möglich ist. Nach dem Auslaufen des Krankengeldanspruchs übernimmt die Agentur für Arbeit nach § 125 SGB III die Zahlung.

Da dies für Laien alles sehr schwer zu auszurechnen ist, sollten Sie, wie bereits hier vorgeschlagen, am besten einen Termin bei der nächsten Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung vereinbaren.

Experten-Antwort

Zur ursprünglichen Frage:
Abschlagsfrei bezieht eine Versicherte, die 1950 geboren ist, bei Erfüllen sämtlicher Voraussetzungen eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen ab dem vollendeten 63. Lebensjahr. Diese Rente kann bis zu 36 Monate früher in Anspruch genommen werden. Dabei muss man einen Abschlag in Höhe von 0,3 % pro Monat des früheren Rentenbezuges in Kauf nehmen.
Lassen Sie sich bezüglich der Rentenhöhe und der Gestaltungsmöglichkeiten im Hinblick auf das Zusammenspiel mit anderen Leistungen von unserem fachkundigen Personal beraten.