Schwerbehinderung der DRV melden?

von
Girlande

Hallo.

1) Soll man oder ist man evtl. verpflichtet, wenn eine Schwerbehinderung von 50 % (vorher 40 %) während eines LTA-Antrags vom Versorgungsamt festgestellt wird?

2) Habe ich evtl. irgendwelche Vorteile bei meinem Antrag auf LTA, weil ich nun Schwerbehindert bin? Bei der Arbeitsagentur kommt man ja in eine extra Abteilungund wird "intensiver" betreut.

Danke und Gruß

von
Girlande

Die Frage 1) soll natürlich lauten:

1) Soll man oder ist man evtl. verpflichtet, wenn eine Schwerbehinderung von 50 % (vorher 40 %) während eines LTA-Antrags vom Versorgungsamt festgestellt wird, der DRV das zu melden?

von
Tom Waits

Auf jeden Fall ist es von (psychologischem)Vorteil, weil die DRV oder andere Beteiligte sehen, daß der Antragsteller was tut.

Auch wenn die Schwerbehinderung nicht unmittelbar (wohl aber mittelbar) was mit der Rente zu tun hat.

von
Sachbearbeiter DRV Bereich Reha

Sie sind im Rahmen der §§60ff des Ersten Sozialgesetzbuches (SGB I) zur Mitwirkung verpflichtet.

Darunter fällt unter anderem, jedwede Angaben, die für die Entscheidung des Sachverhaltes beitragen können, zu tätigen.

Da seitens des Amtes für soziale Angelegenheiten eine Entscheidung, die Ihre gesundheitliche Lage betrifft, getroffen wurde, ist dieses im Rahmen des Antrages anzugeben, auch wenn dieser bereits gestellt wurde.

von Experte/in Experten-Antwort

In den Antragsformularen wird danach gefragt - dann müssen Sie wahrheitsgemäße Angaben machen. Sofern die Schwerbehinderung erst nach Antragstellung anerkannt wird und das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist, sollten diese Angaben noch nachgereicht werden, damit Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger umfassend über Ihren Gesundheitszustand informiert ist. In manchen Fällen wird man die medizinischen Unterlagen, die beim Versorgungsamt vorliegen, anfordern (sofern dies zur Entscheidung über die LTA-Maßnahme notwendig ist). Natürlich nur, wenn Sie im Antrag auch Ihre Einwilligung gegeben haben.

Bei Vorliegen einer Schwerbehinderung haben Sie im Rahmen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben über die Deutsche Rentenversicherung Anspruch auf die gleichen Leistungen, die gleiche Beratung und die gleiche Betreuung wie ohne eine Schwerbehinderung. Jedoch können bei vorliegender Schwerbehinderung nach durchgeführter LTA evtl. weitere Leistungen durch das Integrationsamt bzw. den Integrationsfachdienst in Betracht kommen.