Schwerbehinderung und Rente

von
Beate Keil

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mann hat einen Schwerbehindertengrad von 90 und wird zum 31.5.2012 mir Zustimmung des Intergrationsamtes von seinem Arbeitgeber gekündigt.

Mein Mann ist Geburtsjahrgang 1951 und hat zum Zeitpunkt der Kündigung 44 Jahre gearbeitet.

Ab wann kann er ohne Abschläge in Rente gehen?

von
007

2014 nach vollendung des 63.Lebeensjahres

von
Selters

Auch wieder jemand wo dieses unsägliche Integrationsamt der Kündigung eines Schwerbehinderten zugestimmt hat.

Gibt es hier eigentlich irgend jemanden auf dieser weiten welt, dem dieses komische und völlig überflüssige Amt jemal sgeholfen und z.b. den Arbeitsplatz erhalten hat ??

Diese Abnicker stimmen doch immer dem Kündigungswunsch des Arbeitgebers zu ...

von
Michel

Zitiert von: Selters

Auch wieder jemand wo dieses unsägliche Integrationsamt der Kündigung eines Schwerbehinderten zugestimmt hat.

Gibt es hier eigentlich irgend jemanden auf dieser weiten welt, dem dieses komische und völlig überflüssige Amt jemal sgeholfen und z.b. den Arbeitsplatz erhalten hat ??

Diese Abnicker stimmen doch immer dem Kündigungswunsch des Arbeitgebers zu ...

Einem Freund von mir wurde gewaltig geholfen und er viel unter das Schwerbehindertengesetz und beim Vergleich vor dem Arbeitsamt hat er eine Abfindung bekommen die ihm bis zu Beginn der Rente frei stellt mit seinem Gehalt. Das Integrationsamt hilft schon und zwar mehr als sich viele erhoffen. Wenn ein Arbeitnehmer ein Jahr erkrankt und Schwerbehindert ist wird eine Lösung im Sinne des Arbeitgebers und des Arbeitsnehmers gesucht. Der Arbeitnehmer schneidet meistens sehr sehr gut ab.

von
Alltagsbegleiter

Ihr Mann hat bei Geburtsjahr 1951 nach der Entlassung 24 Monate Anspruch auf Alg I. Eventuell wird das bis zum Rentenantritt reichen.

@ Michel:

Schön zu hören, dass es das auch gibt. Mir sind leider einige andersartige Entscheidungen bekannt. Wenn eine Firma fähige Juristen zur Seite hat, sind Entlassungen nie ein Problem:

Eine blinde Frau war acht Jahre im Versandhandel eines Großen Warenhauses (das nicht pleite ging) im Büro beschäftigt und wurde mit Zustimmung des Integrationsamtes gekündigt. Sie arbeitet nun sehr schlecht bezahlt in einem halbseidenen Callcenter.

Rollstuhlfahrer, arbeitete vierzehn Jahre in öffentlicher Bibliothek, auch im Rahmen des Stellenabbaus entlassen. Er hat noch zuviel Gespartes, bekommt keine Sozialleistungen, zahlt aber auch keine Rentenversicherung mehr. Es arbeiten übrigens jetzt zwei ein Euro Jobber auf der Stelle. Wenn er dann Hartz IV bewilligt bekommt, wird man ihn möglicherweise auch dorthin verweisen.

Ein blinder Mann nach dreiundzwanzig Jahren Firmenzugehörigkeit in der Verwaltung einer Baumarktkette wurde im Rahmen von Reduzierung des Stammpersonals entlassen. Er bekommt jetzt Hartz IV.

Eine Frau (Contergan) nach über dreißig Jahren (mit Prokura) im Betrieb entlassen, laut Integrationsamt war sie gesundheitlich nicht mehr in der Lage, die Arbeit zu machen, die Erwerbsminderungsrente wurde aber abgelehnt. Lebt jetzt von Hartz IV.

von
-_-

Zitiert von: Selters

Gibt es hier eigentlich irgend jemanden auf dieser weiten Welt, dem dieses komische und völlig überflüssige Amt jemals geholfen und z. B. den Arbeitsplatz erhalten hat?

Ja, gibt es jede Menge!
Zitiert von: Selters

Diese Abnicker stimmen doch immer dem Kündigungswunsch des Arbeitgebers zu ...

Diese Aussage ist möglicherweise Ausdruck einer sehr "selektiven Wahrnehmung".

von
Michel

Zitiert von: Alltagsbegleiter

Ihr Mann hat bei Geburtsjahr 1951 nach der Entlassung 24 Monate Anspruch auf Alg I. Eventuell wird das bis zum Rentenantritt reichen.

@ Michel:

Schön zu hören, dass es das auch gibt. Mir sind leider einige andersartige Entscheidungen bekannt. Wenn eine Firma fähige Juristen zur Seite hat, sind Entlassungen nie ein Problem:

Eine blinde Frau war acht Jahre im Versandhandel eines Großen Warenhauses (das nicht pleite ging) im Büro beschäftigt und wurde mit Zustimmung des Integrationsamtes gekündigt. Sie arbeitet nun sehr schlecht bezahlt in einem halbseidenen Callcenter.

Rollstuhlfahrer, arbeitete vierzehn Jahre in öffentlicher Bibliothek, auch im Rahmen des Stellenabbaus entlassen. Er hat noch zuviel Gespartes, bekommt keine Sozialleistungen, zahlt aber auch keine Rentenversicherung mehr. Es arbeiten übrigens jetzt zwei ein Euro Jobber auf der Stelle. Wenn er dann Hartz IV bewilligt bekommt, wird man ihn möglicherweise auch dorthin verweisen.

Ein blinder Mann nach dreiundzwanzig Jahren Firmenzugehörigkeit in der Verwaltung einer Baumarktkette wurde im Rahmen von Reduzierung des Stammpersonals entlassen. Er bekommt jetzt Hartz IV.

Eine Frau (Contergan) nach über dreißig Jahren (mit Prokura) im Betrieb entlassen, laut Integrationsamt war sie gesundheitlich nicht mehr in der Lage, die Arbeit zu machen, die Erwerbsminderungsrente wurde aber abgelehnt. Lebt jetzt von Hartz IV.

In meiner Antwort hatte sich ein Fehlerteufel eingeschlichen denn es sollte lauten "ARBEITSGERICHT" statt Arbeitsamt.

Bei den genannten Beispielen wäre noch gut zu wissen ob die Betreffenden eine Klage vor dem Arbeitsgericht eingereicht haben. Ich denke eher nein. Mein Freund hatte die Klage eingereicht und es wurde ihm sehr geholfen.

von
Schmidt

Zitiert von: Michel

Zitiert von: Selters

Auch wieder jemand wo dieses unsägliche Integrationsamt der Kündigung eines Schwerbehinderten zugestimmt hat.

Gibt es hier eigentlich irgend jemanden auf dieser weiten welt, dem dieses komische und völlig überflüssige Amt jemal sgeholfen und z.b. den Arbeitsplatz erhalten hat ??

Diese Abnicker stimmen doch immer dem Kündigungswunsch des Arbeitgebers zu ...

Einem Freund von mir wurde gewaltig geholfen und er viel unter das Schwerbehindertengesetz und beim Vergleich vor dem Arbeitsamt hat er eine Abfindung bekommen die ihm bis zu Beginn der Rente frei stellt mit seinem Gehalt. Das Integrationsamt hilft schon und zwar mehr als sich viele erhoffen. Wenn ein Arbeitnehmer ein Jahr erkrankt und Schwerbehindert ist wird eine Lösung im Sinne des Arbeitgebers und des Arbeitsnehmers gesucht. Der Arbeitnehmer schneidet meistens sehr sehr gut ab.

Ja super. Den Arbeitsplatz hat er aber letztlich dann ja doch verloren.

Und eine " Abfindung " oder besser Ausgleichszahlung für den Verlust des Arbeitsplatzes kann doch jeder selbst vor dem Arbeitsgericht mit Hilfe eines guten Anwaltes erzielen. Dazu braucht man doch das Integrationsamt nicht... Was die da helfen sollten ist mir völlig unklar.

von
-

Hallo Frau Keil,

Ihr Mann kann nach Vollendung des 63.Lebensjahres die Altersrente f. schwerbehinderte Menschen ohne Abschlag in Anspruch nehmen.

von
Alltagsbegleiter

@ Michel
Zitat:
„Bei den genannten Beispielen wäre noch gut zu wissen ob die Betreffenden eine Klage vor dem Arbeitsgericht eingereicht haben. Ich denke eher nein.“

Nur in einem Fall wurde Klage eingereicht. Eine Entscheidung ist, wohl wegen Überlastung des Gerichtes, noch nicht gefallen.

Für Blinde ist der Klageweg schwierig, da Gerichte nicht barrierefrei kommunizieren. Anwälte sind teuer und die Informationen über mögliche Gerichtskostenhilfe auch nicht unbedingt barrierefrei einzusehen…

von
Beate Keil

Danke erstmal für die Antworten.
Wir müssen unsere Gedanken neu sortieren.