Schwerbeschädigtenrente

von
Herr Schaberg

Ich habe eine Frage. Ich bin schwer Herzkrank von Geburt an. Ich habe Fallotsche Tetralogie und habe vor 3 Monaten eine Herzklappe bekomme. Nun will ich einen Neuantrag zur Bemessung der Behinderung stellen, denn bis jetzt habe ich nur 40%. Habe ich anspruch auf eine Rente sollte neue Einschätzung höher ausfallen? Und wenn ja, was und wo muss ich beantragen?

von
Schade

ohne irgendwelche Informationen zu Alter, Versicherungsverlauf, etc kann hier keiner was sagen.

Suchen Sie mit Ihren Unterlagen die nächste Beratungsstelle der RV auf.

Und was Ihre Krankheit angeht: reden Sie mit Ihrem Arzt - wer im Forum soll beurteilen können, ob und welche Arbeiten noch möglich sind?

Schwerbehinderung und Erwerbsminderung sind völlig unterschiedliche Begriffe, es gibt Menschen, die 100% schwerbehindert sind, aber regulär arbeiten können; z.B. der querschnittsgelähmte Büromensch oder der blinde Telefonist.

von
Realist

Rente bekommen Sie erst dann, wenn Sie außerstande sind, unter den Bedingungen des ALLGEMEINEN Arbeitsmarktes, mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig zu sein. Der Grad der Behinderung (GdB) spielt dabei überhaupt keine Rolle!

von
Realist

Den Rentenantrag können Sie in jedem Bürgeramt oder Rathaus stellen!

Experten-Antwort

Sofern Sie vor dem 01.01.1952 geboren sind, und die Wartezeit von 35 Jahren mit rentenrechtlichen Zeiten erfüllt ist, dann können Sie aufgrund einer Schwerbehinderung von mindestens 50 Prozent mit 63 Jahren abschlagsfrei in Altersrente für Schwerbehinderte gehen. Eine vorzeitige Inanspruchnahme mit 60 und einem Abschlang mit 10,8 Prozent wäre möglich. Sollte Ihr Geburtsdatum später liegen, so würden für von Januar 1952 bis Mai 1952 geborene Versicherte diese Grenzen um jeweils einen Kalendermonat angehoben. Für alle von Juni 1952 bis einschließlich Dezember 1952 geborene Versicherte würde die Altersgrenze um einen weiteren Kalendermonat angehoben. Ab Januar 1953 geborene Versicherte bis einschließlich Dezember 1958 geborene Versicherte wird die Grenze dann pro Geburtsjahrgang jeweils um einen weiteren Kalendermonat angehoben. Ab Januar 1959 bis Dezember 1963 geborene Versicherte erfolgt dann pro Geburtsjahrgang die Anhebung um jeweils zwei weitere Kalendermonate. Ab Geburtsjahrgang 1964 ist dann das ursprüngliche Rentenalter vom 60. Lebensjahr Jahr auf das 62. Lebensjahr und vom 63. Lebensjahr auf das 65. Lebensjahr angehoben.