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Experten-Antwort

Seit Jahren Hausmann

von Bruno16.01.2019 | 03:01
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15 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo, seit Jahren bin ich Hausmann, habe die drei Kinder versorgt bis jetzt zur weiterführenden Schule. Meine Frau ist Vollzeit Berufstätig und hat soweit alleine verdient. Ich bin vor vielen Jahren dann auch noch krank geworden (Diabetes, Blutdruck, Bandscheibe, Depressionen ...). Jetzt mit 44, was kann ich tun um vorzeitig in Rente, also Frührente zu kommen? Völlig ausgeschlossen? Denn ich habe früher auch Beiträge gezahlt. An wen wende ich mich? Grüße Bruno

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Bruno,

zunächst einmal sollten Sie Ihr Versicherungskonto klären lassen, um festzustellen, ob die Kindererziehungs- und Kinderberücksichtigungszeiten Ihnen den Schutz der Erwerbsminderungsrente erhalten haben.

Anschließend können Sie eine aktuelle Renteninformation erhalten, aus der die mögliche Höhe einer vollen Erwerbsminderungsrente inklusive Kindererziehungs-, Kinderberücksichtigungszeiten und der Zurechnungszeit nach akteller Rechtslage ersichtlich ist.

Sie können sich hierzu an eine Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung wenden.

Die Adressen finden Sie unter folgendem Link:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/02_beratung/01_beratung_vor_ort/01_servicezentren_beratungsstellen_node.html

Dort wäre auch die Aufnahme eines Rentenantrages möglich.

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung

14 Antworten

Danielaam 16.01.2019 | 07:07
Kindererziehung zählt mit, so als wenn du gearbeitet hast. Unter Umständen hast du also doch Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Wichtig ist, dass du alle Arzberichte schon mal sammelst und einen Ordner anlegst, damit du Lückenlos deine Krankheit dokumentieren kannst. Der erste Schritt währe ein Rehaantrag, da der Grundsatz Reha vor Rente gilt, es sein denn du bist so doll erkrankt, dass du nicht rehafähig bist. Dann wird aber meist eine Akutbehandlung erwartet und dann eine Reha.
BesorgterBürgeram 16.01.2019 | 09:58
Zitat von Brunno anzeigenausblenden
Hallo, seit Jahren bin ich Hausmann, habe die drei Kinder versorgt bis jetzt zur weiterführenden Schule. Meine Frau ist Vollzeit Berufstätig und hat soweit alleine verdient. Ich bin vor vielen Jahren dann auch noch krank geworden (Diabetes, Blutdruck, Bandscheibe, Depressionen ...). Jetzt mit 44, was kann ich tun um vorzeitig in Rente, also Frührente zu kommen? Völlig ausgeschlossen? Denn ich habe früher auch Beiträge gezahlt. An wen wende ich mich? Grüße Bruno
Noch eine Frage Ich habe ausgerechnet wenn ich weiter gearbeitet hätte anstatt meine Kinder zu erziehen wäre ich in meinen Unternehmen sicherlich Ingenieur geworden und hätte ca. 88 Punkte erreicht. Dann kommen ja auch noch die 7,5 Punkte für Kindererziehungszeiten hinzu. Diese Kindererziehungszeiten bekomme ich aber erst ab meinen regulären Rentenalter oder? Aber auch so würde die Erwerbsminderungsrente ca. 2800 € brutto betragen dank der neuen Zurechnungszeit bis zu meiner Regelaltersrente.
Und Sie meinen das alles ernst ? 44 Jahre und 88 Rentenpunkte ? Unterstellen wir mal sie haben Abitur und wären Ingenieur... dann haben Sie bestenfalls 22 Arbeitsjahre hinter sich. Wären dann pro Jahr 4 Rentenpkt. die Sie eingespielt haben wollen. Dies würde bedeuten, das sie in den letzten 20 Jahren im Schnitt 130.000€ Jahresverdient hatten. Erzählen Sie das ihrem Friseur aber nicht diesem Forum hier.
Brunnoam 16.01.2019 | 09:20
Noch eine Frage Ich habe ausgerechnet wenn ich weiter gearbeitet hätte anstatt meine Kinder zu erziehen wäre ich in meinen Unternehmen sicherlich Ingenieur geworden und hätte ca. 88 Punkte erreicht. Dann kommen ja auch noch die 7,5 Punkte für Kindererziehungszeiten hinzu. Diese Kindererziehungszeiten bekomme ich aber erst ab meinen regulären Rentenalter oder? Aber auch so würde die Erwerbsminderungsrente ca. 2800 € brutto betragen dank der neuen Zurechnungszeit bis zu meiner Regelaltersrente.
???am 16.01.2019 | 10:03
Der Grundsatz "Reha vor Rente" bedeutet nicht, dass vor einem EM-Rentenantrag erst eine Reha zu beantragen/durchzuführen ist. Wenn Sie möchten, können Sie gleich einen EM-Rentenantrag stellen. Die Kindererziehungszeiten werden auch bei einer EM-Rente berücksichtigt, da müssen Sie nicht bis zur Altersrente warten.
Realistischam 16.01.2019 | 10:43
Zitat von Brunno anzeigenausblenden
Hallo Bruno, hier haben Sie aber sehr optimistisch gerechnet: Die Zurechnungszeit wird nicht so gerechnet, als ob Sie bis zum Renteneintritt theoretisch durchgängig berufstätig gewesen wären (mit eventuellen Beförderungen), sondern so, wie sie im bisherigen Durchschnitt verdient haben. Dieser bisherige Durchschnitt sind die aus Ihrer bisherigen Berufstätigkeit gesammelten Punkte plus die 7,5 Punkte für die Kinder. Diese Teilen Sie durch 27 (Ihr Lebensalter 44 abzüglich angenommener Arbeitsbeginn 17). Vorschlag: Klären Sie Ihr Versichertenkonto, dann steht die theoretische EM-Rente auf der Rentenauskunft oder Renteninformation. Um eine EM-Rente zu erhalten müssen dann aber auch noch die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sein - und diese sind für nach 1961 geborene sehr hoch. Ich würde mir da erst mal keine allzu großen Hoffnungen machen, so einfach eine Rente zu bekommen - und ziemlich sicher nicht in der von ihnen angegebenen Höhe von 2800€.
Brunnoam 16.01.2019 | 11:17
Noch eine Frage Ich habe ausgerechnet wenn ich weiter gearbeitet hätte anstatt meine Kinder zu erziehen wäre ich in meinen Unternehmen sicherlich Ingenieur geworden und hätte ca. 88 Punkte erreicht. Dann kommen ja auch noch die 7,5 Punkte für Kindererziehungszeiten hinzu. Diese Kindererziehungszeiten bekomme ich aber erst ab meinen regulären Rentenalter oder? Aber auch so würde die Erwerbsminderungsrente ca. 2800 € brutto betragen dank der neuen Zurechnungszeit bis zu meiner Regelaltersrente.
Und Sie meinen das alles ernst ? 44 Jahre und 88 Rentenpunkte ? Unterstellen wir mal sie haben Abitur und wären Ingenieur... dann haben Sie bestenfalls 22 Arbeitsjahre hinter sich. Wären dann pro Jahr 4 Rentenpkt. die Sie eingespielt haben wollen. Dies würde bedeuten, das sie in den letzten 20 Jahren im Schnitt 130.000€ Jahresverdient hatten. Erzählen Sie das ihrem Friseur aber nicht diesem Forum hier.
Der Begriff Zurechnungszeit verstehen Sie aber nicht oder? Ich habe keine 22 Arbeitsjahre hinter mir sondern nur 5 Jahre da ich ja dann zu Hause geblieben mit dem Alter von 24 und die Kinder erzogen habe und ab diesen Zeitpunkt begannen meine Einschränkungen. Somit müsste ich ja 43 Jahre Zurechnungszeit anerkannt bekommen. Die 88 Punkte sind ja geschätzt können auch nur 84 sein.
???am 16.01.2019 | 12:13
"Ich habe keine 22 Arbeitsjahre hinter mir sondern nur 5 Jahre da ich ja dann zu Hause geblieben mit dem Alter von 24 und die Kinder erzogen habe und ab diesen Zeitpunkt begannen meine Einschränkungen." Wenn ich das richtig verstehe, haben Sie also ca. von 19 bis 24 Jahren gearbeitet. Dabei kann es sich ja wohl kaum (zumindest nicht ab Beginn) um eine Tätigkeit als Ingenieur gehandelt haben. Die von Ihnen geschätzten Entgeltpunkte sind so hoch, dass Sie bereits ab Beginn Ihres Berufslebens deutlich mehr als der Durchschnitt verdienst haben müssen. Es ist eigentlich ein Verdienst etwa in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze nötig, um da halbwegs hinzukommen. Auch wenn man die Zurechnungszeit bis 65 und 8 Monate rechnet. Beispiel: Sie hätten 1993 bei Beginn Ihres Berufsleben bereits über 5000 € monatlich verdienen müssen (Wohnsitz in den neuen Bundesländern, bei Wohnsitz in den alten noch deutlich mehr).
Realistam 16.01.2019 | 13:27
Die Hochrechnung erfolgt nicht ab dem Zeitpunkt der Kindererziehung, sondern ab dem Leistungsfall. .... und es wird schwierig sein, nachzuweisen, dass dieser bereits vor 20 Jahren war. Realistischer ist "heute" oder ein Zeitpunkt, der maximal 1-2Jahre zurückliegt. Falls Sie weiter die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen, rechne ich optimistisch gerechnet (z.B. Verdienst an Beitragsbemessungsgrenze von 19-24) eher mit einer vollen EM-Rente von max.1000EUR - bei halber Rente die Hälfte.
Realist 2 und vor kurzem in Renteam 16.01.2019 | 16:04
Zitat von Brunno anzeigenausblenden
Hallo, seit Jahren bin ich Hausmann, habe die drei Kinder versorgt bis jetzt zur weiterführenden Schule. Meine Frau ist Vollzeit Berufstätig und hat soweit alleine verdient. Ich bin vor vielen Jahren dann auch noch krank geworden (Diabetes, Blutdruck, Bandscheibe, Depressionen ...). Jetzt mit 44, was kann ich tun um vorzeitig in Rente, also Frührente zu kommen? Völlig ausgeschlossen? Denn ich habe früher auch Beiträge gezahlt. An wen wende ich mich? Grüße Bruno
Noch eine Frage Ich habe ausgerechnet wenn ich weiter gearbeitet hätte anstatt meine Kinder zu erziehen wäre ich in meinen Unternehmen sicherlich Ingenieur geworden und hätte ca. 88 Punkte erreicht. Dann kommen ja auch noch die 7,5 Punkte für Kindererziehungszeiten hinzu. Diese Kindererziehungszeiten bekomme ich aber erst ab meinen regulären Rentenalter oder? Aber auch so würde die Erwerbsminderungsrente ca. 2800 € brutto betragen dank der neuen Zurechnungszeit bis zu meiner Regelaltersrente.
Hallo Bruno, nehmen Sie es mir nicht übel, dass ich einen Lachanfall bekam, nachdem ich Ihre naive Vorstellung gelesen habe. Ich habe mit 15 Jahren meine Ausbildung angefangen und bin mit 65 Jahre in Rente gegangen. Wenn Sie rechnen können, kommen Sie auf 50 Beitragsjahre ohne Ausfälle. Insgesamt hatte ich 71 Komma xxxx Entgeltpunkte erworben x 32,03 ergibt etwas mehr wie 2275 Euro Brutto Monatsrente zzgl. Betriebsrente. Von was träumen Sie Nachts?
KSCam 16.01.2019 | 16:32
Lasst Bruno doch träumen, das tut uns doch allen nicht weh. Wenn er sein Konto geklärt hat, bzw. in seine letzte Rentenauskunft oder Renteninformation schaut und spätestens wenn er seinen Rentenbescheid in Händen hat, ist dieser Traum der Realität gewichen. Vielleicht wollte er uns auch nur etwas ärgern......abwarten und Tee /Kaffee/Hefeweizen, etc trinken
Brünoam 16.01.2019 | 17:11
Da hat jemand vor zig-Jahren einmal 5 Jahre lang ein paar DM in die Rentenversicherung eingezahlt und will jetzt eine Rente von € 2800 haben!!!!??? Das wäre eine Rentenhöhe, von der alle nur träumen können die ihr gesamtes Arbeitsleben lang viele viele DM und € bezahlen mußten. Und dann letztendlich mit einer kümmerlichen Rente abgespeist werden. Es ist wie so vieles andere auch nicht mehr zu fassen und zu verstehen!
W*lfgangam 17.01.2019 | 22:24
Zitat von Brunno anzeigenausblenden
hätte ...hätten Sie auch 'weiter gerechnet' Bundespräsident werden zu können - so rein träumerisch - und den dann erwarteten Ehrensold erwartet? ;-) Traum/Erwartung und tatsächliche Leistungen gehen da schon mal sehr weit auseinander, wenn die Traumblase platzt und man an seiner zurückgelegten Lebens-/Einkommensleistung 'bewertet' wird und nur danach etwaige zustehende Sozialleistungen (hier Rente) erhalten kann. Wobei das hier in Ihrem Fall - ohne nennenswerte Beitragsleistungen - schon durchaus zu einer 'hohen' EM-Rente führen könnte, die andere erst nach 40/45 Jahren mit mittelmäßig qualifizierte Berufstätigkeit/durchschnittlichem Einkommen im Alter erhalten. Gruß w. PS: Im Detail können Sie sich die Zusammenhänge gern noch mal in der nächsten Beratungsstelle erklären lassen – aber da bitte keine Diskussionen über 'Ungerechtigkeiten + staatlich subventionierte Phantasieversorgungen', die MA sind nicht für die Gesetzeslage 'zuständig', noch EmpfängerInnen etwaiger Nörgeleien - können Ihnen die aber mit freundlichen Worten erklären :)
Zustimmungam 18.01.2019 | 08:59
Zitat von W*lfgang anzeigenausblenden
Ich habe ausgerechnet wenn ich weiter gearbeitet hätte
hätte ...hätten Sie auch 'weiter gerechnet' Bundespräsident werden zu können - so rein träumerisch - und den dann erwarteten Ehrensold erwartet? ;-) Traum/Erwartung und tatsächliche Leistungen gehen da schon mal sehr weit auseinander, wenn die Traumblase platzt und man an seiner zurückgelegten Lebens-/Einkommensleistung 'bewertet' wird und nur danach etwaige zustehende Sozialleistungen (hier Rente) erhalten kann. Wobei das hier in Ihrem Fall - ohne nennenswerte Beitragsleistungen - schon durchaus zu einer 'hohen' EM-Rente führen könnte, die andere erst nach 40/45 Jahren mit mittelmäßig qualifizierte Berufstätigkeit/durchschnittlichem Einkommen im Alter erhalten. Gruß w. PS: Im Detail können Sie sich die Zusammenhänge gern noch mal in der nächsten Beratungsstelle erklären lassen – aber da bitte keine Diskussionen über 'Ungerechtigkeiten + staatlich subventionierte Phantasieversorgungen', die MA sind nicht für die Gesetzeslage 'zuständig', noch EmpfängerInnen etwaiger Nörgeleien - können Ihnen die aber mit freundlichen Worten erklären :)
Sehr gute Antwort, kritisch, sachlich, wahrheitsgetreu, offen, direkt und deutlich. Vor allem aber ohne jede dümmliche Polemik. Der Wolfgang kann es doch ! Weiter so ! Doch leider leider viel zu selten.
von vonam 18.01.2019 | 16:25
Sehr gute Antwort, kritisch, sachlich, wahrheitsgetreu, offen, direkt und deutlich. Vor allem aber ohne jede dümmliche Polemik. Der Wolfgang kann es doch ! Weiter so ! Doch leider leider viel zu selten.
Dem kann ich zustimmen, er hat sogar seine eigene Qualifikation nicht unterschlagen. die andere erst nach 40/45 Jahren mit mittelmäßig qualifizierte Berufstätigkeit/durchschnittlichem Einkommen im Alter erhalten.
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