Selber in RV einzahlen ?

von
Hubert

Meine Frau (Jahrgang '58 ) wird bis zur ihrer Rente nicht mehr arbeiten. Derzeit hat sie aber erst ca. 28 Beitragsjahre, kann somit erst mit 66 Jahren ihre Rente beziehen.
Ist es unter diesen Voraussetzungen sinnvoll, in den kommenden 7 Jahren eigene Beiträge in die RV einzuzahlen, um die Wartezeit von 35 Jahren zu erreichen und um dann mit 63 Jahren die vorzeitige Rente beziehen zu können?
Wenn ja - ist es sinnvoll, einen möglichst kleinen Betrag einzuzahlen (wie hoch wäre der ?). Irgendwo habe ich mal gehört, dies wäre für die Rentenhöhe schädlich, weil durch die kleinen Beiträge der Durchschnitt der Einzahlungen gesenkt würde. Ist das korrekt ?

Danke und Gruß, Hubert

von
Sachbearbeiter DRV Bereich Reha

In diesem Fall wäre es sinnvoll einen Termin bei der Auskunfts- und Beratungsstelle zu machen.

Grundsätzlich wird die Rente durch Zahlungen von Beiträgen höher.

Lediglich die Bewertung von Anrechnungszeiten könnte sich dadurch verändern, da diese anhand der Beitragszeiten einen Wert zugeordnet bekommen.

Inwiefern sich dies auf die Rentenhöhe Ihrer Frau auwirkt, kann hier nicht beantwortet werden.

Der Mindestbeitag für freiwillige Beiträge beträgt für das Jahr 2013 80,05 EUR (West) monatlich.
Eine Zahlung für 2012 ist bis 31.03.2013 möglich, in diesem Fall wäre der Mindestbeitrag 88,20 EUR (West).

von
Rorora

Wenn es um meine Rente ginge: Ich würde für die fehlenden Monate freiw. Beiträge zahlen.
Folgende Überlegung:
Der Beitragsaufwand von ca. 6800 € amortisiert sich in den 3 Jahren, die die Rente früher beginnen würde, schon bei einer mtl. Rente von ca. 190 €. Zwar wären da noch Abschläge von 10,2 % (36 x 0,3%) in die Rechnung miteinzubeziehen, aber eine geringfügige Steigerung der Rentenhöhe durch die 7-jährige zusätzliche Beitragszahlung wäre zu erwarten.
Eine Probeberechnung mit fiktiven Beiträgen wäre sicherlich machbar!

von Experte/in Experten-Antwort

Es wird Ihnen sicherlich niemand Auskünfte geben ob eine freiwillige Beitragszahlung sinnvoll ist oder eher nicht. Man wird Ihnen lediglich die Zahlen und Fakten präsentieren. Die Entscheidung werden Sie (bzw Ihre Frau) selber treffen müssen.
Aber viele Anhaltspunkte sind schon benannt. Kosten derzeit: Minimum rund 85 Euro/mtl. bis max. rund 1100 Euro/mtl. Frei wählbar.
Lassen Sie sich eine Probeberechnung erstellen um die Auswirkungen auf die Rentenhöhe feststellen zu können.
Sicherlich reduzieren kleine Beiträge den Durchschnittswert für die Bewertung von beitragsfreien Zeiten. Auf der anderen Seite könnte mit 35 Jahren eine Aufwertung geringer Verdienst vor 1992 zum tragen kommen. Hier ist nur eine Probeberechnung aussagekräftig.
Ebenfalls interessant für Ihre Überlegungen dürften folgende Daten sein: Rentenhöhe überhaupt (aktuell und ggf mit freiwilligen beiträgen); Erwerbsminderungschutz (besteht der und kann der evtl. festgehalten werden durch freiwilligen Beiträge??); gibt´s günstigere Alternativen als eine freiwillige Beitragszahlung (evtl. Minijob o.ä.).
Ich denke eine persönliche Beratung und ggf eine Probeberechnung sind für Ihre entscheidungsfindung hilfreich

von
Hubert

Vielen Dank für die Antworten !

Wir denken auch, dass es sinnvoll wäre, eigene (kleine) Beiträge einzuzahlen. Wenn sich die niedrigen Beiträge nur auf die Anrechnungszeiten auswirken, wird das nicht so schlimm sein.
Aber wir werden mal versuchen, das im Rahmen einer Beratung ausrechnen zu lassen. Meine Erfahrungen mit unserer Rentenberatung sind bisher allerdings eher mittelmässig. Daher meine Frage hier ans Forum.
Aber vielleicht klappt es ja mit dem Ausrechnen...

Danke und Gruß, Hubert