Selbständig statt EU-Rente bzw. ALG1???

von
SelbständigstattRentner

Hallo Ihr Lieben!
Mir geht es wie so vielen hier!
Weiß nicht, wie es bei mir weitergehen soll!
Auch bei mir läuft in 8 Monaten das Krankengeld ab!
Nun überlege ich, ob ich mich nicht Selbständig machen soll.
Das aber nur, wenn ich das Überbrückungsgeld für 8 Monate erhalte!
Vielleicht schaffe ich es so, wieder arbeitsfähig zu werden.
Unterstützung von meinen Ärzten zu diesen Schritt hätte ich.
Aber wie denkt die Rentenanstalt bzw. das ARbeitsamt?

Soll ich lieber in H4 abrutschen, ohne die Selbständigkeit zu versuchen?

Danke
thomas

von
Schade

mein Gott, wie soll man diese Frage ohne Kenntnis Ihres Alters, Ihrer Krankheiten, Ihrer bisherigen beruflichen und finanziellen Situation auch nur einigermaßen hilfreich beantworten?

Zumindest wenn es um eine langfristig angelegte Selbständigkeit gehört dazu ein Geschäftsplan, eine Geschäftsidee und genaue Pläne über die Erfolgsaussicht der Selbständigkeit.

Ihre Frage hört sich für mich nach einem "Rettungsanker" an, weil Sie irgendwoher gehört haben, dass man 8 Monate Überbrückungsgeld abgreifen kann - aber was machen Sie anschließend?

Warum arbeiten Sie nicht im bisherigen Job weiter?

Warum streben Sie kein neues Arbeitsverhältnis an?

Sind Sie überhaupt in der Lage nach langer Krankheit sich den Stress einer Existenzgründung anzutun?
Ich kenne genügend Selbständige die in der Gründungsphase jahrelang Tag und Nacht "krampfen" bis sie einigermaßen auf einen grünen Zweig kommen. Packen Sie das gesundheitlich oder verschiebt sich durch das Überbrückungsgeld lediglich Hartz4 um einige Monate?

Aber wie gesagt, für eine Antwort auf die Frage muss man mehr von Ihnen wissen....

Experten-Antwort

Hallo thomas,
ich kann Ihnen da in diesem Forum natürlich kaum einen Rat geben. Auf den ersten Blick scheint mir das aber nicht zusammen zu passen: Sie sind offenbar seit ca. einem Jahr arbeitsunfähig und wollen aus dieser Situation heraus ein "Geschäft" aufbauen - die Bedenken von Schade kann ich da gut verstehen...

Aber natürlich ist maßgebend, was Sie und Ihre Ärzte Ihnen zutrauen. Auf jeden Fall sollten Sie einen solchen Schritt gut vorbereiten und dazu würde auch ein Beratungsgespräche beim Rententräger gehören, um die Frage von Versicherungspflicht etc. abzuklären.
Alternativ sollten Sie über einen Antrag auf Rehabilitation (oder Teilhabe) nachdenken; möglicherweise wird Ihre Krankenkasse Sie in nächster Zeit sowieso dazu auffordern.