Selbständigkeit und erwerbsgemindert bzw erwerbsunfähig

von
Sunnygirl

Hallo,

ich habe mich im Dezember 2009 selbständig gemacht aus der Arbeitslosigkeit heraus. Bekomme für 6 Monate Einstiegsgeld und Hartz 4 als Aufstocker. Im Januar dieses Jahres bekam ich zwei Bandscheibenvorfälle, zusätzlich wurde mir jetzt ein fortschreitendes Wirbelsäulenleiden bescheinigt mit entsprechender Schmerzsymptomatik, Besserung nicht mehr möglich , eventuell Schmerzlinderung. Es ist wahrscheinlich, das ich in absehbarer Zeit meine selbständige Tätigkeit nicht mehr ausüben kann (vorwiegend sitzende Tätigkeit, wobei mir das Sitzen 20 min am Stück kaum mehr möglich ist). Eine Rentenversicherungspflicht besteht bei mir nicht, ich bin Jahrgang 1971. Ich mache mir nun große Sorgen um meine finanzielle Zukunft. Sollte ich die Tätigkeit nicht mehr ausüben können, habe ich keinen Anspruch darauf, Erwerbsunfähigkeitsrente oder Erwerbsminderungsrente zu beziehen. Eine private BU-Rentenversicherung habe ich nicht. Was wird da auf mich zukommen? Grundsicherung bis ans Lebensende ? Wie soll ich mich jetzt verhalten, die Selbständigkeit fortführen so lange es möglich ist oder aufgeben?

von
Sunnygirl

Hallo,

Entschuldigung für meine Unhöflichkeit, aber bin noch ein bißchen durch den Wind. Eigentlich weiß ich ja was sich gehört, deshlb hier noch ergänzend:

Vielen Dank für Antworten und liebe Grüße Sunnygirl

von
-_-

Ja, notfalls Grundsicherung bis ans Lebensende! Darüber sollten Sie eigentlich erfreut sein. Nein, nicht über Ihre Situation, doch immerhin gibt es bei uns so etwas, wie Sozialhilfe oder Grundsicherungsleistungen. In der Mehrzahl der Staaten dieser Erde würden Sie bittere lebensbedrohliche Not leiden, wenn diese Situation Sie treffen würde. Die, allerdings teure, daher oft nicht gewählte oder aus finanziellen Gründen nicht wählbare, Alternative wäre eine rechtzeitig abgeschlossene Berufsunfähigkeitsversicherung gewesen. "Hätte", "wäre", "wenn" hilft aber jetzt leider nicht mehr.

von
KSC

Ist das eigentlich sicher, dass Sie keinen Anspruch auf EM Rente haben (z.B. weil Sie in den letzten 5 Jahren nicht mindestens 3 Jahre pflichtversichert waren) oder ist das eine reine Vermutung von Ihnen?

Haben Sie sich darüber schon bei den Kollegen der DRV erkundigt?

Wenn das geklärt ist, dann führt an Grundsicherung, Sozialhilfe, etc. wirklich kein Weg vorbei und es ist heute zu spät die Weichen anders zu stellen.

Experten-Antwort

Hallo Sunnygirl,
wie auch KSC bereits ausgeführt hat, würde ich zunächst einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen, damit überprüft werden kann, ob überhaupt Anspruch besteht. Im Falle der Ablehnung bleibt die Option der Grundsicherung.

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