Sicherung der Rentenhöhe

von
Robert Bosch

Vielen Dank für die Antworten auf meine letzte Frage, ich möchte jetzt doch mal schildern, was der Hintergrund für diese Frage war:
Ich überlege, aus verschiedensten Gründen in Bälde mein Arbeitnehmerverhältnis zu beenden.
In meinem Alter von knapp 60 hätte ich bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze noch gut 5 Jahre Einzahlungen in Pflichtbeiträgen zur Rentenversicherung, aus denen dann die zu erwartende Monatsrente resultiert.
Bei Inanspruchnahme der vorgezogenen Altersgrenze von 63 Jahren wären es noch rund 3 Jahre Einzahlungen in Pflichtbeiträgen, aus denen dann die zu erwartende Monatsrente mit rund 10% Abschlag zum Betrag bei 65 Jahren resultiert.
Nun meine Frage: Wie kann ich erreichen/sicherstellen, dass ich bei Erreichen der Regelaltersgrenze die (nach derzeitigem Stand zu erwartende) Regelaltersrente erhalte ?
Ich betone, dass ich in der Zwischenzeit keinesfalls der Allgemeinheit auf der Tasche liegen will !
Vielen Dank für Ihre Antwort.

von
GroKo

Kommt drauf an wie hoch Ihre zu erwartende Rente ist.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Robert Bosch,

sofern Sie sich auf die hochgerechnete Regelaltersrente beziehen, die Sie mit 65 Jahren und 8 Monaten beziehen werden, vorausgesetzt Sie gehören dem Geburtsjahrgang 1954 an, können wir Ihnen von hier aus sagen, dass wir diese so berechnet haben, als hätten Sie bis zu diesem Zeitpunkt noch Beiträge wie im Durchschnitt der letzten 5 Jahre vor Erstellung der Renteninformation eingezahlt. Sollten Sie also planen, vorzeitig eine Altersrente in Anspruch zu nehmen, ist diese Berechnung hinfällig.

Mit 63 Jahren könnten Sie in die Altersrente für langjährig Versicherte gehen allerdings mit einem Abschlag von 9,6 %, sofern Sie dem Geburtsjahrgang 1954 angehören.

In dieser Rentenberechnung werden alle bis zum 63. Lebensjahr zurückgelegten Beitragszeiten berücksichtigt. Um diesen Abschlag von 9,6 % ganz oder teilweise zu umgehen, kann eine Einmalzahlung zur Rentenversicherung geleistet werden. Wie hoch diese Zahlung im Einzelfall ist, können Sie auf Antrag erfahren. Der Antrag gemäß § 187a Sozialgesetzbuch VI wird in unseren Beratungsstellen aufgenommen.

Sollten Sie also, die in der Renteninformation angegebene Höhe der Regelaltersrente anstreben, wären Einzahlungen (Pflichtbeiträge) bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze erforderlich (65 Jahre und 8 Monate bei Geburtsjahrgang 1954).

von
W*lfgang

Hallo Robert Bosch,

sollten Sie wirklich anstreben, die zz. errechnete Regelaltersrente im Betrag zu erreichen - ohne Beschäftigung/einfach abwarten/hohe freiwillige Beiträge einzuzahlen - müsste man Sie Teeren/Federn/Zerlegen ;-)

Ziel kann es nur sein, ab 63 die Altersrente für langjährig Versicherte zu bekommen (35 Versicherungsjahre notwendig). Auch wenn mit Abschlag, und wenn Sie sonst kein anzurechnendes Einkommen haben, rein in die gekürzte Rente - so erst gegen 90 haben Sie den Verlust der nicht erhaltenen gekürzten Rente wieder raus. Und freiwillige Beiträge oben drauf/zusätzlicher späterer Rentenbeginn/Regelaltersrente und warten bis rentabel ...mir klappt sich grad alles weg (eine 'schlicht' gerechnete Rendite der DRV von 5 % wäre nicht schlecht, real eher 2,5 % ...da fault die Kiste um eigene Hülle schon ;)

Beratungsstelle/Rathaus/Versicherungsamt aufsuchen - die werden Sie alle anhand der Zahlen überzeugen, das Sie Ihr verfügbares Kapital 'besser' investieren und den ersten möglichen Rentenbeginn wählen sollten!

Gruß
w.