Sind die Rentendaten sicher?

von
BKW

Ich kann bestehende Einträge leider nicht mehr kommentieren, bitte aber "Harald" sich noch einmal zu melden. Die Daten kamen bisher von der DRV Berlin, jetzt von der DRV Bund. Ich möchte nochmals darauf hinweisen das alle Zeiten als Arbeiter und Angestellter fehlen, nur die Zeiten als Selbständiger seit 2004 sind noch da.
1. Wegen Abwesenheit konnte ich mich in der Zwischenzeit leider nicht melden.
2. Die Beleidigungen und Unterstellungen haben mich entsetzt, bin ich hier wirklich in einem Expertenforuml?
3. Aus Bescheiden übernommene Daten sind anfechtbar und 20 Jahren nach der Wende lassen sich nicht mehr alle Daten beibringen z.B. Mehrverdienste die Anerkannt wurden und vom ehemaligen Arbeitgeber direkt an die Rentenversicherung übermittelt wurden. All die Unterlagen die in Papierform von uns und den bisherigen Arbeitgebern eingereicht wurden müssen doch noch da sein. Leider haben wir im Glauben die Daten SIND SICHER nicht alles kopiert und ein Teil ging 1995 aus Archiven direkt an die LVA.
Diese Archive sind im Rahmen der gesetzliche fristen inzwischen geschlossen.

von
Harald

Hallo BKW,

meine Vermutung, dass ein Wechsel der Kontoführung stattgefunden hat, hat sich also bestätigt.

In Ihrem ersten Beitrag vom 11.8.2009 haben Sie folgende Passage geshrieben:
"Am Telefon wurden uns die Erwerbszeiten detailliert vorgelesen aber man könne die Kontodaten nicht lesen weil man nicht den erforderlichen Schlüssel zur Verfügung hat."

Das bedeutet, die Daten sind vorhanden, können aber nicht in lesbarer Form ausgedruckt werden.

Offenbar ist durch den Kontoführungswechsel ein Fehler entstanden.

Die Vorsprache in einer Auskunfts- und Beratungsstelle wird wenig hilfreich sein. Als einzige Möglichkeit sehe ich nur den Zugriff und die Fehlerkorrektur von einem kompetenten Mitarbeiter in der Hauptverwaltung der DRV Bund.

Nun sind wir hier in einem anonymen Forum, in dem insbesondere die Versicherungsnummer nicht angegeben werden soll.

Vielleicht lassen sich ein Experte und die Redaktion etwas einfallen?

Harald

PS: Bevor andere User über mich herfallen: ich weis wovon ich Rede

von
-_-

Wenn ein(e) Mitarbeiter(in) bei der DRV Bund nicht in der Lage sein sollte, die von der DRV Berlin übermittelten Daten zu lesen, dürfte es für diese(n) doch nicht zu schwierig sein, bei der DRV Berlin ggf. um geeignete Auskünfte und Hilfen zu bitten. Die (noch) unterschiedlichen Programmsysteme der Regionalträger (ehem. LVA) gegenüber der DRV Bund (ehem. BfA) sowie die zahlreichen Änderungen gesetzlicher Bestimmungen machen es manchmal erforderlich, die gespeicherten Daten zu überarbeiten und den neuen Bedingungen anzupassen. Mitunter sind die Versicherungsträger dazu auf die ergänzenden Auskünfte der Versicherten angewiesen. Daraus zu schließen, die Daten seien nicht sicher, halte ich nach 34 Jahren Erfahrung mit den unterschiedlichsten Gesetzes- und Programmvarianten allerdings für unangebracht und kann entsprechend derbe Reaktionen ein wenig verstehen. Vielleicht liegt es auch nur an der (Un-?) Kenntnis des zufällig für Sie zuständigen Mitarbeiters. Die Rücksprache mit einem Vorgesetzten oder die Vorsprache in einer Auskunfts- und Beratungsstelle wird vermutlich sehr hilfreich sein. Den Versuch der Regelung Ihrer individuellen Angelegenheit im Rahmen eines anonymen Forums halte ich für den denkbar schlechtesten Lösungsversuch.

von
Tschacka

Hallo BKW,

auch wenn Sie nur @Harald direkt angeschrieben haben...

Also die Vorsprache in einer Beratungsstelle halte ich für äußerst sinnvoll, da dort nämlich ein Zugriff auf das Versicherungskonto (i.d.R) möglich ist. Völlig egal, ob DRV-Bund oder Regioträger!!!!!
(man muss nur wissen wie es geht)

Und sollte es tatsächlich technisch unmöglich sein, dann kann der jeweilige Berater doch in der Sachbearbeitung anrufen und um Korrektur, bzw. Eingabe des fehlenden "Schlüssels" bitten. Also man kann es auch umständlich machen...

Haben Sie 2004 eine Mitteilung von der DRV-Bund (BfA) erhalten, dass diese jetzt zuständig ist? Hat ihr Mann eine sog. ICH-AG gegründet (EXI-Zuschuß)??? (oder evtl. Prüfung Scheinselbständigkeit)
Könnte das der Grund für den Wechsel gewesen sein?

MfG
Tschacka

von
BKW

Kann mir einer der Experten einen kompetenten Ansprechpartner in der Wallstraße in Berlin nennen,
dort wurden alle Daten aufgenommen und hingeleitet.
2004 wurde eine Ich-AG gegründet und nur diese Zeiten sind noch da bzw. lesbar. Eine Information über einen Wechsel von DRV-Berlin zu DRV-Bund gab es nie aber mal einen Wechsel von BfA zu LVA, schon Jahre her und ohne Probleme.
Auch keine Überprüfung auf Scheinselbständigkeit oder ähnliches, macht auch keinen Sinn, es wird der volle Beitragssatz gezahlt, ist fast gleich dem was nach dem Einkommen zu zahlen wäre, wir wollten uns den jährlichen Papierkrieg sparen und eine Durchschnittsrente versichern.
Es besteht auch freiwillige Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse (nach zu versteuerndem Einkommen) und Arbeitslosenversicherung etc..
Im 1. Quartal 2007 gab es von uns gewünscht in der Wallstraße einen Termin zum Thema "freiwillige Pflichtversicherung", dieser Termin verlief unschön. es war uns nicht möglich auch nur eine Frage zu stellen, da wir unsere Fragen "nicht richtig formulierten". Wir brachen das Gespräch deshalb ab und machten einen neuen Termin der erfolgreich verlief. Wir haben sonst immer nur sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht. Bei diesem zweiten Termin fragte der Bearbeiter irgendwann im Gespräch ob eine Kontenklärung durchgeführt wurde, wir bejahten, er wunderte sich, er könne nichts sehen, kam dann aber wieder zurück zum Thema.
Auch wir ignorierten den Kommentar und fuhren im Gespräch fort. 2008 kam dann auch noch einmal eine Information über den aktuelle Stand der "Renteninformation" welche von den Summen her passte.
Nun in 2009 kam der "Versicherungsverlauf" welcher nur noch die Zeiten als Ich-AG enthällt. das Problem scheint zwischen dem 1. und 2. Quartal 2007 entstanden zu sien.

von
BKW

Ich suche Lösungsansätze und einen Ansprechpartner für ein Gespräch in der Wallstraße in Berlin, denn ohne diese verläuft der Termin genau so wie meine drei telefonischen Versuche:
1. "wir fordern Ihre Daten an"
2 "ich lasse mir Ihre Akte schicken"
3 "ich gebe das Problem an die zutreffende Stelle weiter"
Zwei Wochen später in der Post:
1. Unterlagen zur Kontenklärung
2. "Reichen Sie Ihren bestehenden Versicherungsverlauf ein"
3. "Wir fordern Sie nochmals auf Ihre Unterlagen einzureichen"
Wie Sie als Experten wissen, werden Daten nur unter dem Vorbehalt der Nachprüfung übernommen und wir können nach 39 Jahren Arbeitsleben nicht mehr alle Daten neu belegen, wie bereits ausgeführt.

von
KSC

das Forum wird Ihnen hier nicht weiterhelfen können (siehe meine Vorredner)

Sie werden doch dazu in der Lage sein, direkt beim "Leiter der Wallstr. in Berlin" ein Gespräch zu verlangen - dazu brauchen Sie doch keinen Experten, der Ihnen Händchen hält.

Und jeder Berater einer Beratungsstelle hat einen Vorgesetzten, den er Ihnen nennen wird und an den Sie sich wenden können,.....das kann man als Bürger ganz emotionslos verlangen.

Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, verlaufen natürlich manche Gespräche problematisch (...wie es in den Wald reintönt, so tönt es heraus...das ist menschlich). Oft ist es in solchen Situationen hilfreich sich in der Dienststelle einen anderen Gesprächspartner zu suchen, z.B. den Vorgesetzten.