Sind die Rentendaten sicher?

von
BKW

Obwohl eine komplette Kontenklärung bereits vor Jahren erfolgte und alle Renten- und Kontoinformationen immer vollständig waren sind in der Kontoinformation von April 2009 plötzlich 30 Versicherungsjahre aus den Rentendaten meines Mannes verschwunden.
Es sind alle Zeiten als Angestellter und Arbeiter, nur die letzten 5 Jahre als Ich-AG sind noch vorhanden.
Wir sollen nun eine komplette neue Kontenklärung durchführen oder die Renten- und Kontoinformationen die wir erhalten haben einreichen.
Das möchte wir nicht, ich befürchte Nachteile und ein Riesendurcheinander wenn die Daten evtl. wieder auftauchen.
Es kann auch nicht sein das Daten einfach abhanden kommen, Arbeiten doppelt durchgeführt werden und unnötige Kosten entstehen.
Alle Klärungsversuche waren bisher erfolglos, wir werden einfach immer weider aufgefordert eine Kontenklärung durchzuführen. Am Telefon wurden uns die Erwerbszeiten detailliert vorgelesen aber man könne die Kontodaten nicht lesen weil man nicht den erforderlichen Schlüssel zur Verfügung hat.
Wer ist für solche Fälle zuständig?
Wohin können wir uns noch wenden?
Mit freundlichen Grüßen,
BKW

von Experte/in Experten-Antwort

Die Rentendaten sind sicher. Wurde für Ihren Ehemann evtl. eine 2. Versicherungs- nummer vergeben ?
Kontodaten lt. telef. Auskunft der Rentenversicherung nicht lesbar ? Handelt es sich bei den fehlenden Zeiten um Zeiten nach dem Fremdrentenrecht -FRG- ? Hier besteht die Möglichkeit, dass eine Umstellung vom alten Schlüsselformat auf das heutige Schlüsselformat erforderlich ist. Sie müssen dann am besten über eine Beratungsstelle der Rentenversicherung nochmals die Unterlagen einreichen.

von
Rentenking

Die deutsche Rentenversicherung ist eine Behörde die auch unter Aufsicht steht.

Das auch mal ein Datenverlust entstehen kann,kann jeder nachvollziehen, der mal einen PC aus der Nähe gesehen hat.

Ich denke, das es nicht mit viel Arbeit verbunden ist, die alten Bescheide Ihres Mannes bei der Rentenversicherung einzureichen. Und kosten entstehen in Höhe von 56 Cent!!!!!!!!!!. Das ist in meinen Augen durchaus vertretbar.

Sie müssen sich einfach nur mal vor Augen führen, wofür diese Sache dient. Es handelt sich um die spätere Rente Ihres Mannes, also um Geld. Ich denke, das wäre es durchaus nicht zuviel verlangt, das sie die angeforderten Unterlagen einreichen.

von
Insider

Gehen Sie einfach in die nächste Auskunft und Beratungsstelle.

Nehmen Sie, wenn vorhanden, eine alte Auskunft mit. Darin sollten ja die Daten vorhanden sein. Das reicht dann um alles "wiederherzustellen".

Grds. ist es fast unmöglich, dass die Daten einfach so verschwinden. Die Daten werden X fach gesichert!

Haben Sie schonmal auf dem Anschreiben geschaut, ob es sich eventuell um eine 2te Versicherungsnummer handelt? Leider kann es manchmal passieren, dass eine neue Versicherungsnummer von irgendeiner Stelle vergeben wird, obwohl bereits eine Nummer besteht.

von
BKW

1. Die Rentenversicherungsnummer ist die richtige und es gibt nur die eine.
2. Ich spreche nicht von unseren Kosten, sondern von Kosten die bei der Rentenversicherung entstehen für doppelte Arbeit, sprich Versicherungs- und Steuergelder.
3. Da darf nichts verlorengehen oder unlesbar werden, es geht hier schließlich um viel Geld. Was würden Sie denn sagen wenn Ihre Bank Ihnen mitteilt "Ihre Kontonummer ist noch vorhanden aber leider fehlen uns Ihre Buchungen und Ihr Kontostand, bitte reichen Sie ihre Kontoasuzüge ein, wir stellen dann Ihre Daten wieder her."
Die Daten werden ständig gesichert und sind ja auch vorhanden, können aber wegen eines fehlenden Schlüssels nicht gelesen werden. Ich glaube nicht das es ein Einzelfall ist, eher ein Übermittlungs- und Zuständigkeitsproblem.
Mit freundlichen Grüßen, BKW.

von
BKW

Zeiten von 1970 bis 2004 in den neuen Bundesländern und dem Beitrittsgebiet.

von
BKW

Es fehlen alle Zeiten als Angestellter und Arbeiter aus der ehemaligen DDR und den neuen Bundesländern, nur die Zeiten als Ich-AG sind noch vorhanden, also keinerlei besondere Zeiten

von Experte/in Experten-Antwort

Ihrem Ehemann wurden die Zeiten in der ehem. DDR vermutlich vor der Wiedervereinigung angerechnet. Er muss jetzt diese Zeiten erneut unter Vorlage der Sozialversicherungsausweise der DDR geltend machen. Er soll persönlich mit den Unterlagen bei einer Beratungsstelle der Rentenversicherung vorsprechen. Telefonisch lässt sich das nicht regeln. Die Daten sind nicht "verloren" gegangen, sondern das Rentenrecht hat sich zwischenzeitlich geändert und die Rentenversicherung benötigt jetzt nochmals die Sozialversicherungsausweise aus der DDR.

von
War ja klar

Ach...SV Ausweis...neue Bundesländer..

das war ka klar. dann wundert mich auch die Diskussion nicht.

Das ist mal wieder typisch...

von
B-Rater

Ich musste auch schmunzeln..

In der Praxis hatten wir auch schon vereinzelt solche Fälle. Da haben uns die Versicherten Ihren alten Versicherugnsverlauf/Feststellungsbescheid eingereicht und schon war die Angelegenheit zur Zufiredenheit aller vom Tisch und Ruck Zuck, mit wenig Aufwand erledigt.Aber gut...es waren eben nicht die neuen Bundesländer..... ;-.)

von
Ossi

bei Erich wäre das nicht passiert, der hatte noch keinen PC, nur seinen SV - Ausweis

von
Tschacka

der @Experte hat es auf den Punkt gebracht!

Die Kontenklärung Ihres mannes war mit großer Wahrscheinlichkeit vor der "Wende"!!! Ergo waren es damals sog. FRG-Zeiten (ja so nannte man auch dmals die DDR-Zeiten). Nachdem nun aber nicht mehr von Fremdrentenzeiten gesprochen wird (so seit ca. 19,5 Jahren...) muss das Versicherungskonto neu geklärt werden. Es werden daher die SV-Bücher benötigt um auch die Ausfalltage zu ermitteln und eine wunderbare Speicherung nach Bundesrecht wird gemacht! Soweit so unklar?

Also es ist nix verloren gegangen, es ist nur alles ALT!!!!

p.s. Es ist ja nicht so, dass die DRV Ihren Mann nicht zwischendurch mal angeschrieben hat oder???

MfG
Tschacka

von
BKW

Es fehlen auch alle Zeiten nach der Wende bis 2004, sprich alle Zeiten als Angestellter und Arbeitnehmer, nur die Zeiten als Selbstständiger sind noch da.

von
b

Vereinzelt?
Ich glaube nicht das jeder Versicherte einen separaten Schlüssel zum Lesen seiner Daten erhält, das sind dann wohl doch einige mehr oder es gibt eine andere Ursache.
da kann ich mir ja "Ruck Zuck, mit wenig Aufwand" am PC einen Versicherungsverlauf zusammenstellen, wozu arbeite ich eigentlich, wenn das so einfach ist?

von
Tschacka

jetzt muss ich doch nochmal (dumm) fragen. Wurde Ihr Mann von der DRV dahingehend angeschrieben?
Also ich meine explizit...

Sehr geehrter Herr....

bei der Überprüfung Ihres Versicherungskontos wurde festgestellt, dass folgende Zeiten fehlen...

(oder so ähnlich)

Ich vermute mal, dass die Sachbearbeitung eine Kontenklärung macht, da die aktuelle Rechtsanwendung gespeichert werden muss und da kann es anscheinend passieren, dass die "Maschine" diesen Fehler verursacht. Ich denke, die Zeiten sind schon noch da, aber eben nicht aktuell.

Wie gesagt, nehmen Sie am Besten Ihre Unterlagen und gehen in die nächste Beratungsstelle zu Klärung.

MfG
Tschacka

von
BKW

Ich arbeite seit 1985 am PC als Konstrukteur für Maschinenbau, also auch 6 Jahre unter Erich.
Übrigens auch die Deutsche Rentenversicherung hält alle Daten in Papierform vor, auch dort hat jeder seine Akte, erhält vom Arbeitgeber eine Jahresmeldung über geleistete Rentenversicherungsbeiträge und Jeder Arbeitnehmer bekommt von seinem Rentenversicherungsträger einen Sozialversicherungsausweis.

von
BKW

Bitte lesen Sie meine Angaben:
- Kontenklärung 1995 (ist nach der Wiedervereinigung)
- es fehlen 1971-2004 (also auch 14 Jahre nach der Wiedervereinigung)
- im Bescheid von 2008 waren noch alle Daten vorhanden.

von
BKW

Ihre Frage ist nicht dumm, Sie sind der einzige der meine Angaben richtig gelesen hat.
Sie haben das Problem genau richtig erkannt.
Nicht Maschinen machen Fehler, sie folgen Zwangsbedingungen, sondern Programme sind fehlerhaft und Bediener machen Fehler.
Wenn aber ein Programm fehlerhaft ist oder ein Bediener einen Fehler macht sollte man doch bestrebt sein dies im Interesse des weiteren Verlaufes zu korrigieren.
Hier sollte doch das Interesse und die Aktivität der Rentenversicherung liegen und nicht im Stumpfsinnigen abschreiben von Daten. Doch dafür scheint es keinen Ansprechpartner zu geben.
Verstehen Sie auch diesen Punkt meiner Frage?

von
Tschacka

sorry, aber ich habe nirgends die Angabe "Kontenklärung war 1995" gefunden.
Ist aber auch egal jetzt...

Also Fakt ist, dass anscheinend ein maschineller Fehler vorliegt und Sie um Mithilfe zur Klärung gebeten wurden. Sie haben doch die Unterlagen/Versicherungsverläufe/Renteninformationen/Rentenauskünfte etc.pp vorliegen, machen Sie doch einfach entsprechende Kopien und geben diese in einer Beratungsstelle ab. Grundsätzlich sind die Daten wirklich gesichert (mehrfach), daher nehme ich an, es ist tatsächlich ein seltener maschineller Fehler. Sicher wird sich das aber mit Ihren Unterlagen schnell klären lassen.

MfG
Tschacka

von
Ganz einfach

Die Versicherungszeiten sind im SV Ausweis bescheinigt. Und es ist nunmal so, das diese Zeiten einfach in das Computerprogramm übernommen werden, da in den SV Ausweises alles nötige vermerkt wird.Und ob das nun ein stupfsinniges Abschreiben ist oder nicht, steht eigentlich nicht zur Debatte.

Ich finde den Beitrag von B-Rater absolut zutreffend, der hat das Problem zu 100 % erkannt.

Und wer selber in der Beratung sitzt, kann diese Meinung sofort bestätigen. Und das hat überhaupt nichts mit Vorurteilen oder ähnlichem zu tun. Die Beiträge hier bestätigen es ja mal wieder in überzeugendem Maße.