Sozialmedizinische untersuchung bei der DRV

von
Mark

Hallo zusammen

Ich war wegen eines em-rentenantrages bei einer sozialmedizinischen untersuchung bei der DRV. Im vorfeld habe ich alle befunde und berichte von den ärzten an die drv geschickt.

Jetzt zum wesentlichen, die untersuchung dauerte ganze 10!! minuten, es wurde weder über meine erkrankungen, noch über meine einschränkungen etc. gesprochen. Es war nur - heben sie mal den arm, das bein, abhören - u.s.w.

Ist das die vorgehensweise einer ärztlichen untersuchung im rahmen eines gestellten em-rentenantrages bei der DRV ??

Bin dankbar über antworten

Gruß Mark

Experten-Antwort

Die Vorgehensweise bei Untersuchungen sind bei jedem Arzt unterschiedlich. Ob diese bei Ihnen jetzt als Durchschnittsuntersuchung zu werten ist, ist fraglich; kann ich aber auch nicht bewerten, da ich keine Erfahrungswerte besitze. Vermutlich wurde auf eine umfangreichere Untersuchung verzichtet, da die Befunde, die Sie eingesandt haben, wahrscheinlich schon aussagekräftig genug waren!

von
Pati

Hallo,

mir ging es fast genauso. Meine Untersuchung dauerte 30 Minuten. Vor drei Wochen hab ich den ablehnenden Bescheid erhalten. Allerdings wurden von mir keinerlei Arztberichte oder Atteste verlangt, so daß ich jetzt Widerspruch eingelegt habe.

Ich hoffe, bei Ihnen wird es anders.

LG

von
Wolfgang

Hallo Mark,

falls es zu einer Ablehnung kommen sollte, legen Sie Widerspruch ohne Begründung ein und fordern zunächst die komplette Rentenakte einschließlich med. Teil zur Einsichtnahme an. Dort können Sie nachlesen, ob der Gutachter nur alte Befunde abgeschrieben hat, oder eine eigene nachvollziehbare Einschätzung Ihrer Erwerbsfähigkeit getroffen hat.

Die Rentenakte erhalten Sie nicht persönlich, wählen Sie eine nächstgelegene Behörde (Beratungsstelle DRV, Rathaus/Versicherungsamt).

> Jetzt zum wesentlichen, die untersuchung dauerte ganze 10!! minuten

Manche Rentenanträge dauern auch nur 10 Minuten, andere 2 Stunden - das Ergebnis ist in beiden Fällen richtig. Will sagen, auch med. Untersuchungen - je nach Fachrichtung - müssen nicht zwingend einen halben Tag laufen, um eine eindeutige Aussage treffen zu können. Aber das fragen Sie besser zunächst Ihren Hausarzt ;-)

Gruß
w.

von
Mark

Danke für die antworten auf meine frage.

Bin immer noch ein wenig irritiert das man in einer für einen so wichtigen angelegenheit ( und damit meine ich nicht nur mich)quasi im schnelldurchlauf verfährt.

Aber es läuft wohl bei jedem anders ab.

Gruß Mark

von
Helga

Na, ich war da 5 Stunden
in der Mangel hatte den
Eindruck das die Ärztin darauf wartete das ich mich doch
verraten werde.( bin unter anderen wegen Psychiatrischer
Erkrankung in Behandlung)
Sie hatte wohl Zweifel weil sie
mich einpaar Monate vorher
zur Reha geschickt hat und ich nun EU-Rente beabsichtigte. Da ich nicht
geflunkert habe wurde mir die
Rente auch bewilligt. Will damit sagen das die Gutachter schon ihre Gründe
haben im schnelldurchlauf
jemand abzufertigen. Ob diese
Gründe nun berechtigt sind oder nicht ist dennen auf jeden Fall piep egal. Ich bin der Meinung die Quote muß
stimmen.1 2 abgelehnt,1 2
abgelehnt u.s.w.
nun

von
Tschacka

Hallo Mark,

ich rate Ihnen den Tipp von @Wolfgang zu befolgen. Kann nicht schaden.

Was ich aber nicht verstehe...

Es geht um Ihren Rentenantrag. Es geht darum, wie es bei Ihnen "weitergeht". Es geht darum, ob die Rente bewilligt wird oder nicht. Sie wurden untersucht.

Warum haben Sie den Gutachter nicht gefragt, warum die Untersuchung nur 10 Minuten gedauert hat? Warum haben Sie nicht gleich gesagt, dass Sie mit Ihrem "Finger auf die Nase" tippen können und auch geradeaus Laufen können?
Warum kommt das alles immer erst hinterher?

Sie sind doch erwachsen oder nicht?
Es kommt natürlich auch darauf an, an welchen Krankheiten man leidet. Das ist ja klar. Aber im Urlaub (um mal ein Beispiel zu nennen) meckert man doch auch, wenn die Suppe kalt ist oder das Zimmer schmutzig etc. (Das können wir Deutschen ja bekanntlich unglaublich gut :))

Aber bei einer Untersuchung lässt man(n) sich alles gefallen??? Das ist kein "Gott in Weiß", das ist auch nur ein Mensch. Also, sollte es tatsächlich zu einem Ablehner kommen, dann so verfahren wie es @Wolfgang beschrieben hat.

Tipp an alle, die eine EM Rente beantragen oder bereits beantragt haben:

Wenn Sie zum Gutachter müssen, dann lassen Sie sich alles erklären was Ihnen "komisch" vorkommt oder was Sie nicht verstehen!
Haben Sie Ängste davor, nehmen Sie jemanden mit, als Beistand!

MfG
Tschacka

von
Jupp

@taschaka
Sie scheinen SELBST noch nie
begutachtet worden zu sein , sonst würden Sie das verstehen !

Eine Begutachtung/ärztliche Untersuchung ist gerade für psychisch erkrankte ein sehr schwere Stressituation und unterträglich.

Da ist man dann oft wie
" paralysiert " oder das wie das berühmte " Kaninchen vor der Schlange " erstarrt und ist nicht im Stande irgendwelche Fragen zu stellen.

Denken Sie mal darüber nach.

von
Tschacka

Hallo Jupp,
da haben Sie Recht, bin gesund und munter. Klopf auf Holz!

Das habe ich natürlich nicht böse gemeint, nichts anderes habe ich geschrieben.
Wenn man Angst hat oder Zweifel, dann sollte man eben jemanden mitnehmen. Ich weiß aus Erfahrung, dass die Leute, wenn es dann um den "Widerspruch" geht, schimpfen wie die "Rohrspatzen" und alles ist "Schei..." und die DRV ist sowieso an allem Schuld... und der Gutachter hat mich ja gar nicht richtig untersucht und ich bin krank und ich will meine Rente usw.

Aber bei der Begutachtung sitzt man still und geduckt, nimmt alles hin und wehrt sich nicht???

Kommen Sie Jupp, das ist doch Banane. Jeder Mensch, egal wie krank, sollte für sich "geradestehen" und Verantwortung übernehmen. Es gibt wirklich genug schwerbehinderte und kranke Menschen, die wirklich Hilfe brauchen und diese auch erhalten sollen. Aber ein erwachsener Mensch, der (noch) für sich allein sorgen kann, sollte sich eben nicht alles gefallen lassen und dann später andere dafür verantwortlich machen. So war das gemeint!

MfG
Tschacka

von
Mark

Hallo Jupp

Du spricht mir aus der seele. Ich bin schon voller panik und ängste dahin. Aber es ist bei mir nicht nur die psyche. Die liste ist leider sehr lang.

Auch habe ich die assistentin ( der doc war schon verschwunden) gefragt als sie sagte das wars, ob das alles war ?

Als antwort bekam ich - wollen sie länger bei uns bleiben ? -

Gruß Mark

von
Tschacka

Ich bitte höflichst um Entschuldigung, wenn ich hier irgendjemanden "auf den Schlips" getreten bin.

Ich urteile nicht!

Hilf dem, der Hilfe benötigt und fordere die, die nur so tun!

MfG
Tschacka

von
Tschacka

Hallo Marc,

haben Sie bevor Sie die Rente beantragt haben eine med. Reha gemacht. Psychosomatisch? Und anhand Ihres Beitrags entnehme ich, dass Sie schon länger in ärztlicher Behandlung sind. Was ist der Unterschied zwischen dem Gutachter und Ihren Ärzten?

Es gibt keinen! Es geht hier nur um Ihre Angst und Panik. Das realisiert auch ein Gutachter und anhand Ihrer Befunde hat er vielleicht wirklich keine weitere große Untersuchung veranlasst um Sie nicht unnötig zu belasten. Es ist nur ein Arzt! Bitte fordern Sie im Falle einer Ablehnung die Akteneinsicht. Sie können auch, wenn Sie möchten, einen kleinen Brief an die Sachbearbeitung der DRV schicken. Schreiben Sie, wie Sie sich bei der Begutachtung gefühlt haben und das Sie Zweifel an der Glaubwürdigkeit dieses Gutachters haben. Das kann wirklich helfen. Rufen Sie nicht an, denn am Telefon bekommen Sie vielleicht auch nur "Neagtivkommentare". Schreiben Sie das Erlebte auf und schicken es an die DRV. Ich wünsche IHnen alles Gute und viel Gesundheit
Tschacka

von
nee

"Bin immer noch ein wenig irritiert das man in einer für einen so wichtigen angelegenheit ( und damit meine ich nicht nur mich)quasi im schnelldurchlauf verfährt"

Warten Sie doch erst mal, was rauskommt! Manchmal ist es eben schnell klar. Bei mir dauerte es auch nur halb so lange wie angekündgt. Der Gutachter hatte sämtliche KH- und Rehaberichte. Er fragte einiges nach (hab zwar aufgepasst, nichts Wichtiges zu vergessen, aber auch nicht zu dramatisieren - in der Annahme, sowas wirkt auf den genauso nervig und unglauubwürdig wie auf mich), untersuchte dann nur noch kurz und meinte, er wisse jetzt alles, was er brauche.
Ich bekam daraufhin übrigens volle Erwerbsminderungsrente.

Wenn das Ergebnis nicht in Ihrem Sinn ausfällt, können Sie immer noch nachforschen.

von
Sonicht!

Sorry,
aber mit einer lapidaren Entschuldigung ist Ihr Verhalten absolut nicht zu entschuldigen.
Ihnen fehlt meines Erachtens eine gehörige Portion Einfühlungsvermögen für Kranke! Und wenn man das nicht hat, sollte man den Mund halten. :-(
Mögen Sie gesund bleiben!

von
Wolfgang

Hallo Sonicht!,

wir sind hier nicht im einem Forum für psychische Erkrankungen. Insofern erwarten Sie nicht, dass hier nach einer 1-Satz-Anamnese eine kritische Befund-Analyse - gemessen am allgemeinen Themen- und Fragekreis hier - mit weiterem Behandlungsverlauf erfolgen kann. Helfende Meinungen zu kritisieren ....nunja. Sie haben sicher eine besser Antwort - raus damit, darum geht's dem Fragesteller.

Gruß
w.

von
Tschacka

Hallo Sonicht,

Sie haben wohl auch einen an der Waffel oder was?

Meine Güte, was hab ich denn schon so böses geschrieben?

Ich habe totales Verständnis für kranke Menschen, egal welcher Art die Erkrankung ist!!!

Ich wollte doch nur beschreiben, dass es manchmal angebracht ist, sich nicht aufgrund seiner "Krankheit" alles gefallen zu lassen!

Aber ich werde mich zukünftig zurückhalten.

Mann, Mann, Mann...

Tschacka