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Sozialversicherungsnachweise für neuen Arbeitgeber

von
user0815

Mein neuer Arbeitgeber möchte die Sozialversicherungsnachweise des laufenden sowie der letzten drei Jahre haben.

Der Arbeitgeber behauptet, dass dies gesetzlich erforderlich sei.

Ist dies richtig?

Danke
Gruß
user0815

von
Heinz

Die Reglung ist mir nicht bekannt.

Ihr neuer Arbeitgeber benötigt lediglich zur Anmeldung bei den Sozialversicherungen Ihre Versicherungsnummer / Ihren Sozialversicherungsausweis und den Namen der Krankenkasse, bei der Sie zur Zeit krankenversichert sind bzw. zuletzt krankenversichert waren.

von
bekiss

Der Arbeitgeber benötigt die Sozialversicherungsnachweise der bisherigen Arbeitgeber nicht.

Sie müssen den Sozialversicherungsausweis zur Einsicht vorlegen.

Experten-Antwort

Den Beiträgen von &#34;Heinz&#34; und &#34;bekiss&#34; ist nichts hinzuzufügen.

von
Neu

Wahrscheinlich geht es um die Möglichkeit, sich in der PKV zu versichern.

von
Mitleser

Geht es um die Prüfung, ob Sie Pflichtmitglied oder freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung sind? Mein Arbeitgeber verlangte zur Klärung dieser Frage sogar eine Bescheinigung des alten Arbeitgebers. Da ich überhaupt keine Lust hatte, den Ex-Arbeitgeber deswegen anzuschreiben, habe ich mich aber geweigert und stattdessen - wenn ich mich recht entsinne - die Sozialversicherungsnachweise der letzten 3 Jahre vorgelegt, also das, was von Ihnen auch verlangt wird.

Mich würde aber auch interessieren, ob es dafür wirklich eine gesetzliche Grundlage gibt.

Interessant ist die Frage doch eigentlich nur, wenn man tatsächlich in die PKZ wechseln möchte (was seit einer Gesetzesänderung nur möglich ist, wenn man 3 Jahre über der Grenze lag). Das müßte dann doch auch eher die Krankenkasse prüfen und nicht der Arbeitgeber.

Ich mußte vor einigen Jahren dem Arbeitgeber auch unterschreiben, daß ich keine Kinder habe, damit er pflichtgemäß höhere Beiträge für mich abführen kann (Kinderlosenstrafzuschlag). Fand ich auch sehr absonderlich, man sollte meinen, daß es ausreicht, wenn diejenigen mit Kindern dieses nachweisen.

Experten-Antwort

Es gibt diesbezüglich keine gesetzliche Grundlage. Der AG möcht das nur haben damit er die Lohnabrechnungen direkt korrekt macht, mit GKV oder PKV und ein hin und her (Rückforderung usw.) umgehen kann, was ja auch zum Vorteil des AN ist.

von
user0815

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Habe noch mal mit der Personalabteilung gesprochen.
Es geht tatsächlich um das Thema „GKV vs. PKV“:

Seit 2. Februar 2007 können Angestellte erst in die Private
Krankenversicherung (PKV) wechseln, wenn das Jahreseinkommen
drei Jahre hintereinander die Jahresarbeitsentgeltgrenze
(2007: 47.700 €) übersteigt. Durch die erschwerte Wechselmöglichkeit
gewinnen Optionstarife an Bedeutung.

Mindestanforderungen PKV:

Vor diesem Hintergrund verlangt das Gesetz für bereits ab dem
1. April 2007 abgeschlossene Vollkostentarife bestimmte Mindestvoraussetzungen:
Sie müssen eine Kostenerstattung für ambulante und stationäre
Heilbehandlung umfassen.

Die vereinbarten absoluten und prozentualen Selbstbehalte
für ambulante und stationäre Heilbehandlung dürfen 5.000 €
pro Jahr und Person nicht überschreiten.

Bestandsschutz.
Versicherungsverträge, die vor dem 1. 4. 2007 abgeschlossen
wurden, sind von der Regelung nicht betroffen. Sie genießen
Bestandsschutz.

Viele Grüße
user0815