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Sozialversicherungspflicht eines Vorstandes

von
mcdabel

Hallo,
ich benötige fachlichen Expertenrat.
Für einen Vorstand (Geschäftsführungsorgan) einer anerkannten deutschen Stiftung soll ein Gehalt gezahlt werden. Hier stellt sich nun die Frage der Sozialversicherungspflicht in allen Sozialversicherungszweigen, Beitragsbemessungsgrenzen werden dabei voraussichtlich überschritten.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe im voraus.

Experten-Antwort

Ohne genaue Kenntnis des Einzelfalles kann Ihre Frage nicht beantwortet werden.
Eine verbindliche Beurteilung des Sachverhalts kann sowieso nur die Krankenkasse treffen, da diese in ihrer Funktion als Einzugsstelle für den Gesamtsozialversicherungsbeitrag über die Versicherungspflicht und Beitragshöhe in sämtlichen Zweigen der Sozialversicherung (= Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) entscheidet.

von
egal

Hallo Experte,

ihre Antwort finde ich schon etwas merkwürdig...

Gibt es nicht sowas, wie eine Statusprüfung seitens der DRV?? Woher wollen Sie denn wissen, ob für den Vorstand überhaupt GKV, geschweige denn andere SV-Beiträge abgeführt werden?

Ich denke, hier läge doch die Zuständigkeit zunächst bei ihrer Institution. Oder legen Sie es eher drauf an, später dann bei einer BP eine stattliche Summe nachzufordern???

von
Chris

Grundsätzlich ist schon die gesetzliche Krankenversicherung für die Feststellung der Versicherungspflicht zuständig. Und dann ist es egal, ob Beiträge ggf. zur Sozialversicherung abgeführt werden.

Wenn an der sozialversicherungsrechtlichen Einordnugn Zweifel bestehen, kann bei der DRV ein Statusfeststellungsverfahren eingeleitet. werden.

Experten-Antwort

Sehr geehrter &#34;egal&#34;!
Bevor Sie solche Aussagen treffen, sollten Sie vorher einen Blick ins Gesetz werfen. Auch wenn Sie es nicht glauben wollen: Die Krankenkasse entscheidet in Ihrer Funktion als Einzugsstelle für den Gesamtsozialversicherungsbeitrag auch über die Versicherungspflicht und Beitragshöhe in der gesetzlichen Rentenversicherung (vgl. § 28h Sozialgesetzbuch - Viertes Buch (SGB IV)). Dies gilt unabhängig davon, ob der Versicherte gesetzlich oder privat krankenversichert ist.
Die Rentenversicherungsträger dürfen diese Sachverhalte nur im Rahmen der Betriebsprüfung überprüfen. Eine Ausnahme davon stellt die Prüfung bei der sog. Clearingstelle der DRV Bund dar. Im Rahmen dieses Verfahrens können Arbeitgeber oder Versicherte prüfen lassen, ob eine abhängige Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit vorliegt.
Es ist auch im Interesse der Rentenversicherung, wenn unklare Sachverhalte rechtzeitig geklärt werden und nicht erst Jahre später Beiträge im Rahmen einer Betriebsprüfung nachgefordert werden müssen.