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Experten-Antwort

späterer Eintritt regelaltersrente

von Elfriede Schmitten02.08.2017 | 11:10
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hallo, ich bin seit 10 Jahren selbständig und habe in dieser Zeit mangels Einnahmen nichts in die Rente einzahlen können. Insgesamt habe ich aber 30 Pflichtjahre gezahlt. Im Oktober könnte ich in meine Regealterslrente gehen. Hierzu meine Frage? Wenn ich jetzt 2 oder 3 Jahre später meine Rente beantrage würde sich dann meine Rente erhöhen auch wenn ich in dieser Zeit nichts einzahlen kann? Für eine Rückmeldung wäre ich sehr dankbar.

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

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Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Bei der Verschiebung des Rentenbeginns nach Vollendung der Regelaltersgrenze erhöht sich, wie bereits „Rentencrack“ schreibt, die Rente um 0,5 Prozent je Kalendermonat. Um die entgangenen Rentenzahlungen wieder aufzuholen, benötigen Sie jedoch eine recht lange Rentenbezugsdauer und spekulieren mit einer langen Lebenserwartung.

Beispiel: Bruttorente ab Regelaltersgrenze = 500 Euro, Aufschub der Rente um 24 Kalendermonate (plus 12 Prozent) ergibt dann brutto = 560 Euro (Differenz = 60 Euro). Verzicht auf 24 x 500 Euro = 12.000 Euro. Erforderliche Rentenbezugsdauer = 16,7 Jahre (12.000 : 60 = 200 : 12 = 16,7), erforderliches Alter = Regelaltersgrenze + 16,7 Jahre.

Es bedarf keiner Mitteilung, wenn Sie den Rentenbeginn verschieben möchten. Sie beantragen die Rente einfach später zu gewünschten Beginn.

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7 Antworten

=//=am 02.08.2017 | 12:28
Wenn Sie die Regelaltersrente nur wegen der minimalen Erhöhung später in Anspruch nehmen, wäre das eine Milchmädchenrechnung. Lassen Sie die Finger davon, nehmen die Regelaltersrente ab Erreichen der Regelaltersgrenze (Oktober?) in Anspruch und gut ist. Bei 30 Pflichtbeitragsjahren ist die Rente bestimmt ein paar hundert Euro hoch, das würden Sie dann die nächsten 2, 3 Jahre "verschenken". Schon bei einer Rente von 200 Euro netto wären dies in 2 Jahren 4.800 Euro. Das können Sie mit den mtl. 0,5 % nie hereinholen.
Rentencrackam 02.08.2017 | 11:57
Ja, das könnten Sie in der Tat. Aufgrund § 77 SGB VI würde sich der Zugangsfaktor erhöhen, was eine "Rentensteigerung" von 0,5 % pro Monat, den Sie die Rente später in Anspruch nehmen, bedeuten würde. Allerdings müssen Sie dann bedenken, dass Sie zwei oder drei Jahre gar keine Rente erhalten. Ob sich das rechnet, müssen Sie für sich selber entscheiden.
Elfriede Schmittenam 02.08.2017 | 12:32
Danke für die schnelle Antwort. Noch eine kleine Nachfrage: Muß ich das der Rentenkasse mitteilen wenn ich später gehen will.
Elfriede Schmittenam 02.08.2017 | 12:42
die 0,5 % pro Monat wären aber in 3 Jahren 18 % mehr Rente. ich würde jetzt nur 730 € bekommen und später 860 € oder rechne ich da falsch.
senf-dazuam 02.08.2017 | 13:23
Hallo Frau Schmiten! In 3 Jahren steigt der Zugangsfaktor zur Rente von 1,000 auf 1,180 (eben 36 mal 0,5%). Macht eine 18% höhere Rente. Wollte es gerade vorrechnen, da sehe ich, dasss schon andere das getan haben. Auch bei mir wird das Verschieben der Rente ab etwa 17 Jahren Laufzeit positiv. Wenn Sie vorhanden, über 90 Jahre alt zu werden und in den kommenden Jahren auf die Rente nicht unbedingt angewiesen sind, dann machen Sie das doch ... Andererseits könenn Sie auch zur Regelaltersrente unbegrenzt hinzuverdienen. Damit ist erstmal mehr in der Börse und Pflichtbeiträge daraus steigern auch noch die Rente ... (siehe Infos zum Flexirentengesetz).
Klugpuperam 02.08.2017 | 14:31
Die Zahlen sind genannt. Nach 200 Monaten Rentenbezug kommen Sie ins Plus (ohne Rentenanpassung). Für Ihre Entscheidung sollten Sie die Punkte Krankenversicherung und Steuern noch miteinbeziehen. Ggf. ist der Rentenbeginn relevant für die Frage KVdR Ja/Nein. Später in Rente heißt auch, höherer Steueranteil. Rente neben weiterem Erwerbseinkommen kann steuerlich schmerzhaft sein, sollte man besser vorher durchkalkulieren.
Schadeam 02.08.2017 | 13:11
Sie rechnen schon richtig, es sind in 3 Jahren 130 € mehr. aber: würden Sie diese 3 Jahre lang monatlich 730 € beziehen, hätten Sie in dieser Zeit 26208 € kassiert, die Sie im anderen fall nicht haben - bis Sie das mit den 130 € wieder reingeholt haben, das dauert. Rechnen und entscheiden Sie selbst. Der DRV brauchen Sie das nicht mitteilen, die merken es dann schon wenn Sie erst mit 68 den Antrag stellen. PS: warten Sie doch 16 Jahre bis Sie in Rente gehen - dann werden aus 730 € 1460 € :)
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